iPhone 6S verkauft sich angeblich "enttäuschend" iPhone 6S verkauft sich angeblich "enttäuschend" - Computerwelt

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13.10.2015 Peter Müller*

iPhone 6S verkauft sich angeblich "enttäuschend"

13 Millionen Stück am ersten Wochenende - neuer Rekord. Laut Analysten soll sich das iPhone 6S aber insgesamt nicht so gut verkaufen.

Apple iPhone 6s

Apple iPhone 6s

© Apple

Trotz eines guten Starts am ersten Wochenende mit 13 Millionen Geräten würde der Verkauf des iPhone 6S und und 6S Plus "enttäuschend" ausfallen, wollen die Analysten von Pacific Crest errechnet haben . Im ersten Quartal 2015/2016 werde Apple lediglich 67 Millionen statt der erwarteten 76 Millionen Geräte verkaufen – und mit einem neuen iPhone erstmals weniger Geräte als vom Vorgängermodell. Der neue Verkaufsrekord am ersten Wochenende war mit den Vorjahren nur bedingt vergleichbar, da erstmals auch in China schon an den ersten Tagen das neue iPhone in den Handel gegangen war. Nach dem starken Start habe laut den Marktbeobachtern aber die Nachfrage nachgelassen, was man aus reduzierten Bestellungen von Komponenten bei Zulieferern erkennen könne. Auch stichprobenartige Messungen in den Shops bei Mobilfunkprovidern, von denen weniger als zehn Prozent ausverkauft gewesen seien, passen in das von Pacific Crest gezeichnete Bild. Alle Carrier würden eine gegenüber dem iPhone 6 reduzierte Nachfrage erkennen.

Apple könnte jedoch Mitte Januar weit höhere Zahlen für sein erstes Quartal 2015/16 ausweisen, das neue Geschäftsjahr hat bereits Ende September begonnen, an jedem Rekordwochenende ab dem 25. September. Da im Jahr 2014 die neuen iPhones eine Woche früher in den Handel gekommen waren und seinerzeit das erste Verkaufswochenende komplett im alten Jahr verbucht wurde, ist womöglich sogar eine Steigerung der Verkaufszahlen gegenüber Vorjahr drin, selbst wenn die Einschätzung von Pacific Crest für das vierte Kalenderquartal 2015 korrekt sein sollte. Im Januar 2015 hatte Apple für das erste Quartal 2014/15 69 Millionen iPhone-Verkäufe bilanziert.

CNBC sieht in Börsendaten einen Indikator für Apples Geschicke, AAPL erlebe das Jahr 2015 als das schlechteste seit Ausbruch der Finanzkrise 2008. Damals rauschte der Kurs der Apple-Aktie um 50 Prozent in den Keller, seither war der Anstieg von Jahr zu Jahr immer über fünf Prozent oder sogar bedeutend höher . Heuer ist der Kurs nur um 1,5 Prozent gestiegen. Anleger machen sich angeblich Sorgen um die Verkaufszahlen der Apple Watch - die Apple hartnäckig verschweigt - und das geheime Project Titan, in dem Apple angeblich ein eigenes selbstfahrendes Elektromobil entwickelt . Bilanzierte Apple mit seiner Cash-Cow iPhone schlechtere Zahlen als erwartet, wäre das eine schlechte Nachricht für die Börse.

* Peter Müller ist Redakteur der Macwelt.

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