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17.04.2011 Moritz Jäger*

Ratgeber für iOS-Backup: Wie man Daten von iPhone und iPad sichert

Die Apple-Produkte sind im Grunde kleine Computer, auf denen zahlreiche Informationen gesichert sind. Grund genug, diese in eine Backup-Strategie einzubinden.

Am Donnerstag den 31. März 2011 war World Backup Day - Grund genug, sich mit der Datensicherung auf iOS-Geräten zu beschäftigen. Apple bietet mit Hilfe von iTunes die Möglichkeit, alle auf den Geräten abgelegten Dateien in einer Datei auf dem Rechner zu sichern - und auf diesem oder einem anderen Gerät derselben Geräteklasse wiederherzustellen.

Anmerkung: Für den Artikel nutzen wir ein iPad - der grundlegende Vorgang funktioniert so aber auch mit iPhone und iPod.

VORBEREITUNG Wie bei allen Apple-Produkten ist die Desktop-Software iTunes das zentrale Element zur Verwaltung. Sie erstellt normalerweise jedes Mal, wenn ein Apple-Produkt angeschlossen wird, automatisch eine Sicherung - was mit der Grund ist, warum das Gerät so lange synchronisiert.

Dabei werden unter anderem folgende Daten und Dokumente gesichert:

• Lesezeichen, Cookies und Verlauf • Programmeinstellungen • Kontakte • Kalender • Mail-Accounts • Notizen • Schlüsselbund, der die Kennwörter enthält (nur verschlüsselte Backups) • Daten für gekaufte Programme • In-App-Käufe

DATEN SICHERN UND WIEDERHERSTELLEN Der Sicherungsvorgang mit iTunes ist relativ simpel - auch wenn die eigentliche Option scheinbar einem Übersetzungsfehler zum Opfer gefallen ist: Sobald das iOS-Gerät an iTunes angeschlossen und erkannt ist, kann man mit einem Rechtsklick auf das Gerät den Menüpunkt "Speichern" auswählen. iTunes beginnt anschließend automatisch mit der Sicherung, je nachdem wie viele Informationen auf dem Gerät gespeichert sind, kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Nutzer selbst muss keine Einstellungen zum Speicherort vornehmen. iTunes legt die Sicherungen in den verschiedenen Betriebssystemen unter folgenden Pfaden ab:

• Mac: ~/Library/Application Support/MobileSync/Backup/ • Windows XP: Documents and Settings(Benutzername)Application DataApple ComputerMobileSyncBackup • Windows Vista/Windows 7: Users(Benutzername)AppDataRoamingApple ComputerMobileSyncBackup

Will man die Daten wiederherstellen, klappt das ebenfalls über iTunes. Aber Vorsicht: Die Schaltfläche "Wiederherstellen", die auf der Hauptseite des Gerätes angezeigt wird, setzt das Gerät zusätzlich komplett auf den Werkszustand zurück.

Alternativ kann man die Option "Aus Backup wiederherstellen" nutzen. Diese wird sichtbar, wenn man mit der rechten Maustaste in iTunes auf das angemeldete Gerät klickt. Aus einem Dropdown-Menü kann man anschließend die passende Sicherung auswählen, ein Klick auf Wiederherstellen setzt den Prozess in Gang.

VERSCHLÜSSELT ODER OFFEN? Wer ein manuelles Backup seines iOS-Gerätes erstellt, der steht vor der Wahl: Verschlüsselt oder unverschlüsselt? Wie der Name andeutet ist ein verschlüsseltes Backup mit einem Passwort vor unbefugtem Zugriff geschützt. Die Sicherungen selbst werden mit einem 256 AES Algorithmus verschlüsselt. Die Verschlüsselung muss separat aktiviert werden, sie findet sich unter der Überschrift "Optionen" in der Ansicht des Gerätes.

Warum sollte man das Backup also verschlüsseln? Die Antwort ist relativ simpel: Weil iTunes ansonsten sämtliche Informationen im Klartext speichert. Wer sich von dem Ausmaß der gesicherten Informationen selbst ein Bild machen will, muss nur in den Backup-Ordner wechseln.

In diesen befinden sich drei Dateien mit der Endung PLIST. Dabei handelt es sich um einfache XML-Dateien, die mit nahezu jedem beliebigen Texteditor geöffnet werden können. Interessant ist beispielsweise die Datei Info.plist. Sie enthält den Namen des Gerätes, die Seriennummer, die GUID und sogar die Seriennummer und den Unique Identifier - alles im Klartext.

Mit einfachen Tools wie einem Hex Editor lassen sich noch weiter Inhalte aus den Backups auslesen, darunter etwa alle gespeicherten Kontakte, Bilder, Lesezeichen usw usf. Die Seite Apple Examiner hat dazu umfangreiche Hintergrundinformationen online gestellt.

Grundsätzlich sollte man seine Backups also verschlüsseln, vor allem, wenn Drittpersonen Zugriff auf den Computer haben. Das Passwort sollte man in jedem Fall niederschreiben und sicher aufbewahren - sonst kann man die Daten im Notfall nicht wiederherstellen.

Ein weiterer Vorteil von verschlüsselten Updates: Sie enthalten auch die Keychain, die interne Passwortverwaltung von Apple-Geräten. Wer also nicht nur seine Daten, sondern auch die Kennwörter sichern möchte, der kommt um ein verschlüsseltes Backup nicht herum.

* Der Artikel stammt von der deutschen CIO.

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