PC beschleunigen: SSD und normale Festplatte optimal kombinieren Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


22.09.2010 Daniel Behrens*

PC beschleunigen: SSD und normale Festplatte optimal kombinieren

Es muss nicht unbedingt eine große, teure SSD-Festplatte sein, um Lese- und Schreibzugriffe zu beschleunigen. Günstiger und ähnlich effektiv sind die Varianten, die wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen.

Speicherchip-Festplatten (SSDs) sind deutlich schneller aber auch deutlich teurer als herkömmliche Festplatten mit Magnetscheiben. Die bezahlbaren Modelle bieten nur eine Kapazität von bis zu 128 GB. Für große Datensammlungen empfiehlt sich also eine Kombination aus beiden Festplatten-Welten. Dazu gibt es mehrere Varianten.

VARIANTE 1 - HYBRID-FESTPLATTEN Eine Hybrid-Festplatte ist ein herkömmliches Magnetscheiben-Laufwerk, dem ein Flash-Speicherchip als schneller Puffer zwischengeschaltet ist. Derartige Modelle gab es bereits 2007 kurzzeitig im Handel. Sie boten aber nur einen sehr kleinen Speicherchip von 256 MB. So war nur ein kleiner Geschwindigkeitsvorteil zu erreichen, daher - und aus diversen anderen Gründen - konnten sie sich nicht durchsetzen.

Inzwischen sind Speicherchips deutlich günstiger. Daher hat Seagate dieses Jahr als erster Hersteller einen neuen Anlauf gestartet und die Hybrid-Festplattenreihe "Momentus XT" herausgebracht. Der Flash-Speicher ist 4 GB groß, die Festplattenkapazität beträgt je nach Modell 250 GB, 320 GB oder 500 GB. Die Straßenpreise sind mit circa 97 Euro (250 GB), 100 Euro (320 GB) beziehungsweise 125 Euro (500 GB) durchaus erschwinglich.

Der Flash-Speicher wird von einem intelligenten Chip ("Adaptive Memory") verwaltet, der lernt, welche Dateien häufig vom System angefordert werden und diese dann dynamisch in den Speicherchips vorrätig hält. Das beschleunigt Lesevorgänge ungemein. Adaptive Memory funktioniert ohne Treiber und unabhängig vom Betriebssystem.

Unsere Kollegen von Tecchannel.de haben eine Momentus XT mit 320 GB gegen eine herkömmliche Festplatte antreten lassen und kamen auf eine durchschnittliche Steigerung der gesamten Systemleistung um 11 Prozent. Betrachtet man nur die Lesezugriffe von der Platte, kommt man sogar auf ein Leistungsplus zwischen 21 und 33 Prozent.

Es ist anzunehmen, dass weitere Hersteller nachziehen und ebenfalls Hybrid-Festplatten anbieten werden. Dann dürften auch die Preise fallen.

VARIANTE 2 - SSD UND HDD SELBST KOMBINIEREN Wenn Sie ein paar Euro übrig haben, empfiehlt es sich, zusätzlich zu Ihrer vorhandenen, herkömmlichen Festplatte, ein reines SSD-Laufwerk zu installieren. Darauf installieren Sie dann nur das Betriebssystem und alle Anwendungen, die Sie häufig benötigen.

Die herkömmliche Platte dient anschließend (nur noch) als Speicher für große Dateien, zum Beispiel für Bilder, Videos, Ihre Musiksammlung und Downloads aus dem Internet. SSDs im Desktop-Format (3,5 Zoll) gibt es ab circa 185 Euro (90 GB). Notebook-Modelle (2,5 Zoll) gibt es auch mit geringer Kapazität, zum Beispiel 32 GB für 70 Euro und 64 GB für 100 Euro. Falls in Ihrem Notebook kein Platz für eine zweite Festplatte ist, können Sie auch eine SSD im ExpressCard-Format verwenden, sofern Ihr Laptop über einen entsprechenden Einschub verfügt.

VARIANTE 3 - HDD MIT SSD-BLU-RAY-KOMBI Von Hitachi-LG Data Storage wird es demnächst das HyDrive geben, ein Blu-Ray-Laufwerk im Notebook-Format mit aufgelöteten SSD-Speicherchips. Das optische Laufwerk und die SSD funktionieren völlig unabhängig voneinander. Sie können also auf der Speicherchip-Festplatte (Kapazität beim ersten HyDrive: 32 GB) das Betriebssystem installieren.

Das HyDrive bietet sich für Notebooks an, die keinen Platz für eine zweite Festplatte und auch keinen ExpressCard-Einschub bieten. Im folgenden Video von der Computex 2010 im Juni berichten wir unter anderem kurz über das dort erstmals vorgestellte HyDrive (ab Timecode 03:34).

<object width="280" height="220"><param name="movie" value="http://www.pcwelt.de/jw4/player.swf?config=http://www.pcwelt.de/emb/getVideoData.cfm?vid=1369"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.pcwelt.de/jw4/player.swf?config=http://www.pcwelt.de/emb/getVideoData.cfm?vid=1369" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="280" height="220"></embed></object>

* Der Autor ist Redakteur der deutschen PC-Welt.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • ectacom GmbH

    ectacom GmbH Aus- und Weiterbildung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, Übernahme von Softwareprojekten, Datenschutz, Antiviren- und Virenscanner Software, Backup und Recovery Systeme, Firewalls,... mehr
  • NAVAX Unternehmensgruppe

    NAVAX Unternehmensgruppe Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Maschinen- und Anlagenbau, Konsumgüterindustrie, Immobilien,... mehr
  • T-Systems Austria GesmbH

    T-Systems Austria GesmbH WLAN-Systeme, VPN, Voice Mail Dienste, Videokonferenz-Systeme, Unified Messaging Dienste, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management,... mehr
  • Huawei Technologies Austria GmbH

    Huawei Technologies Austria GmbH mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: