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15.02.2011 apa/Rudolf Felser

Emporia-Chef: "Für Konkurrenz wären wir dankbar"

Beim Linzer Senioren-Handy-Hersteller Emporia macht man sich keine Sorgen darüber, dass auch Andere diese Marktnische für sich entdecken könnten.

Für Konkurrenz wären wir sogar sehr dankbar, sagt Firmengründer und Eigentümer Albert Fellner, "denn es ist mühsam und teuer, den Markt zu entwickeln, der noch ein viel größeres Potenzial hätte".

Mitbewerber gebe es zwar, aber das seien nur Trittbrettfahrer. "Die verarbeiten zum Beispiel minderwertige Displays, kombinieren sie mit großen Tasten und nennen das dann Seniorenhandy", sagte Fellner bei der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona gegenüber der Nachrichtenagentur APA.

Emporia habe in die Entwicklung der Geräte und des Marktes schon viel Geld gesteckt – das beginne bei speziellen Hörgeräte-verträglichen Lautsprechern, über gut lesbare Schriften für die Displays und benutzerfreundliche Menüsteuerungen bis zur besonderen Schulung für Verkäufer.

GROSSES MARKTPOTENZIAL Aber der Aufwand lohnt sich, meint Fellner, das Marktpotenzial sei groß. Der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in Österreich betrage derzeit gut 23 Prozent. Bis 2020 werde er auf 26 Prozent steigen, das seien 2,3 Millionen Menschen. "In ganz Europa sind ca. 110 Millionen Menschen über 65 Jahre. Selbst, wenn unsere Mitbewerber 5 Millionen Handys verkaufen sollten, würde noch genug für uns bleiben."

Sein Ziel, den Absatz im laufenden Geschäftsjahr (bis 30. Juni) auf eine Million zu verdoppeln und den Umsatz von 50 Mio. auf 80 Mio. Euro zu steigern, sei hoch gesteckt, aber "wenn alles aufgeht, dann ist es zu schaffen."

In Österreich arbeitet Emporia mit der Mobilkom und T-Mobile zusammen. "Langzeitpartner der ersten Stunde ist die Mobilkom, die haben uns sehr unterstützt beim Marktaufbau. T-Mobile ist auch ein sehr guter Partner. Orange ist noch ein wenig resistent, da sind wir mit dem Herrn Krammer im Gespräch." Drei komme als Partner derzeit nicht in Frage, da Emporia keine UMTS-Handys baue.

Das 1991 gegründete Familienunternehmen Emporia beschäftigt 120 Mitarbeiter, davon 50 in der Linzer Zentrale, wo die Forschung und Entwicklung angesiedelt ist. Produziert wird in China.

Wachsen soll Emporia ohne Zukäufe. "Wir sind ein eigentümergeführtes Familienunternehmen und setzen auf organisches Wachstum." Allerdings habe man die großen Märkte USA und China im Visier, sagte Fellner. Die Gespräche mit T-Mobile über eine Zusammenarbeit in den USA seien weit fortgeschritten. Auch in Russland verhandle man mit einem Netzbetreiber, der erwäge, subventionierte Emporia-Handys in sein Angebot aufzunehmen, was in Russland eigentlich nicht üblich sei. (apa)

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