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22.03.2011 Christof Baumgartner/apa

Apple verklagt Amazon: Streit um Namen "App Store"

Apple will dem weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon die Nutzung des Namens "Appstore" verbieten lassen. Apple macht in einer Klage die Markenrechte am Namen "App Store" für eine Software-Downloadplattform geltend.

Der Vorstoß kam pünktlich zum Start von Amazons Dienst am 22. März. Der Online-Händler will in seinem "Appstore" Programme für das Google-Betriebssystem Android anbieten, zunächst nur für Nutzer in den USA. Apple hatte seinen App Store mit Programmen für Geräte mit dem iOS-Betriebssystem wie iPhones und iPads 2008 gestartet und die Markenrechte an dem Namen beantragt. Die US-Patentbehörde gewährte sie bereits, allerdings fechtet Konkurrent Microsoft die Entscheidung an. Apple erweiterte das App-Store-Angebot inzwischen um Programme seine Mac-Computer.

Amazon nennt seine Plattform "Appstore", als ein Wort geschrieben. Apple wirft dem Online-Händler vor, damit die Markenrechte zu verletzen und fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe. "Wir haben Amazon aufgerufen, den Namen App Store nicht zu kopieren, weil dies Kunden verwirren und irreführen wird", sagte eine Apple-Sprecherin der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

MILLIONEN KUNDEN Amazon hatte den Start seiner Download-Plattform seit Monaten vorbereitet. Google hat zwar einen eigenen Android Market mit Programmen für das Smartphone-Betriebssystem. Da Android aber eine offene Plattform ist, können auch andere solche Download-Dienste anbieten. Amazon dürfte auf Anhieb ein starker Spieler in dem Markt werden: Der Konzern hat Millionen Kunden und will auch seinen ausgereiften Empfehlungs-Algorithmus im Android-Appstore einsetzen.

Amazon starte mit rund 3.800 Apps. Zum Start gebe es kostenlos eine neue Version des populären Spiels "Angry Birds" mit Figuren aus dem kommenden Animationsfilm "Rio". Apples App Store hat 350.000 Programme im Angebot, die mehr als zehn Mrd. Mal heruntergeladen wurden. Dem Magazin "Engadget" zufolge will Amazon auch eine Funktion anbieten, die andere Download-Plattformen bisher nicht haben: Im Web-Zugang werde man die Apps 30 Minuten lang kostenlos testen können. Die Konditionen für Entwickler sind ähnlich wie in Apples App Store: Die Anbieter der Software bekommen 70 Prozent vom Kaufpreis.

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