Die Würfel sind gefallen: FTS enthüllt Dynamic Cube Detail - Computerwelt

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20.05.2009 Oliver Weiss

Die Würfel sind gefallen: FTS enthüllt Dynamic Cube

Der Dynamic Cube von Fujitsu Technology Solutions bietet eine vollständige Server-Infrastruktur.

»Die wichtigsten Anliegen der Anwender sind im Moment Kostensenkung und Rechtfertigung der IT-Kosten«, wie Jens-Peter Seick, Senior Vice-President des x86-Server-Bereiches bei Fujitsu Technology Solutions (FTS), erklärt. Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität, was man auch an der explodierenden Anzahl von virtuellen Maschinen (VM) erkennen kann: Laut IDC werden in diesem Jahr erstmals mehr VM als physische Server im Einsatz sein. Je mehr in den Unternehmen virtualisiert wird, desto beliebter werden auch die platzsparenden Blade-Server. IDC rechnet in diesem Bereich für 2009 mit einem Wachstum von 600 Prozent.

Die Antwort von FTS kommt in Form eines Würfels und trägt den Namen Primergy BX900. Das Blade-System, von FTS ganz im Sinne der Dynamic-Infrastructure-Strategie auch »Dynamic Cube« genannt, bietet eine vollständige Server-Infrastruktur (Storage-, Server- und Netzwerk-Hardware) innerhalb eines einzigen Blade-Chassis. Bis zu 18 Server-Blades und/oder sechs Storage-Module (zu je 1,2 TB) lassen sich in dem 10U hohen Server-Chassis unterbringen. Eine neu entwickelte, passive Midplane und bis zu acht konfigurierbare Ethernet-, Fibrechannel- und Infiniband-Switches sorgen für die Anbindung an die LAN-, SAN- oder Infiniband-Umgebungen. Dank der dadurch großen Anzahl an physikalischen I/O-Pfaden sollen bislang bekannte Engpässe bei der Server- und I/O-Virtualisierung der Vergangenheit angehören. Der Arbeitsspeicher beträgt im Vollausbau 2592 GB.

Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung hat FTS laut Seick auf folgende vier Bereich gelegt: Power & Cooling, Virtualisierung, Hochverfügbarkeit sowie Skalierbarkeit. Allen gemeinsam ist eine dynamische Zuweisung von Ressourcen je nach Bedarf. Dank der standardisierten Server-Architektur, basierend auf den aktuellen Intel Xeon 5500 Prozessoren, werden alle gängigen Hypervisoren unterstützt – allen voran die Virtualisierungsplattform von Vmware. »Die Lösungen dieser beiden Firmen haben uns aus technischer Sicht am besten gefallen«, sagt Seick. »Ein Grund dafür ist, dass Intel mit dem Xeon 5500 einen Prozessor vorgestellt hat, der den Flaschenhals Frontside-Bus der älteren Modelle endlich nicht mehr aufweist.« Zudem habe Intel mit VT-x (Prozessor), VT-d (I/O) und VT-c (I/O-Beschleunigung) überzeugende hardwaregestützte Virtualisierungslösungen entwickelt.

KEIN FLASCHENHALS MEHR VT-c in Verbindung mit Virtual-Machine-Device-Queuing (VMDq) entlastet bei I/O-Operationen die Server-CPU, indem ein Teil Arbeit auf den LAN-Controller verlagert wird. Derzeit unterstützen Vmware und Microsofts Hyper-V diese Technik. Der größte Vorteil von VMDq ist laut FTS die fast doppelte so gute Ausnutzung der Bandbreite bei 10-Gigabit-Ethernet. Der Durchsatz beträgt mit Standard-Frames 9,2 GBit/s. Ohne VMDq werden 4,0 GBit/s erzielt.

Eine Besonderheit des BX900 ist die Kopplung von Stromversorgung und Lüftern. Im Gegensatz zu Blade-Systemen anderer Hersteller sind beide Komponenten in einem Block zusammengefasst. »Das erlaubt eine höhere Packungsdichte und eine bessere Luftkühlung im Chassis«, erklärt Seick. In Kombination mit moderner Netzteiltechnik und einem automatisierten Power-Consumption-Management soll sich der Energieverbrauch signifikant reduzieren lassen. FTS spricht in diesem Zusammenhang von einem jährlichen Einsparpotenzial von 1.500 Euro. Diese Berechnung basiert auf einem Vergleich des Energieverbrauchs von zehn Primergy RX200 Rack-Servern gegenüber zehn Primergy Blade-Servern in einem BX900-System.

DYNAMISCHE VERTEILUNG Auch potenzielle Ausfallzeiten können dank der Systemredundanz und neuer Infrastruktur-Services mit dem Dynamic Cube auf ein Minimum reduziert werden. Neben der Möglichkeit, alle aktiven Hardwarekomponenten im laufenden Betrieb auszutauschen, sorgt eine Software-basierte Ausfallsicherung bei Bedarf für eine dynamische Verteilung von virtuellen Maschinen auf andere verfügbare Blades. Meldet ein Blade Probleme, wird er automatisch aus dem Virtualisierungsverbund herausgenommen. Das erhöht die Verfügbarkeit von Anwendungen und macht dem IT-Administrator das Leben leichter.

Die dafür zuständige Management-Software heißt ServerView Resource Coordinator und erlaubt es, sowohl physikalische, als auch virtuelle Server über eine einheitliche Management-Konsole zu bedienen. FTS versucht damit die zunehmende Komplexität in virtualisierten Umgebungen zu adressieren.

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