IMP-Neubau: IT-Infrastruktur neu aufgestellt IMP-Neubau: IT-Infrastruktur neu aufgestellt - Computerwelt

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09.05.2017 Wolfgang Franz/pi

IMP-Neubau: IT-Infrastruktur neu aufgestellt

Das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien eröffnete vor Kurzem sein neues Gebäude. Im Zuge dessen wurde auch die IT-Infrastruktur auf neuesten Stand gebracht.

Das Rechenzentrum beinhaltet mehr als 100 physische und 700 virtuelle Server.

Das Rechenzentrum beinhaltet mehr als 100 physische und 700 virtuelle Server.

© Bernhard Wieland

Das IMP wurde vor über 30 Jahren gegründet und zählt international zu den renommiertesten Forschungsinstituten. Mit dem Neubau, der am 1. März 2017 eröffnet wurde, setzte Boehringer Ingelheim einen Meilenstein in der Geschichte des IMP. 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fast 40 Ländern setzen hier ihre bahnbrechende Forschung im Bereich der Grundlagenforschung fort. Boehringer Ingelheim unterstützt das IMP mit jährlich rund 20 Millionen Euro, nimmt aber keinen Einfluss auf dessen Projekte und Forschungsschwerpunkte. In den Neubau investierte das Pharmaunternehmen 52 Millionen Euro.

Neue IT-Infrastruktur erfüllt höchste Anforderungen
Neben der Errichtung des imposanten neuen Forschungsgebäudes wurde auch die IT-Infrastruktur des IMP für die Anforderungen der Zukunft bestens aufgestellt. Wichtigstes Anliegen war es, die spezifischen und anspruchsvollen Anforderungen eines Forschungscenters an die IT abzudecken und im Gegenzug hohe Stabilität und Verfügbarkeit sicher zu stellen.

Das Design und die Planung des Projekts nahm das IMP selbst vor. Finanziell und technisch wurde das Projekt mit Hilfe von Cisco und Kapsch realisiert. Die moderne technische Infrastruktur teilt sich das IMP mit dem IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie), das auch am Vienna Biocenter beheimatet ist.

High-Performance Hardware
Ein neuer High-Performance-Computing-Cluster ist das Herzstück der neuen IT-Infrastruktur. Mit schnellerem Speicher sowie leistungsfähigeren Prozessoren bildet er die Basis für Spitzenleistungen bei der Datenverarbeitung. Insgesamt haben jetzt die Forscher 724 CPU-Kerne mit über zwei Terabyte Arbeitsspeicher zusätzlich zur Verfügung, die auch die Abwicklung aufwendigerer Aufgaben – wie moderne Gensequenzierung und Bildverarbeitung durch Hochleistungsmikroskope – in kurzer Zeit garantieren.

Ein weiteres Highlight ist das neue 200 m2 große Data Center. Es beinhaltet mehr als 100 physische und 700 virtuelle Server. Auch die Netzwerkinfrastruktur wurde auf neue Beine gestellt und arbeitet mit der ASAP-Architektur (Analyze, Simplify, Automate and Protect) von Cisco.

Flexibilität durch intelligente Controller
Eine wichtige Anforderung bei der Umsetzung des Projektes waren die hohen Erwartungen betreffend Stabilität und Verfügbarkeit des Netzwerks. Dies wird durch die Verwendung einer softwarebasierten Netzwerkverwaltung (Cisco ACI) gewährleistet. Ronny Zimmermann, Leiter der IT-Abteilung am IMBA und IMP: "Unser Netzwerk hat den Vorteil, dass es programmierbar ist. Wir müssen nicht jeden Switch bei Änderungen neu konfigurieren, sondern diese Switches werden von einem intelligenten Controller per Software programmiert."

Letztendlich verlief auch der Projektabschluss, die Systemmigration, reibungslos. Die Aufnahme des Betriebs des neuen Systems sowie die Umsiedlung von Teilen der alten Infrastruktur ins IMPGebäude benötigten weniger als einen Tag sogenannte "Downtime". Für ein Projekt dieser Größenordnung soll dies ein hervorragender Wert sein. Auch der bisherige Betrieb sei erfreulicherweise problemlos verlaufen.


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