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05.06.2011 apa

Studie: Autobauer bauen Smartphones in Fahrzeuge ein

In Nordamerika und Europa wird sich laut einer Umfrage von Frost Sullivan das In-Vehicle-Infotainment (IVI) mit Smartphones rasch ausbreiten.

Die Autobauer dürften ihre Aufmerksamkeit von fahrzeuginternen Dienstleistungen durch Infotainmentsysteme auf Smartphone-Anwendungen verlagern und versuchen, eine standardisierte Schnittstelle für die Anbindung von Smartphones im Fahrzeuginneren auf den Markt zu bringen.

Das geht aus einer Umfrage des internationalen Consulters Frost Sullivan (FS) hervor. Automobilhersteller der Luxusklasse werden laut FS nach wie vor ihre eigenen Infotainmentlösungen mit Smartphone-Schnittstelle als Sonderausstattung anbieten, um auf das Verbraucherinteresse einzugehen. OEMs and Tier-1-Lieferanten dagegen würden gerade an einer Standardschnittstelle zur Smartphone-Anbindung arbeiten, heißt es weiter. In Nordamerika werden sich demnach unter aktiver Einbeziehung der Telekommunikationsbranche mehr Produkte und Dienstleistungen auf ein handybasierendes Medium verlagern, da dies kosteneffizienter sei.

Die Studie zeigte, dass 43 Prozent der befragten Autofahrer eine avancierte Benutzerschnittstelle als Standardausrüstung im Fahrzeug bevorzugen. Neun Prozent der Befragten konnten als so genannte "High App User" klassifiziert werden, die ihre fahrzeugbezogenen Apps regelmäßig wöchentlich in Gebrauch nehmen. Unter diesen neun Prozent war laut FS das Navigations-App die populärste Anwendung.

Das Infotainment der Zukunft wird somit ins Fahrzeuginnere eingebaut und mit der Fähigkeit ausgestattet sein, entweder durch Smartphones oder durch eine gesonderte Verbindung mit der Außenwelt zu kommunizieren.

"OEMs und Zulieferer sind derzeit bemüht, die durch die unterschiedliche Lebensdauer von Informations- und Unterhaltungselektronik einerseits und Fahrzeugen andererseits entstandene Kluft mithilfe der Einführung von Lösungen mit einer Standardschnittstelle zu überbrücken", erläutert Frost Sullivan Research Analyst Krishna Jayaraman. "Die Nutzung von Smartphones und die Einführung von entsprechenden Apps werden Enabler- (teilweise integriert) und Replicator-Ansätze (tragbar, smartphone-basierend) begünstigen und damit einen Trend zu Hybrid-Systemen auslösen", so Jayaraman.

EUROPA BRAUCHT LÄNGER Der nordamerikanische Infotainment-Markt ist repräsentativ für das Wachstum des Hybrid-Systems. Der europäische Markt stecke dagegen erst in den Anfängen und werde voraussichtlich langsamer Ins Rollen kommen. Da die Region außerdem einen Knotenpunkt für Hersteller von Autos der Luxusklasse darstelle, würden diese ein System, das vollständig von Smartphones abhängig ist, eher zögernd einführen, vermutet man bei dem Beratungsunternehmen. Trotzdem werde sich auch der europäische Markt gut entwickeln.

Die größten Herausforderungen für diesen Markt seien derzeit jedoch die fehlende Standardisierung von Infotainmentplattformen und das Risiko der Fahrerablenkung. "Die Entwicklung eines Standardprotokolls für eine einfache Integration zwischen tragbaren Geräten und dem Fahrzeug erweist sich aufgrund der unterschiedlichen Lebensdauer der OEM-Produkte und der Informations- und Unterhaltungselektronik als schwierig", erklärt Jayaraman. "Zudem besteht das Risiko, dass der Fahrer über das Smartphone mit einer derartigen Fülle von Informationen versorgt wird, dass es zu einer bedenklichen Ablenkung kommen könnte.

Der nordamerikanische Markt tendiere zu Infotainment-Diensten in Form von Apps für Smartphones, die über eine sichere Standardschnittstelle zugänglich sind. Der europäische Markt bewege sich vorsichtig in Richtung einer auf Smartphones basierten Infotainment-Plattform. (apa)

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