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01.09.2011 Thomas Joos*

Tools, Apps, Tipps: Smartphones inventarisieren und verwalten

Ob und welche Anwender sich gerade per Smartphone mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden, ist für Administratoren selten nachvollziehbar. Entsprechende Softwarefunktionen und gesonderte Lösungen helfen, dabei den Überblick zu behalten. Wir stellen die Hilfsmittel nachfolgend vor.

Hand aufs Herz: Könnten Sie darüber Auskunft geben, welche Anwender gerade mit welchen Smartphones mit Ihrem Netzwerk verbunden sind? Viele Administratoren müssen hier wohl passen. Wenn sich Anwender per Smartphone mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden, bekommen Systemverwalter oft nichts davon mit.

Gerade dass es heutzutage so einfach ist, ein Smartphone mit Firmen-E-Mail-Zugriff zu versehen, macht einen Gutteil des Erfolgs und des Charmes der mobilen Begleiter aus.

In den Standardeinstellungen von Exchange ist zum Beispiel der externe Zugriff über ActiveSync standardmäßig aktiviert. Ist der Server noch mit dem Internet verbunden, zum Beispiel, um mobilen Anwendern den Zugriff zu gestatten, dürfen in den meisten Fällen alle Anwender ihr Smartphone mit dem Server verbinden.

Sollen Smartphones inventarisiert werden, um etwa den Betriebssystemstand oder installierte Apps zu verifizieren, ist oft ein Griff zu Drittherstellerprodukten notwendig. Die Smartphone-Hersteller selbst bieten keine Produkte an, mit denen sich Geräte im Netzwerk inventarisieren lassen. Der Vorteil beim Kauf von Drittherstellerlösungen besteht in der Möglichkeit, die Geräte über das Internet zu lokalisieren und im Notfall löschen zu lassen (siehe auch Sicherheitsratgeber: Smartphones fernlöschen, orten und sperren). Mit den Lösungen lassen sich in der Regel verschiedene Richtlinien umsetzen sowie Apps automatisiert installieren.

VERBUNDENE SMARTPHONES MIT EXCHANGE ANZEIGEN Wenn Sie im Unternehmen Exchange einsetzen, haben Sie die Möglichkeit festzustellen, welche Anwender sich mit dem Server verbinden und welche Geräte diese dafür einsetzen. Natürlich können Sie den Zugriff auch einschränken oder ganz unterbinden.

Wollen Sie überprüfen, mit welchem Smartphone sich ein Benutzer mit Exchange verbindet, klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Exchange-Verwaltungskonsole auf den Benutzer und wählen Mobiltelefon verwalten. Der Menüpunkt erscheint erst, wenn sich der Anwender bereits mit einem Smartphone mit Exchange verbunden hat. Entsprechende Möglichkeiten finden Sie natürlich ebenso in den Optionen von Outlook Web App.

In Exchange öffnet sich anschließend ein Fenster, in dem Sie die Telefone des Anwenders sehen. Sie erhalten zwar Informationen darüber, welche Apps installiert sind oder welche Hardware im Gerät verbaut ist, aber Sie sehen, wann sich der Benutzer das erste Mal mit Exchange verbunden hat und wann die letzte Synchronisierung stattgefunden hat. Zusätzlich können Sie die Partnerschaft mit Exchange entfernen. Den Gerätetyp können Sie in den meisten Fällen ebenfalls erkennen.

Um zuverlässig zu verhindern, dass sich ein Anwender weiterhin mit Exchange verbinden kann, rufen Sie die Eigenschaften des Postfachs in der Exchange-Verwaltungskonsole auf. In der Registerkarte Postfachfunktion klicken Sie auf Exchange ActiveSync. Mit Eigenschaften hinterlegen Sie eine neue Exchange ActiveSync-Richtlinie, mit Deaktivieren verhindern Sie, dass sich der Anwender künftig per Smartphone mit dem Server verbinden kann. Weitergehende Analyse- oder Inventarisierungsmöglichkeiten bieten sich mit Exchange leider nicht.

Da in den Smartphones und in Exchange assistentenunterstützende Technologien wie AutoDiscovery integriert sind, fällt die Anbindung an Exchange nicht schwer. Natürlich können Administratoren die Verbindungen auch verhindern, allerdings sollen Server wie Exchange die Kommunikation im Unternehmen ja eher verbessern.

Das heißt, das Unterbinden von Technologien, die in Exchange integriert sind, schränkt die Benutzer in der Kommunikation ein. Besser ist es, wenn Administratoren einen Überblick erhalten, welche Smartphones sich verbinden, und eine Möglichkeit haben, die Geräte zu inventarisieren.

SMARTPHONES INVENTARISIEREN MIT PROFESSIONELLER SOFTWARE Bei Managementlösungen für Smartphones, zum Beispiel Good for Enterprise, sind häufig Funktionen zur Inventarisierung enthalten. Als einer der wenigen Anbieter trennt Good for Enterprise zwischen Firmendaten und privaten Daten auf den Smartphones. Firmendaten laufen über die Good-App auf dem iPhone, iPad oder Android-Gerät. Diese bietet eine ähnliche Oberfläche wie die Standard-Apps zur E-Mail-Kommunikation, Kontaktverwaltung und Planung der Kalender.

Alle Smartphones im Unternehmen verwalten, steuern und überwachen Sie zentral mit Good. Anwender können die notwendige App selbst herunterladen und installieren, oder Sie pushen diese direkt auf die Endgeräte. Good for Enterprise dient also nicht nur der Analyse, sondern auch der Sicherheit und dem effizienten Arbeiten.

Ein weiterer Anbieter in diesem Bereich ist Symantec mit Mobile Management 7. Auch diese Lösung ermöglicht eine Inventarisierung von angebundenen Smartphones. Zusätzlich erstellt die Anwendung Berichte. Die Berichte des Inventars können Sie nach Kriterien sortieren lassen. Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, Geräte anzuzeigen, die nur noch über wenig Speicherplatz verfügen oder deren Akku leer ist. Diese Berichte sind die eigentlichen Stärken von Symantec Mobile Management, da Unternehmen mit diesen einen Überblick zu den eingesetzten Geräten erhalten.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Erstellung von Berichten hinsichtlich der Anwendungen, die auf den verschiedenen Smartphones installiert sind. Auf diese Weise erhalten Administratoren einen Überblick, welche Anwendungen die Benutzer einsetzen. Die Inventarisierung umfasst auch die Hardware der Geräte sowie detaillierte Informationen zum Status der Geräte. Außerdem erkennen Sie über die Inventarisierung, welche Geräte im Unternehmen im Einsatz sind.

Ebenfalls eine bekannte Lösung zur zentralen Verwaltung von Smartphones ist Juniper mit Juniper Pulse Mobile Security. Mit Juniper können Administratoren sehr leicht überwachen, welche Apps auf den Geräten installiert sind, unabhängig vom eingesetzten System. Im Rahmen der Überwachung, kann der Junos-Client auch Admins informieren, wenn der Anwender die SIM im Gerät wechselt.

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