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01.03.2016 Rudolf Felser/pi

iPhone: Wasserschaden häufigste Ursache für Datenrettung

Der Anteil der Datenrettungsaufträge für Apple-Geräte hat sich bei Kroll Ontrack in der DACH-Region in den letzten fünf Jahren vervierfacht – von 5 auf ca. 20 Prozent. Die häufigste Fehlerursache bei iPhones ist ein Wasserschaden, oft zurückzuführen auf Unachtsamkeit auf der Toilette. Dank einer Partnerschaft mit Apple bleibt bei einer Datenrettung durch Kroll Ontrack die Geräte-Garantie erhalten.

Immer mehr Apple-Geräte landen bei den Datenrettern.

Immer mehr Apple-Geräte landen bei den Datenrettern.

© Kroll Ontrack

Wie sich die Beliebtheit von Hardware aus dem Hause Apple in den letzten Jahren entwickelt hat, können die Experten von Kroll Ontrack auch an ihren Aufträgen ablesen: So wurden allein in der DACH-Region im letzten Jahr viermal so viele Apple-Geräte für eine Datenrettung eingeschickt als vor fünf Jahren. "Seit wir 1987 die erste Datenrettung der Welt durchgeführt haben, haben wir unzählige Verfahren entwickelt, um von immer neuen Speichermedien Daten wiederherstellen zu können. Kroll Ontrack bearbeitet jedes Jahr weltweit mehr als 50.000 Datenrettungsaufträge und der Anteil von Apple-Geräten wächst stetig. Zu Beginn waren es meist Mobilgeräte von Privatnutzern, durch den immer häufigeren Einsatz von Apple-Geräten im Beruf – Stichwort BYOD – und neuen Produkten wie dem iPad Pro, geht es zunehmend auch um Geschäftsdaten", sagt Peter Böhret, Managing Director, Kroll Ontrack GmbH.

Im Jahr 2015 machten interne und externe Apple-Festplatten circa 65 Prozent der Aufträge mit Apple-Hardware aus. Speziell für Apple hergestellte SSDs schlugen mit circa 25 Prozent und iPhones und iPads mit circa 10 Prozent zu Buche. Bei den iPhones lag die Ursache meist in einem unfreiwilligen Wasserkontakt: 60 Prozent der Smartphones wiesen einen Wasserschaden auf, der sehr häufig auf der Toilette entstand. 25 Prozent hatten Displayschäden durch Stürze, die so schwerwiegend waren, dass nur noch Datenrettungsprofis auf den Inhalt der Geräte zugreifen können. Bei 15 Prozent der Geräte hatte das "Einfrieren" nach einem Update oder Upgrade den kompletten Ausfall des Mobiltelefons zur Folge. Egal welche Ursache, in circa 80 Prozent der Fälle konnten die Experten von Kroll Ontrack die gewünschten Daten eigenen Angaben zufolge wiederherstellen.

Bei einem Großteil der iPads, die in den Laboren von Kroll Ontrack landeten, war ein Sturz die Ursache für ausgefallene Displays und defekte Elektronik. Bei den Apple-Festplatten ist der Grund für einen Datenverlust – genau wie bei anderen Festplatten – zu rund 50 Prozent ein Ausfall durch einen Headcrash und zu 50 Prozent unabsichtliches Löschen. Die Headcrashs wurden meist durch unabsichtliches Fallenlassen verursacht. Bei den SSDs, die speziell für Apple gefertigt wurden und/oder in Apple-Hardware eingesetzt werden, war die größte Schwachstelle defekte Speicherbausteine. Darauf gespeicherte Daten können vom Controller nicht mehr richtig erkannt werden.

"Dank unserer Partnerschaft mit Apple bleibt die Garantie der Geräte, die in unserem Reinraum einer Datenrettung unterzogen werden, erhalten. Wir sind von Apple autorisiert, die Geräte für Datenrettungszwecke zu entsiegeln – Endkunden wie auch Vertriebspartner können unsere Services also bedenkenlos in Anspruch nehmen", so Böhret weiter.

Kroll Ontrack bietet Apple Service Partnern (ASPs) eine Webseite, über die sie Aufträge erteilen und deren Fortschritt verfolgen können. Das Kroll Ontrack ASP Portal alarmiert Apple, wenn ein Auftrag übermittelt wurde, sodass der Garantieanspruch der Kunden nicht unwirksam wird. Alle ASPs erhalten eine kostenlose Auswertung, die alle auf dem Gerät wiederherstellbaren Dateien auflistet. So wissen Kunden, welche Dateien gerettet werden können und in welchem Zustand sie sich befinden – bevor sie sich entscheiden, ob sie fortfahren möchten und für die Datenrettung bezahlen. (pi)

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