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23.07.2009 Rudolf Felser

Neue Server von Sun

Sun Microsystems hat neue Server mit AMD Opteron CPUs und schnellere SPARC Enterprise Server vorgestellt.

Sun kündigt insgesamt sieben seiner Multiplattform-Server mit den neuen AMD-Opteron-Sechskernprozessoren (Codename "Istanbul") an. Die Blade- sowie Rack-Systeme eignen sich dem Hersteller zufolge besonders für die energieeffiziente Virtualisierung und Konsolidierung von Windows-, Linux- oder Solaris-Applikationen sowie High Performance Computing. Mit dem neuen Prozessor verfügbar sind ab sofort die Blade Server Module X6440 (4 Sockel) und X6240 (2 Sockel) sowie die Rack-Server Sun Fire X4140 und X4240 (2 Sockel), X4440 (4 Sockel) und der Storage-Server X4540 (2 Sockel, bis zu 48TB Plattenkapazität). In Vorbereitung befindet sich der Sun Fire X4640-Server mit 8 Sockeln, 48 Kernen und 512 GB Hauptspeicher in vier Höheneinheiten. Die Multiplattform-Server sind für Solaris 10, OpenSolaris, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, Windows 2003, Windows 2008 und VMware ESX zertifiziert.

Zusammen mit Fujitsu wurden außerdem schnellere SPARC Enterprise Server auf Basis der Chip Multi-Threading Technologie angekündigt. Zusammen mit dem Solaris-Betriebssystem bieten die neuen Server mit den für die Parallelverarbeitung ausgelegten Chips Sun zufolge erhöhte Leistung, mehr Möglichkeiten zur Virtualisierung, vereinfachte Verwaltung und größere Wirtschaftlichkeit. Die Server laufen nun mit höher getakteten 1,6 GHz UltraSPARC T2- sowie T2 Plus-Prozessoren.

Die Virtualisierung auf der SPARC-Plattform weist mit LDoms Software 1.2 in mehreren Bereichen entscheidende Verbesserungen auf. Das CPU Power Management erlaubt es, Prozessorkerne automatisch abzuschalten, die gerade nicht in Gebrauch sind. "Domain Mobility" ermöglicht die Migration von Domains, etwa bei Wartungsarbeiten. "Jumbo Frames" sprengen die Ethernet-übliche Grenze von 1500 Bytes und realisieren einen wesentlich höheren Datendurchsatz im Netz. Die Einrichtung von Logical Domains wird nun mit den "Built-in Configuration Tools" wesentlich erleichtert. Auch die Wiederherstellung von Logical Domains ist im Störfall durch ein automatisches Back-up gesichert. Ein "Physical-to-Virtual Migration Tool" hilft den Kunden bei der Umstellung ihrer Infrastruktur von klassischer SPARC Technologie auf die neuen Chip Multi-Threading Systeme.

Die mit 1,6 GHz getakteten Prozessoren sollen zusammen mit Solaris neue Rekordwerte erreichen. So bringt es der SPARC Enterprise T5440-Server (mit 4 Prozessoren, 32 Kernen und 256 gleichzeitigen Threads) beim "SAP SD Standard Applikationsbenchmark" auf einen Zugriff von 4.720 SAP Benchmark Standard-Anwendern. Das sind den Angaben nach rund tausend Anwender mehr, als beim zweitbesten UNIX-RISC-Wettbewerber erzielt wurden.

Der SAP SD Benchmark simuliert kritische Aufgaben unter realistischen Bedingungen. Getestet wurde mit dem SAP Enhancement Package 4 für SAP ERP 6.0 (Unicode) auf Basis einer Oracle-Datenbank. Ein weiterer Benchmark, der "SPECjAppServer2004", misst die Leistung von webfähigen Applikationen auf Basis von Java-Applikationservern, die beispielsweise Informationen aus Datenbanken verarbeiten. Hier übertraf der SPARC Enterprise T5440 Server seine Vorgänger mit 1,4 GHz um 21 Prozent sowie ein XEON-basiertes Wettbewerbssystem um 74 Prozent. Auf dem Server liefen neben Solaris 10 (unter Einsatz der Solaris 10 Container Technologie), der Oracle WebLogic Server sowie die Oracle 11g Datenbank. Bei Interesse: Detailinformationen zu den Benchmarks sind unter www.sun.com/benchmarks verfügbar. (pi/rnf)

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