Smartphones bald über Ohren entsperrbar Smartphones bald über Ohren entsperrbar - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


29.04.2015 pte

Smartphones bald über Ohren entsperrbar

Yahoo-Entwickler haben ein Konzept vorgestellt, wie sich Smartphones in Zukunft ganz einfach und sicher entsperren lassen. Nutzer müssen ihr Handy nämlich nur noch ans Ohr halten, um sich eindeutig als autorisierte Besitzer des Geräts zu identifizieren. Der Ansatz namens "Bodyprint" funktioniert den Touchscreen zum Scanner um, der als biometrischer Sensor dient. Erste Praxistests brachten eine Genauigkeit von über 99 Prozent.

Yahoo entsperrt mit den Ohren

Yahoo entsperrt mit den Ohren

© Yahoo

"Aktuelle Mobiltelefone nutzen Fingerabdruck-Scanner, um User biometrisch zu identifizieren und Passwörter zu ersetzen. Das soll die Authentifizierung angenehmer gestalten. Nichtsdestotrotz bleiben kapazitive Fingerabdruck-Scanner aufgrund ihrer hohen Anschaffungskosten bislang lediglich auf die absoluten Spitzenproduktlinien unter den Smartphones beschränkt", stellen die Yahoo-Entwickler Christian Holz, Senaka Buthpitiya und Marius Knaust auf ihrer Projekt-Website fest. Dies sei bedingt durch die hohe erforderliche Auflösung und Qualität des Sensors, erklären die Experten den Hintergrund.

Mit dem neuen technologischen Ansatz gehöre dieses Dilemma endgültig der Vergangenheit an. "Bodyprint bringt biometrische Authentifizierungsverfahren auf alle herkömmlichen mobilen Endgeräte, indem der Touchscreen als Bildsensor genutzt wird", erläutern die Forscher das Grundprinzip. Der umfunktionierte Sensor habe zwar nur eine geringe Auflösung, aber dafür eine relativ große Fläche, über die sich User verlässlich mit ihren Ohren, Fäusten oder durch ihren spezifischen Handabdruck identifizieren können.



Um zu beweisen, dass der innovative Ansatz in der Praxis tatsächlich sehr gut funktioniert, haben die Yahoo-Ingenieure einen Test mit zwölf Versuchsteilnehmern durchgeführt. Das Bodyprint-System konnte dabei eine Genauigkeit von 99,98 Prozent beim Erkennen von Körperteilen erzielen. Bei der Identifizierung der Nutzer lag die entsprechende Erfolgsquote bei 99,52 Prozent.

Im Rahmen des Tests des Prototyps kam es allerdings auch noch zu einigen Problemen bei der Anmeldung. Den Angaben des Bodyprint-Teams zufolge kam es bei rund 27 Prozent der getätigten Log-in-Versuche zu ungültigen und abgelehnten Authentifizierungsvorgängen. Von den getesteten unterschiedlichen Körperteilen schnitten dabei die Ohren mit nur 7,8 Prozent an Fehlversuchen am besten ab. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • HATAHET productivity solutions GmbH

    HATAHET productivity solutions GmbH Individual-Softwareentwicklung, Migrations-Management, Programmierung, System- und Netzwerk-Tuning, Systemintegration und Systemmanagement, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines,... mehr
  • selectyco Media Solutions GmbH

    selectyco Media Solutions GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen mehr
  • ectacom GmbH

    ectacom GmbH Aus- und Weiterbildung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, Übernahme von Softwareprojekten, Datenschutz, Antiviren- und Virenscanner Software, Backup und Recovery Systeme, Firewalls,... mehr
  • KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H:

    KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H: Betriebsdaten- und Zeiterfassung, Kaufmännische Software (ERP), Management Informationssysteme (MIS), Bauwesen, Einzelhandel, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Freie Berufe,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: