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10.03.2009 Rudolf Felser

Mehr Monitore steigern Produktivität

In einer Studie bewältigten Probanden eine Aufgabe mit drei Bildschirmen deutlich schneller als im herkömmlichen Ein-Monitor Szenario.

Im Laufe der Zeit hat sich die Art und Weise, wie PCs und Computerprogramme genutzt werden, deutlich verändert. War man früher froh, ein Programm flüssig auf dem Bildschirm laufen lassen zu können, so sind es heute zwei, drei oder noch mehr Programme, die zugleich arbeiten. Beim ständigen Wechseln zwischen den Applikationsfenstern kann man da schon durcheinanderkommen. Der Wunsch nach mehr Desktopfläche drängt sich dabei dem User fast unausweichlich auf – gepaart mit der Vorstellung, wie viel komfortabler und schneller alles gehen könnte.

Eine Labor-Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat sich mit diesem Thema beschäftigt und ist zu einem wenig überraschenden Ergebnis gekommen: An einem Drei-Bildschirm-Arbeitsplatz lässt sich eine für die Wissensarbeit typische Aufgabe deutlich effizienter bewältigen als an einem herkömmlichen Arbeitsplatz. Relevant ist das insbesondere für Berufsbilder, in denen immer häufiger digital vorliegende Informationen verarbeitet werden müssen, wie dies etwa bei Wissenschaftlern, Redakteuren, Ingenieuren oder Versicherungsmitarbeitern der Fall ist. Ingesamt kristallisierte sich der Trend heraus, dass größere Bildschirmflächen der Produktivität nützen. Unterstützt wurde die im Rahmen des Forschungsprojekts OFFICE 21 durchgeführte Untersuchung von Fujitsu Siemens Computers, die für den Versuchsaufbau Monitore und PCs zur Verfügung stellten.

VERSUCHSAUFBAU Für die Labor-Studie hatten die Fraunhofer-Experten folgenden Versuchsaufbau gewählt: Die 67 Probanden mussten zunächst alle die gleiche Aufgabe an einem herkömmlichen Arbeitsplatz mit einem 19-Zoll-Monitor lösen. Aus der benötigten Zeit sowie der Punktezahl für korrekt gelöste Teilaufgaben wurde ein Produktivitätsmaß ermittelt, das in der Folge als Referenz herangezogen wurde. Im Anschluss teilten die Fraunhofer-Wissenschaftler die Teilnehmer in drei Gruppen ein: Gruppe 1 löste auch die nächste Aufgabe am 19-Zoll-Bildschirm, Gruppe 2 durfte sich an einen 22-Zoll-Widescreen-Monitor setzen. Gruppe 3 schließlich wurde ein Drei-Bildschirm-Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, der drei 19-Zoll-Bildschirme umfasste, die zu einem Arbeitsplatz zusammengeschaltet wurden – ein Teilaspekt des OFFICE 21 Information Worker’s Workplace.

Während bei Gruppe 1 lediglich eine Produktivitätssteigerung von 1,9 Prozent gegenüber der Referenzaufgabe gemessen wurde – die dem Lerneffekt zuzuschreiben ist – lag das Effizienzplus bei Gruppe 2 immerhin schon bei 8,4 Prozent. Als äußerst produktiv erwies sich Gruppe 3: Die Probanden lösten ihre Aufgabe ganze 35,5 Prozent effizienter als in der Referenzsituation. Und auch die Nutzerreaktion war deutlich positiv: Bei einer Befragung der Teilnehmer zeigten sich die Teilnehmer der Gruppen 2 und Gruppe 3 im Schnitt deutlicher zufriedener mit ihrem Bildschirmsystem und dem damit verbundenen Arbeitskomfort.

"Unsere Labor-Studie belegt deutlich, dass gerade im Rahmen von Wissensarbeit eine größere Bildschirmfläche zu einem enormen Produktivitätszuwachs führen kann", sagt Udo-Ernst Haner, Leiter Competence Team "Information Work Innovation" beim Fraunhofer IAO. "Bemerkenswert ist auch, dass dieser Effekt unmittelbar bei der Erstnutzung aufgetreten ist. Über entsprechende Schulungen der Mitarbeiter und über die optimale Informationsanordnung am Bildschirm sind weitere Optimierungspotenziale denkbar." (rnf)

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