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17.08.2010 pte

ARM-Chips: Attacke auf den Server-Markt

Das Startup Smooth-Stone will mithilfe von ARM-Prozessoren den Server-Markt revolutionieren. Die Chips sollen Rechenzentren grüner machen. Dafür wurden 48 Mio. Dollar von Investoren aufgestellt.

Damit will Smooth-Stone die Entwicklung und Markteinführung der stromsparenden Serverlösungen vorantreiben, wie das Unternehmen bekannt gegeben hat. "Noch würde ich ARM-basierte Chips nicht als echte Bedrohung für AMDs und Intels klassische Enterprise-Server-Prozessoren sehen. Doch es gibt einige Bereiche, wo ein Durchbruch möglich scheint, insbesondere im Bereich Cloud- und Web-Computing", meint Giorgio Nebuloni, Senior Research Analyst für x86-Server bei IDC, gegenüber dem Online-Dienst pressetext.

ARM-Chips kommen beispielsweise in Handys und Embedded-System zum Einsatz, wo ein geringer Stromverbrauch besonders wichtig ist. Die Prozessoren bieten gegenüber anderen Chip-Architekturen einen Energieeffizienz-Vorteil, den sich Smooth-Stone für den Server-Bereich zunutze machen will. "Unser Ziel ist es, den Stromverbrauch als Problem für Rechenzentren gänzlich zu eliminieren", sagt Unternehmens-CEO Barry Evans. Punkten sollen die Lösungen auch durch einen geringen Kühl- und Platzbedarf.

Zumindest im Enterprise-Segment wird es aber wohl Jahre dauern, ehe solche Lösungen wirklich an Bedeutung am Server-Markt gewinnen. "ARM-Chips benötigen eine völlig andere Programmierung als x86-CPUs", erklärt Nebuloni. Zudem sind Großunternehmen technologisch eher konservativ. Anders sei das im Bereich Cloud Computing, "wo es keine Standardsoftware gibt, die Hardware-Innovation viel schneller geht und Energie das wichtigste Thema für Rechenzentren ist". Dort könnten ARM-basierte Systeme relativ schnell zum ernstzunehmenden Konkurrenten werden.

Smooth-Stone ist jedenfalls ein weiteres Unternehmen, das den Server-Markt in Sachen Energieeffizienz revolutionieren will. Dabei droht neue x86-Konkurrenz in Form von Intels Atom als Server-CPU. Zudem könnten andere Unternehmen ihrerseits auf ARM-basierende Lösungen arbeiten. "Interessant ist, dass Microsoft sich jüngst Lizenzrechte an der ARM-Architektur gesichert hat - von Smartphones bis hin zu etwaigen Server-Chips", betont Nebuloni.

Unter den Investment-Partnern von Smooth-Stone finden sich indes große Technologie Namen. Mit ARM ist der Rechtehalter an der Chiparchitektur ebenso beteiligt wie Texas Instruments, einer der größeren ARM-Prozessorhersteller. (pte)

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