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05.10.2011 Alex Wolschann

Österreicher können nicht ohne Handy leben

Die Mobile Marketing Association hat zum fünften Mal den "Mobile Communications Report" veröffentlicht. Während die Internetnutzung stark ansteigt, verwenden nur noch vier Prozent der befragten Österreicher das Handy ausschließlich zum Telefonieren.

Ohne Handy geht in Österreich gar nichts mehr: Laut einer von der Mobile Marketing Association erstellten Studie können sich 67 Prozent der befragten Österreicher ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen – Frauen mit 74 Prozent noch weniger als Männer mit 57 Prozent. Nur noch vier Prozent nutzen das Handy ausschließlich zum Telefonieren. Immer stärker gewinnen andere Funktionen wie etwa die Nutzung von mobilem Internet (51 Prozent) an Bedeutung.

Signifikant ist der Siegeszug der Smartphones in Österreich: Deren Nutzung ist im letzten Jahr um circa ein Viertel auf 56 Prozent gestiegen. Bei den Betriebssystemen steht Android mit einer Nutzungsrate von 38 Prozent an erster Stelle vor Apple iOS mit 23 Prozent. Symbian und Windows Phone nutzen nur sieben Prozent, RIM lediglich drei Prozent. Auch Tablet PC werden bei den Österreichern immer beliebter: Bereits zehn Prozent der Befragten geben an, ein solches zu verwenden.

MOBILTELEFON IM MITTELPUNKT Abgesehen vom Telefonieren wird das Handy vor allem zum SMS-Versenden (95 Prozent), zum Fotografieren, als Wecker (beides je 81 Prozent) und zum Verwalten der Termine (63 Prozent) verwendet. Mobiles Internet gewinnt stark an Bedeutung: Mehr als die Hälfte der Befragten surft mobil. Das Versenden von E-Mails ist für knapp 40 Prozent der Befragten eine beliebte Funktion. Für 49 Prozent dient das Handy als MP3-Player. Bereits 15 Prozent nutzen Video on Demand. Am wenigsten gefragt sind derzeit Funktionen wie Mobile TV, das Handy als Computermodem (je zehn Prozent ) oder Videotelefonie (fünf Prozent).

Auch das Surfen über das Handy wird immer beliebter. 51 Prozent der befragten Österreicher mit Vertrags- oder Wertkartenhandy (plus zehn Prozent gegenüber 2010) geben an, mobil das Web zu nutzen. Besonders ausgeprägt ist die Internetnutzung bei unter 20-Jährigen (74 Prozent). Mit zunehmendem Alter sinkt die Bereitschaft, die Internetfunktion am Mobiltelefon zu verwenden. 68 Prozent der unter 20- bis 29-Jährigen surfen mobil, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es noch 59 Prozent. Auch die 40- bis 49-Jährigen sind im mobilen Internet mit 43 Prozent stark vertreten. Am wenigsten nutzt die Generation 50+ Web am Handy – hier sind es aber immerhin noch 25 Prozent.

IMMER LÄNGERE VERWEILDAUER Die Dauer der mobilen Internetsitzungen und die Nutzungsintervalle sind in Österreich sehr hoch: Knapp 80 Prozent der Befragten sind mehrmals in der Woche mobil online – schon mehr als die Hälfte täglich. Am stärksten nutzt die Gruppe bis 19 Jahre das Internet am Handy täglich mit 66 Prozent, bei den 20- bis 29-Jährigen sind es 56 Prozent. Der Anteil der User, die mehrmals in der Woche oder täglich die Internetfunktion ihres Handys verwenden, surfen zu 27 Prozent eine halbe Stunde oder länger mobil im Netz. Ein Viertel nutzt das Internet nur bis zu zehn Minuten, knapp 50 Prozent der Nutzer liegen bei einer Nutzung von zehn bis 30 Minuten täglich.

Zwei Drittel der mobilen Internet-User sind über ihr Handy in sozialen Netzwerken unterwegs. Hier liegt der stärkste Anteil der unter 20-Jährigen bei 85 Prozent, knapp gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen mit 80 Prozent. Die Altersklasse zwischen 30 und 49 sind mit 60 Prozent in sozialen Netzwerken sehr stark vertreten. Überraschend ist der Anteil an mobilen Internet-Nutzern über 50 Jahren. Knapp 40 Prozent geben an, den Webzugang via Handy für soziale Netzwerke zu verwenden. Facebook (96 Prozent) ist das mit Abstand am meisten genutzte Social Network. Google+ folgt an zweiter Stelle und kann bereits 18 Prozent verzeichnen, Twitter nimmt mit zwölf Prozent (minus zehn Prozent gegenüber 2010) Platz Drei ein.

MEHR APP-STORE-BESUCHER Such- und Informationsdienste (88 Prozent) sind die am meisten genutzten mobilen Online-Angebote. Wetter-Informationen stehen mit einer Nutzung von 73 Prozent an zweiter Stelle. Surfen in sozialen Netzwerken (55 Prozent) ist die drittliebste Beschäftigung im mobilen Netz in Österreich. Mobile Video-Portale (47 Prozent) haben stark an Beliebtheit zugelegt und können ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Verloren haben dagegen Sportinformations-Dienste von 35 auf 22 Prozent.

Die Zahl der App-Store-User ist seit 2010 um 24 Prozent gestiegen: Bereits 72 Prozent nutzen App-Stores über das mobile Internet. Am beliebtesten sind Android Market (34), gefolgt von Apple App Store (27) und Ovi Store (elf Prozent). Die Ergebnisse zeigen, dass die Österreicher sehr App-affin sind. Knapp 80 Prozent haben ab sechs verschiedene Apps auf ihrem Smartphone installiert, 34 Prozent sogar mehr als 20 Apps, die den größten Anteil der App-Nutzer ausmachen. Das betrifft vor allem die Technologie-affinen Österreicher (46 Prozent). Das Einkaufen über Portale bzw. über Apps ist am Vormarsch: Schon 20 Prozent der mobilen Internet-Surfer haben dies schon einmal getan.

Bei den kostenpflichtigen Angeboten ist Mobile Video (40 Prozent) am beliebtesten, Musik (24), Mobile TV (24 und Online-Musik-Services (21 Prozent) liegen im mittleren Feld. Bei der Nutzung von kostenpflichtigen App-Downloads dagegen sind die Österreich eher zurückhaltend: 18 Prozent geben an, zumindest einmal pro Monat eine App gegen Gebühren herunterzuladen, bei Klingeltönen sind es 16 Prozent. Sehr spendabel zeigen sich die Österreicher bei Mobile Entertainment Services über das Handy. Die maximale Zahlungsbereitschaft liegt zwischen drei und 100 Euro, abhängig vom Angebot. Für Apps gibt man hierzulande schon einmal 100 Euro pro Stück aus, für Spiele 50 Euro pro Stück. Demgegenüber sind Klingeltöne maximal drei Euro Wert, ein Spielfilm schon einmal 20 Euro. Bei erotischen Angeboten würden die Österreicher für fünf bis elf Euro in die Tasche greifen.

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