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30.03.2011 Rudolf Felser

Studie über digitale Kompetenzen von Kindern

85 Prozent der österreichischen Kinder haben Internetzugang. Nur zwölf Prozent hinterfragen jedoch die Richtigkeit von Informationen aus dem Internet, so die Kinderstudie 2011 von A1 Telekom Austria.

Die Untersuchung wurde im Rahmen der jährlichen Kinderstudie des Instituts market durchgeführt. Dafür wurden 592 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren im Zeitraum 18.2. bis 9.3.2011 "face-to-face" interviewt, damit ist die Studie den Angaben zufolge für Österreich repräsentativ. Zu ausgewählten Themen wurden auch Eltern befragt.

ROUNDABOUT KIDS Die Studienergebnisse wurden im Rahmen der A1 Telekom Austria Veranstaltungsreihe ROUNDABOUT KIDS vorgestellt und diskutiert. Unter der Leitung von Michael Kerbler, Moderator der Ö1 Sendereihe "Im Gespräch", diskutierten Heidrun Strohmeyer, Leiterin des Bereichs Informationstechnologien, Statistik und Gender im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Johannes Domsich, Kommunikations- und Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker sowie Experte im Bereich der Medientheorie und –morphologie, und Karin Brandner, Leitung CSR und Sustainability A1 Telekom Austria, gemeinsam mit rund 60 Gästen aus den Bereichen Bildung, Politik und Wirtschaft sowie Pädagogen, Schülern und Eltern.

Karin Brandner, verantwortlich für CSR und Sustainability bei A1 Telekom Austria, fasst die aktuellen Ergebnisse zusammen: "Zwei Drittel unserer Kinder haben ein Handy und 68 Prozent besitzen einen eigenen Computer, meist mit Internetzugang. Die nächste Generation verfügt also über ein großes Maß an Kommunikationsmöglichkeiten. Wir wollen herausfinden, ob die Kinder auch die digitalen Kompetenzen haben, um diese Möglichkeiten zu nutzen."

Johannes Domsich ist sich sicher, dass die Chancen und Nutzen des Internets die Risiken übertreffen: "Es ist ein neuer Kosmos und bietet die Möglichkeit, in einem anderen Tempo an Informationen zu gelangen. Entscheidend ist es hierbei jedoch, das Fragen zu stimulieren, denn die Antworten werden sich ein Leben lang ändern." Dass man die Qualität des Lehren und Lernens durch die neuen Medien und neuen Technologien steigern muss, weiß auch Heidrun Strohmeyer: "Digitale Kompetenzen sind eine wesentliche Voraussetzung für das lebensbegleitende Lernen und eröffnen beruflich und privat neue Chancen und Perspektiven. Kompetent sein bedeutet nicht nur mit den technischen Geräten gut umgehen zu können, sondern sie auch sinnvoll und bewusst einzusetzen."

DIGITAL NATIVES Bereits zwei Drittel der befragten Kinder (64 Prozent) besitzen ein Handy und sie bekommen ihr erstes Handy immer früher (49 Prozent zwischen 7 und 10 Jahren). Meist ist es ein Geschenk zu einem besonderen Anlass (55 Prozent). Die Mehrheit hatte bisher zwei bis drei Handys, sechs Prozent hatten schon mehr als fünf Handys. Leicht angestiegen ist auch der Besitz eines eigenen Computers, 68 Prozent der Kinder verfügen über ein eigenes Gerät (2010: 66 Prozent). Genutzt wird der Computer hauptsächlich für Computerspiele, wobei Buben hier stärker vertreten sind als Mädchen (72 Prozent vs. 57 Prozent).

Zwei Drittel der Kinder bevorzugen einen Anruf, 25 Prozent schicken lieber ein SMS. Die Gespräche dauern bei der Hälfte der Befragten zwischen zwei und fünf Minuten, je älter die Kinder sind, desto länger telefonieren sie (26 Prozent der 13- bis 14-Jährigen telefonieren bis zu 30 Minuten täglich). Dass dies vom neuesten Handy passiert, ist 37 Prozent der Kids wichtig, weniger wichtig ist es, den Netzbetreiber der Freunde zu kennen (69 Prozent). Mädchen kommen dabei weniger ohne Handy aus als Buben (80 Prozent haben es immer bzw. fast immer bei sich, bei den Buben sind es nur 70 Prozent). Das Handy wird außerdem von 42 Prozent zum Musikhören verwendet und von einem Drittel zum Fotografieren. Spitzenreiter bei den Apps sind Spiele mit 73 Prozent, gefolgt von Musik (69 Prozent) und Unterhaltung (61 Prozent).

WER SOLL DAS BEZAHLEN? Handykosten werden zu 88 Prozent von den Eltern getragen – eine mögliche Erklärung für das gesunkene Taschengeld: 2011 erhalten Kinder im Durchschnitt 21,64 Euro, im Vergleich zum Vorjahr ist es um 6,64 Eurogesunken. Drei Viertel der Kinder bekommen Taschengeld, am liebsten wird es für Süßigkeiten (57 Prozent), Spielzeug (48 Prozent) und Eis (47 Prozent) ausgegeben.

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