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22.01.2011 Keir Thomas*

RAM aufrüsten: schnell und günstig wie nie

Das neue Jahr hat angefangen, die RAM-Preise schießen durch den Boden. Nie war der Zeitpunkt besser, endlich aufzurüsten. Wir verraten, wie das geht.

Die Preise für Systemspeicher sind in letzter Zeit drastisch eingebrochen. Wenn Sie also schon lang mit dem Gedanken spielen, endlich alle PCs und Laptops in Ihrem Haushalt mit mehr RAM aufzurüsten, sollten Sie nicht länger zögern. 8 Gigabyte RAM gibt es schon für knapp 80 Euro - oder noch billiger, wenn Sie die Augen offen halten und Preise vergleichen. Und wie's aussieht, werden die RAM-Preise 2011 noch weiter fallen. Gute Nachricht für Konsumenten, schlechte für Hersteller.

Der Grund für den Preisverfall: ein enormer Rückgang bei verkauften PCs und damit eine riesige Überproduktion von Seiten der RAM-Hersteller. Endverbraucher freuen sich daher nicht nur über sinkende Kosten für Systemspeicher, sondern sparen auch beim Kauf eines neuen Komplett-PCs mit mehr Speicher, als man sich zuvor hätte leisten können. Derzeit sollten Sie keinen neuen PC unter 4 Gigabyte RAM kaufen - und lassen Sie die Finger von alten Staubfängern, die noch mit mickrigen 2 Gigabyte über die Theke wandern sollen. Für Hersteller ist die Situation so prekär, dass sich die Firma OCZ - einer der größten Hersteller für RAM, SSD und HDD - komplett aus der Herstellung von RAM-Riegeln zurückziehen will. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Arbeitsspeicher sprechen für sich: 2009 verdiente OCZ noch rund 22 Millionen Dollar damit, 2010 nur noch 6 Millionen.

Aber, abgesehen vom günstigen Preis: wann ist es wirklich sinnvoll, RAM aufzurüsten? Sie sollten unbedingt im Hinterkopf behalten, dass der Leistungsschub, den Ihr System mit mehr RAM erhält, eher gering ausfällt. Sie können lediglich mehrere Programme ohne Geschwindigkeitseinbußen gleichzeitig laufen lassen. Auch starten und beenden manche Anwendungen schneller als vorher. Wenn Sie Windows 7 oder Vista mit weniger als 2 Gigabyte RAM betreiben, wird Ihnen das Aufrüsten am meisten bringen. Wenn Sie bereits 4 oder mehr Gigabyte besitzen, wird der Effekt entsprechend geringer. Das Aufrüsten von RAM ist aber auch nicht selten eine Investition in die Zukunft, zum Beispiel für kommende Betriebssysteme. Bedenken Sie: es hat noch nie eine neue Version von Windows gegeben, die weniger RAM benötigt, als ihr Vorgänger.

EIN BESTEHENDES SYSTEM AUFRÜSTEN - SO GEHT'S Wenn Sie bereits über ein System mit 4 Gigabyte RAM verfügen, bringt es Ihnen womöglich mehr, statt RAM eine schnellere Festplatte einzubauen. Zum Beispiel eine Solid State Disk, sofern es Ihr Budget zulässt. Ebenfalls empfehlenswert sind Hybrid-Festplatten aus Flash- und mechanischem Speicher.

Wenn Sie allerdings sehr speicherhungrige Anwendungen ausführen, zum Beispiel für Bild- und Videobearbeitung, ist es immer ratsam, Ihren PC mit so viel RAM wie möglich zu füttern. Auch zur Desktop-Virtualisierung wird viel Arbeitsspeicher benötigt. Um herauszufinden, wie viel RAM Sie wirklich benötigen, laden Sie sich zuerst den System Scanner der Firma Crucial herunter. Dieses Programm sagt Ihnen ganz genau, welche Art von RAM Sie benötigen und wie viele Slots Sie noch frei haben. Keine Sorge: Sie müssen im Anschluss nicht auf die Hardware-Angebote von Crucial selbst zurückgreifen.

Laptop-Besitzer ziehen in puncto RAM-Aufrüsten wie so oft den Kürzeren. Bei ihnen ist das Upgrade von RAM meistens damit verbunden, den kompletten, vorhandenen Arbeitsspeicher auszutauschen. Denn die meisten Laptops verfügen lediglich über zwei Slots, die mit kleineren RAM-Riegeln ab Werk belegt sind. Der Grund: für Hersteller ist es oft billiger, RAM im Paar einzusetzen, als ein einzelnes Modul zu verbauen. Desktop-Nutzer haben in aller Regel jedoch einen oder mehrere RAM-Slots frei und können oft problemlos einfach neue, zusätzliche Module einsetzen - schauen Sie aber vor dem Kauf nach! Der Einbau selbst ist einfach und braucht kaum mehr, als das Öffnen des Gehäuses und Einklinken der Riegel. Ein Einrast-Mechanismus zeigt an, wann das Modul richtig sitzt.

Auch Laptop-Hersteller sorgen oft dafür, dass der Austausch von RAM einfach verläuft. Oft müssen Sie lediglich einen Teil der unteren Abdeckplatte mit einem Schraubenzieher entfernen, oder einige Clip-Verschlüsse lösen, um an die RAM-Module zu gelangen. Falls Sie sich nicht sicher sind, unter welcher Abdeckplatte sich Ihr RAM befindet, werfen Sie zuvor einen Blick ins Handbuch. Stellen Sie unbedingt sicher, dass Ihr Gerät vor dem Upgrade komplett ausgeschaltet ist und sich nicht im Ruhemodus oder Standby befindet. Sie sollten zudem den Stromstecker ziehen und vorläufig den Akku entfernen, sofern das möglich ist.

Vorsicht gilt auch beim Kauf von RAM. Es ist eine der wenigen Situationen, in denen Sie Kaufplattformen wie eBay meiden sollten. Kaufen Sie besser Marken-Module von namhaften Herstellern wie Samsung, Hynix, Kingston und Crucial. Wenn der Händler gar nicht erst offenlegt, von welchem Hersteller die Module gefertigt wurden, suchen Sie sich einen anderen Anbieter.

* Der Artikel stammt von der deutschen PC-Welt.

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