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04.03.2009 Oliver Weiss

Drastischer Rückgang bei Server-Umsätzen

Der Umsatz mit Servern fiel im vierten Quartal 2008 um 15,1 Prozent auf rund 13,1 Mrd. Dollar. Zulegen konnte nur der Bereich Blade-Server.

Im vierten Quartal 2008 wurden laut Gartner weltweit um 11,7 Prozent weniger Server ausgeliefert, als im Vergleichsquartal 2007. Der Umsatz fiel um 15,1 Prozent auf rund 13,1 Mrd. Dollar. "Die Wirtschaftskrise hat sich massiv auf das Server-Geschäft ausgewirkt", kommentiert Gartner-Analystin Heeral Kota. "Viele Unternehmen aus allen Branchen haben ihre IT-Budgets eingefroren." Quer durch alle Server-Segmente würden die Anwender Kosten und Investitionen reduzieren - zahlreiche Projekte seien verschoben worden, so dieAnalystin.

Der Bereich Blade-Server war einiger der wenigen Bereiche, die trotzdem zulegen konnten. Einnahmen aus dem Segment Unix-Server dagegen fielen mit einem Minus von 13,7 Prozent das vierte Quartal in Folge. Auch der Bereich x86-Server hatte mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen: Minus 11,4 Prozent nach Stückzahlen und minus 18,1 Prozent beim Umsatz. Laut Gartner haben sich in Zeiten der Krise die relativ kurzen Einkaufszyklen dieses Segments besonders negativ ausgewirkt.

Geografisch mussten alle Regionen weltweit, bis auf Japan, einen Rückgang hinnehmen. Während die Einnahmen in Japan im Jahresvergleich um 4,7 Prozent zulegten, gab es in der Region Europa, mittlerer Osten und Afrika (EMEA) mit 20,6 Prozent weniger Umsatz das stärkste Minus. Auch die Entwicklungsländer aus Lateinamerika und dem Asiatisch-Pazifischem Raum verzeichneten einen Rückgang um 12,5 bzw. 14,8 Prozent. In Nordamerika fielen die Einnahmen um 14,6 Prozent. Zusätzlich zu der schwachen Nachfrage hatte vor allem die Eurozone mir straken Schwankungen der Wechselkurse zu kämpfen.

Von den Top-5-Anbieter nach Umsatz konnte sich kein einziger dem Negativ-Trend entziehen. IBM ist mit 4,4 Mrd. Dollar Umsatz (minus 17,4 Prozent) und 33,4 Prozent Marktanteil nach wie vor die Nummer eins. Dahinter folgen HP (3,9 Mrd. Umsatz - minus 10 Prozent - 30 Prozent Marktanteil), Dell (1,4 Mrd. Umsatz - minus 11,2 Prozent - 10,7 Prozent Marktanteil), Sun (1,3 Mrd. Umsatz - minus 14,9 Prozent - 9,6 Prozent Marktanteil) und Fujitsu/Fujitsu Siemens (0,6 Mrd. Umsatz - minus 9 Prozent - 4,3 Prozent Marktanteil).

Betrachtet man die Zahl der ausgelieferten Server, so liegt HP mit 690,666 ausgelieferten Servern (minus 1,6 Prozent) an der Spitze. Dell ist mit 464,072 Stück (minus 7,1 Prozent) Nummer zwei, gefolgt von IBM (289,635 Stück - minus 22,3 Prozent), Sun (81,229 Stück - minus 3,9 Prozent) und Fujitsu/Fujitsu Siemens (65,088 Stück - minus 14,2 Prozent). Von den Top-10-Anbieter nach ausgelieferter Stückzahl waren NEC, Lenovo und Dawning die einzigen Hersteller, die mehr Server, als im Vergleichsquartal 2007 ausliefern konnten.

Für das Gesamtjahr 2008 ergibt sich folgendes Bild: Nach einem starken ersten Halbjahr, bekam der Server-Markt in der zweiten Jahreshälfte die Wirtschaftskrise voll zu spüren. Sowohl bei den ausgelieferten Stückzahlen, als auch nach Umsatz gab es einen starken Einbruch. Verglichen mit 2007 stieg die Zahl der ausgelieferten Server leicht um 2,6 Prozent, während die Umsätze um 4,1 Prozent fielen.

Eine positive Außnahme waren Blade-Server: 30 Prozent mehr ausgelieferte Server brachten im Jahresvergleich ein Umsatzplus von 30,6 Prozent. Dominanter Marktführer in diesem Bereich war 2008 HP - der Konzern lieferte 47,3 Prozent aller Blade-Server aus. Nummer zwei ist IBM mit 26,2 Prozent Marktanteil.

Der Ausblick der Gartner-Analysten für 2009 fällt entsprechend diesen Zahlen verhalten aus: "Das vierte Quartal 2008 hat gezeigt, wie es weitergehen wird", sagt Kota. "Im Zuge der anhaltenden Wirtschaftskrise sind Unternehmen extrem vorsichtig mit Investitionen. Das bekommen natürlich die Server-Hersteller zu spüren." Die Analystin erwartet daher eine weitere Konsolidierung des Marktes.

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