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24.02.2017 Simon Lohmann *

iPhone ins Wasser gefallen: So retten Sie Ihr Smartphone

Der Albtraum eines jeden iPhone-Besitzers kann sehr unterschiedlich aussehen: Kratzer und Dellen, ein gesprungenes Display, ein defekter Homebutton. Besonders schnelle Reaktionen sind gefordert, wenn das iPhone ins Wasser fallen sollte. Mit einem Trick können Sie das Schlimmste verhindern.

Das iPhone und die meisten iPod-Modelle, die nach 2006 gebaut wurden, verfügen über einen eingebauten Flüssigkeitssensor (LCI), der anzeigt, ob das Gerät mit Wasser oder wasserhaltigen Flüssigkeiten in Verbindung gekommen ist.

Das iPhone und die meisten iPod-Modelle, die nach 2006 gebaut wurden, verfügen über einen eingebauten Flüssigkeitssensor (LCI), der anzeigt, ob das Gerät mit Wasser oder wasserhaltigen Flüssigkeiten in Verbindung gekommen ist.

© rzoze19 - shutterstock

Die Inhaber des iPhone 7 und 7 Plus sind bereits mit dem eigenen Gerät vor solchen Problemen geschützt: das neue iPhone ist relativ wasserabweisend, man muss sich recht Mühe geben, um dem neuen Gerät Wasserschaden zuzufügen. Es passiert immer aber wieder mal, dass das iPhone 6S oder 6 ins Klo oder das Waschbecken stürzt.

Hier sind schnelle Reflexe notwendig (wenn man nicht gerade eine wasserdichte Hülle für sein iPhone hat), denn ein durch Feuchtigkeit entstandener Schaden ist für Handy-Hersteller kein Grund für Garantieleistungen.

Falls auch Ihr iPhone einmal ins Wasser fällt, sollten Sie folgende Aspekte beachten:

  • 1. Sofern das iPhone noch angeschaltet ist, schalten Sie es sofort aus und trocknen Sie das Gerät anschließend von außen.
  • 2. Nehmen Sie auf keinen Fall den Akku heraus. Dies ist nicht nur sehr aufwendig, durch das selbstständige Öffnen des Geräts erlischt ebenfalls die Garantie seitens Apple.
  • 3. Legen Sie das Gerät zum Trocknen unter keinen Umständen in die Mikrowelle, den Ofen oder auf die Heizung. Benutzen sie auch keinen Föhn. Andernfalls könnten Bauteile zu stark erhitzt werden und es könnte sich Kondenswasser bilden, was das iPhone komplett unbrauchbar machen würde.
  • 4. Nehmen Sie einen luftdichten Frischhaltebeutel (alternativ auch mit einer Plastikschüssel, die sich mit einem Deckel schließen lässt) und füllen Sie diesen mit ungekochtem Reis. Da dieser an sich hydrophil ist, zieht er große Mengen an Feuchtigkeit an. Somit kann verhindert werden, dass sich das verdunstende Wasser im iPhone erneut auf iPhone-Bauteile absetzt, es haftet stattdessen am Reis an.
  • 5. Sorgen Sie dafür, dass das iPhone von ausreichend Reis umgeben ist. Nach 72 Stunden kann man versuchen, das iPhone wieder anzuschalten.


Bei dem iPhone 6S und 6S Plus besteht sogar eine noch größere Chance, dass das Gerät vor Wasserschäden bewahrt werden kann. In der aktuellen iPhone-Generation hat Apple dünne Silikonstreifen verbaut, die das Gerät vor eindringender Nässe schützen soll.

Wie gut diese Technik funktionieren kann, zeigt ein Experiment, bei dem ein iPhone 6S und 6S Plus über eine Stunde in einer vollen Wasserschüssel verbringen. Jedoch sollte man nicht ausschließlich auf die Silikonstreifen vertrauen. Denn das Wasser richtet unter Umständen Korrosionsschäden an, die erst nach einer Woche oder noch später auftreten können.

Apple deckt mit seiner Garantie keinen iPhone-Wasserschaden ab
Auf Apples Homepage wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Flüssigkeitsschäden am iPhone oder iPod nicht durch die Garantie abgedeckt sind. Auch Zusatzversicherungen wie der Apple Care Protection Plan (APP) helfen im Zweifel nicht weiter.

Das iPhone und die meisten iPod-Modelle, die nach 2006 gebaut wurden, verfügen über einen eingebauten Flüssigkeitssensor (LCI), der anzeigt, ob das Gerät mit Wasser oder wasserhaltigen Flüssigkeiten in Verbindung gekommen ist. Dieser Sensor (LCI) ist im Normalzustand weiß oder silbern, verfärbt sich jedoch rot, sobald er in Kontakt mit Wasser oder einer wasserhaltigen Flüssigkeit kommt.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob der LCI im iPhone mit einer Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist, entfernen Sie für die Modelle ab dem iPhone 5 die Abdeckung für das SIM-Kartenfach. Hier finden Sie den Sensor, der über den Gerätezustand informiert. Im iPhone 4 und 4S, beziehungsweise im 3G und 3GS, kann der Sensor über den Audio-Eingang oder den Ladeanschluss eingesehen werden.

Auch beim iPhone 7 ist Vorsicht geboten: Die neuen iPhone-Modelle sind zwar Wasser abweisend, was jedoch nicht bedeutet, dass sie auch wasserresistent sind. Sollten Sie mit dem iPhone 7 mal im Regen stehen - und zwar wortwortlich - wird das Smartphone wohl keinen Schaden davon tragen. Auch in den Werbespots von Apple sieht man, dass das iPhone 7 vor Spritzwasser geschützt ist.

Allerdings sollten Sie nicht zu experimentierfreudig sein und das iPhone für längere Zeit gänzlich unter Wasser tauchen. Unter Umständen können nämlich trotzdem Wasserschäden entstehen, welche durch die Apple Care nach wie vor nicht gedeckt sind.

Reis gegen Smartphone-Wasserschaden ist kein Allheilmittel
Nicht bei jedem Wasserschaden funktioniert indes der Trick mit dem Reis, es kommt immer darauf an, welche Komponenten betroffen sind. Selbst ein erfolgreicher Neustart nach drei Tagen Trocknungszeit gibt keine Sicherheit: Das Wasser könnte im Inneren des iPhone Korrosion ausgelöst haben den Folgen erst nach etlichen Tagen oder gar wenigen Wochen auftreten. Sieht man sein iPhone öfter den Gefahren des Wassers ausgesetzt, sollte man sich auf jedem Fall eine wasserdichte Hülle anschaffen , um gar nicht erst in Schwierigkeiten zu geraten.

* Simon Lohmann schreibt für PC-Welt.

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