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14.10.2013 Rudolf Felser

OKI-Studie: Nicht beim Toner sparen

Das Buyers Laboratory LLC (BLI) hat mit Fremdtoner wiederbefüllte Originalkartuschen und Originaltoner von OKI verglichen.

Refill-Toner kann laut OKI das Gerät beschädigen.

Refill-Toner kann laut OKI das Gerät beschädigen.

© OKI

Der Ersatz von Original-Verbrauchsmaterial durch günstigere Refill-Toner ist verlockend. Refill Toner sind jedoch unterm Strich teurer, wie ein Vergleichstest von Buyers Laboratory zeigt. Die Studie belegt, dass Originalkartuschen sowohl bezüglich der Leistung als auch hinsichtlich Kosten und Aufwand die bessere und langfristig lohnendere Investition sind.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass Anwender von Tonern, die nicht vom Originalhersteller stammen, etwaige Garantie-Erweiterungen des Herstellers verlieren - ein Kostenfaktor, der etwa bei der OKI 3 Jahres-Garantie den Verlust eines Drittels der Garantiezeit und des Vor-Ort Services bedeutet. Zusätzlich, so die Studie, führen Refill-Produkte zu gravierenden Qualitätseinbußen. Der Schaden reicht bis zur Zerstörung von Hardware-Einheiten an den Geräten. Refill-Produkte bieten teilweise weniger Quantität bei häufig minderwertiger Qualität, so ein Fazit aus den Untersuchungen.

Im Vergleichstest wurden mit Fremdtoner wiederbefüllte Originalkartuschen der Nutzung von OKI Originaltonern gegenübergestellt. Hierfür verwendete BLI kompatiblen Toner eines britischen Verbrauchsmaterialzulieferers (ProPrint) und testete die Ergebnisse anhand eines OKI MC360 Multifunktionsgerätes.

Schon beim Einsetzen der Tonerkartuschen zeigten sich erste Diskrepanzen. Die Original-OEM-Kartuschen von OKI waren den Angaben zufolge in einem weniger als 30 Sekunden dauernden Handgriff getauscht. Bei der Befüllung mit dem Refill-Toner kam es trotz Einhaltung der Nachfüllanweisungen des Lieferanten zu groben Verschmutzungen durch verschütteten Toner. Weitere Nachteile waren: Toneraustritt an unerwünschten Stellen, signifikante Fehler im Druckergebnis innerhalb kurzer Laufzeit, Chip-Defekte der Fremdkartuschen nach geringen Seitendruckzahlen, massive Geräteverschmutzungen, Schäden an LED-Belichtungseinheiten etc.

Hinsichtlich der Toner Reichweiten ergab der Test ein massives Ungleichgewicht von 3.608 s/w Seiten beim OKI Originalprodukt gegenüber 1.462 Seiten beim kompatiblen Fremdtoner. Ähnlich die Ergebnisse im Farbdruck, die 4.026 Farb-Seiten beim Original versus 2.035 Seiten mit dem Refill-Toner ergaben.

Während des Tests mussten drei Trommeleinheiten des Druckers aufgrund von Schäden durch das Refill-Produkt ausgetauscht werden. Weitere Auswirkungen des Refill-Toners im Zuge der Studie: Laute Klickgeräusche, die auf ein fehlerhaftes Antriebsgetriebe im Drucker hindeuten, Farblecks innerhalb des Gerätes sowie letztlich ein Defekt an allen Bildtrommeln.

Der Vergleichstest attestiert dem Orginaltoner weiters eine bessere Bildqualität, während es beim Nachfüllprodukt zu Farbschmiereffekten und überhöhten Cyan-Tönen kam.

"Sinnvolle Lösungsansätze finden sich im Papierverbrauch und in intelligenten Druckmanagement-Konzepten, nicht bei vermeintlich billigen, de fakto aber minderwertigen Verbrauchsmaterialien", warnt OKI Österreich Geschäftsführer Karl Hawlik. (pi/rnf)

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