Mobil-Experte erwartet Engpass bei Smartphone-Produktion Mobil-Experte erwartet Engpass bei Smartphone-Produktion - Computerwelt

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26.08.2014 Rudolf Felser/pi

Mobil-Experte erwartet Engpass bei Smartphone-Produktion

Die Fertigungskapazitäten der Smartphone-Fabriken sollen im Herbst an ihre Grenzen stoßen. Eine mögliche Reaktion darauf: Nachgefragte Geräte wie das iPhone 7 könnten bald überwiegend von Robotern zusammengebaut werden.

Lieferengpässe bei Smartphones?

Lieferengpässe bei Smartphones?

© Rudolf Felser

Die Rhino Inter Group ist eine Großhandelsgruppe für elektronische Geräte und insbesondere mobile Geräte wie Smartphones und Tablets. Ihr CEO Raimund Hahn, zudem hairman des Global Mobile Forum im Diplomatic Council, ist überzeugt: Angesichts der "anrollenden Welle" neuer iPhone- und iPad-Modelle sowie der Neuvorstellung der iWatch mit Stückzahlen von insgesamt weit jenseits von 100 Millionen Einheiten werden die Fertigungskapazitäten in den asiatischen Zuliefererbetrieben an ihre Grenzen geraten. Zudem wäre eine Knappheit bei Schlüsselkomponenten vor allem für hochwertige Smartphones absehbar. Raimund Hahn bezieht sich dabei eigenen Angaben zufolge auf aktuelle Informationen aus der Zulieferindustrie.

"Die 100.000 Neueinstellungen bei Foxconn sind nur die Spitze des Eisberges beim Kampf um Produktions- und Komponentenkapazitäten. Einige große Android-Hersteller sind bereits in Bedrängnis geraten, weil sie ihre für Herbst geplanten Produktzyklen nicht einhalten können", sagt Hahn. Nach Einschätzung des Mobile-Experten wird die Lage verschärft, weil Apple selbst derzeit mit massiven Fertigungsschwierigkeiten kämpfe. Die flache Bauweise des Akkus mache ebenso Probleme wie die Berührungsempfindlichkeit des größeren In-Cell-Display vor allem am Randbereich. Engpässe bei der Verfügbarkeit von Saphirglasrohlingen könnten zudem noch direkte Auswirkungen auf die Produktpalette zeitigen: Eventuell kämen nur die Highend-Modelle mit Saphirglas zur Auslieferung. Ebenfalls noch nicht sichergestellt sei die Lieferfähigkeit des neuen 13-Megapixel-Kamerasensors in ausreichender Stückzahl; gegebenenfalls müsste das iPhone 6 deshalb wie seine Vorgänger noch mit einer 8 Megapixel-Kamera auskommen.

Zum Fertigungsengpass prognostiziert Raimund Hahn: "Das iPhone 6 wird die letzte Generation sein, die noch überwiegend von Hand gefertigt wird. Das iPhone 7 wird bereits weitgehend von Fertigungsrobotern zusammengebaut werden." (pi)

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