"Let us loop you in": iPhone SE mit vier Zoll, iPad Pro mit 9,7 "Let us loop you in": iPhone SE mit vier Zoll, iPad Pro mit 9,7 - Computerwelt

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22.03.2016 Peter Müller*

"Let us loop you in": iPhone SE mit vier Zoll, iPad Pro mit 9,7

Die Keynote "Let us loop you in" brachte wenig Neues, ein iPhone mit Vier-Zoll-Display und ein kleines iPad Pro hatten wir erwartet.

Die neue iPhone-Familie

Die neue iPhone-Familie

© Apple

Ungewöhnlich kurz war die Produktvorstellung in Apples Townhall in Cupertino: Nach gerade mal einer Stunde fasste Tim Cook bereits die Neuheiten zusammen, bedankte sich beim Publikum und bevor er zurück an die Arbeit in seinem Büro ging, kündigte er lediglich noch an, diese Präsentation sei mit hoher Wahrscheinlichkeit die letzte an diesem Ort mit Geschichte gewesen. Schon in etwa einem Jahr wird Apple sein neues Gebäude beziehen können, in dem auch ein Theater mit rund 1000 Sitzplätzen eingebaut ist.

Im Sommer zur WWDC wird Apple wieder das Moscone West in San Francisco nutzen, im Herbst dann vermutlich in das Yerba Buena Center eben dort einladen. Die Anlässe werden dann gewiss auch größer. Denn die Keynote heute war auch deshalb so kurz, weil Apple nicht viel Neues zu zeigen hatte. Eigentlich nur bewährte Technik in neuer Form und ein paar neue Armbänder für die Apple Watch. Hinzu kamen gewiss wichtige Softwareupdates und erst einmal nur für die US-Medizin bedeutende Verbesserungen an den Gesundheitsfunktionen des iPhone. Aber der Reihe nach.

VERANTWORTUNG FÜR DATEN UND UMWELT

40 Jahre in 40 Sekunden: Apple wird am Freitag nach Ostern 40 Jahre alt, weshalb zu Beginn der Keynote ein kurzes Video lief, in dem vor allem Produktnamen schnell abgespielt wurden. "Apple hat über die letzten Jahre immer wieder die Welt der Technologie verändert, eine Milliarde Apple-Geräte sind weltweit in Nutzung", freute sich Tim Cook und musste dann Ernst werden. Zur Sprache kam natürlich der Streit mit dem FBI. "Wir haben das iPhone für Sie gebaut", Apple sieht sich daher in der Verantwortung, die Sicherheit der Daten und die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. "Von dieser Verantwortung werden wir nicht abrücken," so Cook.

Das Statement Cooks ist kurz, aber klar, weiter auf den Stand der juristischen Dinge muss er nicht eingehen. Apple ist am heutigen Dienstag zu einer Anhörung über seinen Widerspruch geladen, der Gerichtstermin könnte Geschichte schreiben. Für Apple womöglich eine sehr unangenehme, trotz der überragenden öffentlichen Unterstützung, für die sich Cook bedankte.

Apple sieht sich aber nicht nur in Sachen Datenschutz verantwortlich, sondern auch für viel größere Dinge. Unmittelbar nach Cook betrat die Umweltbeauftragte des Unternehmens Lisa Jackson die Bühne und sprach über die Verantwortung, in der sich Apple in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sieht. Apple kommt seinen selbst gesteckten Zielen näher, 93 der Energie seiner Anlagen bezieht Apple nun aus erneuerbarer Energie, in den US, China und vor allem europäischen Ländern betreibt Apple all seine Bürogebäude und Stores mittlerweile CO 2-neutral. Den Strom dafür generiert Apple teilweise in eigenen Kraftwerken: Jackson zeigte Solaranlagen in China und Singpore, wo Apple etwa Panels auf Dächern errichtet.

Auch in Sachen Verpackung gibt sich Apple als Musterknabe: 99 Prozent des Kartons, in denen iPhone, iPad und Mac verpackt sind, stammen laut Lisa Jackson aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die meisten iPhones, die Apple von den Kunden im Rahmen des Recycling-Projekts zurückgenommen werden, würden sich nach einer Aufbereitung wieder weiter verwenden lassen. In Sachen Recycling möchte Apple aber neue Wege geben. Ein hausinternes Forschungsprojekt hat einen "Liam" genannten Roboter entwickelt, der die nicht mehr verwendungsfähigen iPhones nicht schreddert, sondern fachgerecht wieder auseinander nimmt, damit die darin enthaltenen Materialien wieder in den Rohstoffkreislauf geraten. Apple Stores nehmen die alten Produkte entgegen, sie lassen sich aber auch per Post kostenfrei an Apple senden, Versandetiketten dafür gibt es auf Apples Website.

Mit Health will Apple das Leben seiner Kunden verbessern und Medizinern bei ihren Forschungen unterstützen. COO Jeff Williams gab ein Update über die im Rahmen von Research Kit erreichten  Fortschritte. Parkinson, Asthma und Diabetes wollen Wissenschaftler mit den per iPhone erhobenen Daten auf die Schliche kommen. Die mit Research Kit betriebenen Studien sind aber vor allem in den USA relevant, hierzulande haben die medizinischen Fakultäten der Universitäten noch nicht viel von Research Kit erfahren, hat man den Eindruck. In einer Studie zur Epilepsie kommt sogar die Apple Watch mit ihren Sensoren zum Einsatz. Hier ist das Ziel ein Frühwarnsystem, das Anfälle präzise vorhersagen kann.



Eine weitere Erweiterung seines iOS stellte Apple mit CareKit vor. Entwickler sollen damit Apps bauen, mit denen Patienten  ihre Behandlung steuern und die Wirkungen der Maßnahmen protokollieren. Dabei speichert man Daten über Symptome, Medikamenteneinnahme und Wohlbefinden, der behandelnde Arzt soll unmittelbar die Gelegenheit bekommen, in den Prozess einzugreifen, um die Behandlung zu optimieren. Ein weiteres Beispiel, wie viele vertrauliche Daten auf dem iPhone liegen, bei denen man sich genau überlegen muss, mit wem man sie teilt und die man gewiss nicht kompromittiert sehen will.

APPLE WATCH

Wie viele Apple Watches Apple bisher verkauft hat, verrät Cook nicht, die Uhr sei aber die meist verkaufte Smartwatch der Welt - und die Kunden würden sie lieben. Sehr gerne wechselten diese auch die Armbänder und haben nun mit einigen neuen Modellen noch mehr Gelegenheit dazu. Neu ist unter anderem ein Band aus gewebtem Nylon und Sportarmbänder in Frühlingsfarben- gelb, blau und rot. Der Einstiegspreis sinkt auf 299 US-Dollar - nur diesen Preis nennt Cook zunächst. Das war's auch schon in Sachen Apple Watch, ein neues Modell wird es nicht vor Herbst geben. Die Apple Watch Sport kostet hierzulande nun 349 Euro in der 38-mm-Version, mit 42-mm-Gehäuse kostet sie 399 Euro - jeweils 50 Euro weniger als bisher. Die Edelstahluhren kosten nun 749 und 799 Euro. Die Armbänder aus gewebtem Nylon kosten keinen Aufpreis, ein zusätzliches ist für 59 Euro erhältlich. Sie sind in pink, blau, rosegold und schwarz erhältlich. Hinzu kommen Lederarmbänder in mehrere Farben und mit Magnetverschluss, die sich vor allem an der Apple Watch mit Edelstahlgehäuse gut machen dürften. Die Auswahlvarianten für die Apple Watch potenzieren sich so weiter.

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