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21.11.2017 Simon Gröflin*

Das Galaxy S9 wird ein Power-Phone

Da ist das Galaxy S8 gar noch nicht so lange auf dem Markt und die Produktion zum Galaxy S9 dürfte bereits im Dezember anlaufen.

as das Mate 10 Pro kann (viel Akku und optimierte Software) wird auch Samsung ohne Zweifel anstreben.

as das Mate 10 Pro kann (viel Akku und optimierte Software) wird auch Samsung ohne Zweifel anstreben.

© sgr/nmgz

Eines ist sicher: Das nächste Samsung-Smartphone muss ein grosser Hit werden, denn die neuen iPhones und Huaweis neuster Wurf (Mate 10 Pro) ziehen grosse Aufmerksamkeit auf sich. So muss auch, nach dem erstklassigen Galaxy Note 8 mit der Dual-Kamera, ein Nachfolger auf alle Fälle noch raffinierter werden und gleichzeitig die ganze Konkurrenz übertrumpfen. Doch womit wird sich das S9 abheben? Mit einer KI-Software? Einer noch besseren Kamera oder einer neuen Iris-Scan-Technologie?

Fast sicher, aber unbestätigt: Beim Design wird sich Samsung aller Voraussicht wieder sehr stark an der 2017er-Serie orientieren. Möglich ist dabei auch ein noch vollendeteres randloses Konzept, wobei die Displaygrössen wohl bei 5,8 und 6,2 Zoll wieder identisch ausfallen werden. Es gibt zudem ein interessantes Indiz, wonach Samsung noch ein drittes, kleineres Modell (unter 5 Zoll) plant, was wohl als klares Statement gegenüber Apple mit dem iPhone SE zu werten wäre.

Power-Prozessor
Technisch wird das S9 ziemlich sicher ein heisses Eisen. Erst vor wenigen Tagen sind bei Slashleaks erste Benchmarks aufgetaucht, die auf den neuen Exynos 9810 hindeuten. Mit 2680 Punkten in der Single-Core- und 7787 Punkten in der Multicore-Messung wird zwar die Leistung der 2017er-Serie nicht gleich um das Doppelte übertroffen, jedoch ist das Quäntchen an Zusatz-Performance nicht zu übersehen. Das Galaxy S8 schafft gegenwärtig nach unseren Messungen im Geekbench 4 mit der Exynos-Bestückung 2006 Punkte im Single-Core-Tempo und 6712 Punkte in der Multicore-Performance. Das Galaxy S8 und S8+ sowie Note 8 beherbergen denselben Prozessor. Samsung informierte bereits im Vorfeld der CES 2018 über den neuen mobilen Prozessor. Daher bestehen keine Zweifel, dass dieser im neuen Samsung Galaxy S9 landet.

Kopiert Samsung Apples Face-ID?
Spannend wird es, ob Samsung den Fingerabdrucksensor wieder auf der Rückseite neben der Kamera platziert oder es Apple gleichtut und (vielleicht) auf einen verbesserten Iris-Scanner setzt. Gemäss eines Berichts von BGR besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass Samsung Apple einfach kopiert. Ein Insider namens Ice universe tippt auf eine "3D-Sensor-Front-Kamera". Soll man das glauben? Wer weiss. In der Vergangenheit hat Samsungs Iris-Scanner bei Brillenträgern nicht immer sehr zuverlässig funktioniert. 

Hinweise gibt es jedenfalls von The Investor, dass Samsung trotz jahrelanger Tüftelei nach wie vor keinen Erfolg mit einer Integration des Fingerabdruckscanners unter dem Display-Glas erzielt. Die technischen Schwierigkeiten seien nach wie vor enorm. Daher will sich Samsung diese Innovation vermutlich noch bis zum Galaxy Note 9 aufsparen. Weissagungen von Insidern zufolge gestalten die Südkoreaner stattdessen die Rückseite komplett neu und platzieren den Fingerabrucksensor womöglich direkt unter der Kamera.

Riesen-Akku?
Was das Huawei Mate 10 Pro mit einem grossen Akku vormacht, will Samsung wohl nicht einfach so hinnehmen. Bei den Chinesen ist es die Kombination aus einem grossen Akku (4000 mAh) und eine Brise künstliche Intelligenz, dank derer sich der Energieverbrauch mit der Zeit dem Nutzerverhalten anpasst. Obwohl das zu unserem frühen Testzeitpunkt noch nicht wirklich spürbar war, soll sich die Software inzwischen in der finalen Phase stark verbessert haben, was wir zurzeit noch einmal überprüfen.
Damit ein grosser Akku überhaupt Platz findet, wäre eine kompaktere Bauweise der Komponenten dringend nötig. Anstelle der bisher genutzten HDI-PCBs (High-Density-Interconnect-Leiterplatten) setzt Samsung gemäss eines Berichts von ETnews möglicherweise auf SLPs (Substrate-like-PCBs), bei denen die Abstände zwischen RAM, CPU & Co. auf 15 Nanometer schrumpfen. 1 Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter, während man sich bei den HDI-PCBs noch im Mikrometer-Bereich befindet. 1 Mikrometer entspricht 1000 Nanometern.

Dafür spricht sogar das jüngste Gerücht von wccftech. Eine Kühllösung über Heatpipes, wie man sie von Notebooks oder Tablets kennt, scheint zudem recht wahrscheinlich, denn Samsungs Galaxy S9 könnte aufgrund seiner starken CPU sogar eine eigene Kühllösung für die volle Power bekommen.

Dual-Kamera-System?
Über die Kamera kann man zurzeit nur spekulieren, aber würde es überraschen, wenn das Galaxy S9 dieselbe Technologie des Galaxy Note 8 bereithält? Zumindest der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo von KGI, der auch Apple-Spezifikationen immer sehr genau vorhersagt, glaubt, dass Samsung beim Galaxy S9 auf ein ähnliches System wie beim Note 8 setzen wird. Anzunehmen ist, dass Samsung einfach die Dual-Cam-Technologie des Note 8 adaptiert, indem zwei Sensoren auf die Rückseite wandern. Das zweite Auge dient bei dem Phablet als Teleobjektiv. Die Besonderheit ist der zweifache optische Zoom. Beim Note 8 überzeugte uns zudem die doppelte Bildstabilisation, die demnach auch beim S9 Einzug finden könnte.

Gerüchten zufolge wird das Galaxy S9 bereits im Februar 2018 vorgestellt. Man kann also auf den nächsten Mobile World Congress in Barcelona tippen.

*Der Autor Simon Gröflin ist Redakteur von PCTIPP.

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