"MiDOT": Neue App soll Opioidentzug erleichtern "MiDOT": Neue App soll Opioidentzug erleichtern  - Computerwelt

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02.07.2017 pte

"MiDOT": Neue App soll Opioidentzug erleichtern

Das US-Gesundheitsinstitut Emocha will die Behandlung von Süchtigen mit der App "MiDOT" revolutionieren.

"MiDOT": Neue App soll Entzug leichter machen.

"MiDOT": Neue App soll Entzug leichter machen.

© emocha.com

In Zusammenarbeit mit der University of Washington und dem Boston Medical Center wurde die Software entwickelt. Das Nationale Institut für Drogenmissbrauch  hat die Opioidentzugs-App durch seine Finanzierung möglich gemacht.

"Sucht hat sehr viel mit zu wenig positiver Beziehungserfahrung und einem kleinen sozialen Umfeld zu tun. Durch eine App besteht die Gefahr, dass diese Menschen gar nicht mehr aus dem Haus gehen und das ist kein Behandlungsansatz", erklärt der klinische Psychologe und Psychotherapeut Human-Friedrich Unterrainer.

Durch die App wird der Patient in Echtzeit via Video bei der Präparateinnahme beobachtet. "Dieses Projekt mit Emocha wird uns Medizinern und Forschern dabei helfen, eine Plattform zu prüfen, die unseren Arztkoffer um ein technisches Hilfsmittel erweitert", so Jeffrey Samet, der Abteilungsleiter für Innere Medizin am Boston Medical Center.

Rückfall unbedingt verhindern
Der Fokus von MiDOT liegt auf Einhaltung der Medikation und Verzicht gegenüber der Suchtsubstanz, damit der Patient nicht wieder in die Abhängigkeit verfällt. "Diese App ist als Teil eines größeren Behandlungsrahmesn mit persönlichem Kontakt in vielen Fällen ein sinnvolles System, vor allem bei Patienten, die mobil eingeschränkt sind", ergänzt Unterrainer.

Gerade bei dieser Art von Therapie ist die Einhaltung der Medikation enorm wichtig, um nicht rückfällig zu werden. Eine Studie der John Hopkins University belegt: Wenn 92 Prozent der Abhängigen ihre Medikamentenverordnung einhalten, spart das pro Patient in sechs Monaten 1.400 Dollar Betreuungskosten. "Die 100-prozentige Sicherheit, dass die Medikation eingehalten wird, hat man auch mit persönlicher Betreuung nicht. Denn auch hier gibt es immer wieder Fälle von Zusatzkonsum zum Surrogat", so Unterrainer abschließend.

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