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15.09.2011 Michaela Holy/pte

KMU schätzen IT-Verfügbarkeit falsch ein

Mittelständische Unternehmen schätzen die Verfügbarkeit ihrer IT falsch ein. 71 Prozent meinen, ihre Systeme sind hochverfügbar, aber nur knapp ein Drittel setzt dafür auch geeignete Technologien ein, wie eine Umfrage des US-IT-Unternehmens Stratus zeigt.

Mittelständischen Unternehmen fehlt oft die Kompetenz, die gesamte IT auch entsprechend auf einem aktuellen Stand zu halten. Oft sind Soft- und Hardware nicht mehr ganz neu, sagt Wolfgang Schlegel, IT-Experte von Modcomp, im Gespräch mit Pressetext.

Nur zwei der in der Umfrage - insgesamt 89 IT-Verantwortliche wurden befragt - genannten Technologien können Hochverfügbarkeit bereitstellen: fehlertolerante Server, die von elf Prozent der befragten Unternehmen eingesetzt werden, und Cluster-Systeme (24 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen ist zwar der Auffassung, ihre Systeme seien zumindest teilweise hochverfügbar, setzen dafür aber ungeeignete Technologien ein. 17 Prozent sind sich immerhin darüber im Klaren, dass ihre IT nicht hochverfügbar ist.

Zu den Technologien, die für die Realisierung von Hochverfügbarkeit nicht geeignet sind, gehört insbesondere die von 22 Prozent der befragten Unternehmen genannte Virtualisierungssoftware. Diese ist laut Stratus dafür auch gar nicht konzipiert, denn Hardware-Ausfälle können durch die Virtualisierung von Servern grundsätzlich nicht abgefangen werden - im Gegenteil: Je mehr logische Server auf einer physischen Maschine konsolidiert werden, desto gravierender sind die Folgen eines einzelnen Hardware-Fehlers. Schlegel hat dazu eine differenziertere Sichtweise: "Eine Virtualisierung in Verbindung mit einem Cloud-System halte ich sehr wohl für eine gute Lösung. Natürlich kommt es dabei auch auf die Größe des Unternehmens an", so der Fachmann.

Auch die weiteren von den Befragten genannten Techniken und Verfahren zur Herstellung von Hochverfügbarkeit zeigen, dass sich viele Unternehmen über die Verfügbarkeit ihrer IT falsche Vorstellungen machen: So wird beispielsweise die Datensicherung auf Band, das Betreiben einer unterbrechungsfreien Stromversorgung oder der Einsatz von Blade-Servern genannt. Diese Technologien, so sinnvoll sie im Einzelnen sein mögen, haben jedoch nichts mit Hochverfügbarkeit zu tun.

Echte Hochverfügbarkeit ist erst ab einem Verfügbarkeitsniveau von mindestens 99,99 Prozent gegeben. Dabei erreichen Cluster in der Praxis zwar ein Verfügbarkeitsniveau von 99,99 Prozent, aber keine kontinuierliche Verfügbarkeit. Fehlertolerante Server, die komplett redundant aufgebaut sind, so dass beim Ausfall einer Komponente die jeweilige Partner-Komponente den Betrieb automatisch weiterführen kann, können eine Verfügbarkeit von mehr als 99,999 Prozent gewährleisten.

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