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07.09.2009 Rudolf Felser

Stellungnahme zu "Ärztekammer will Kinder vor Handys schützen"

Zu unserem Artikel über die Warnung der Ärztekammer vor der Nutzung von Handys durch Kinder hat uns eine Stellungnahme des FMK erreicht.

Zu unserem Artikel über die neue Warnung der Ärztekammer vor der Nutzung von Handys durch Kinder (siehe "Ärztekammer will Kinder vor Handys schützen") hat uns eine Stellungnahme des Forum Mobilkommunikation (FMK) erreicht. Da dieses Thema weiterhin heftig diskutiert wird möchten wie Ihnen die Argumente der Branchen-Organisation nicht vorenthalten. Deshalb finden Sie hier das Mail von FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier im Original-Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Felser,

Sie haben in Ihrem Beitrag bereits etwas ausgeholt und sind auch zurück in den Juli gegangen. Unsere Aussendung von August war nicht als "wissenschaftlicher Gegenbeweis" dazu gemeint. Wir haben im Sinne der Information und Aufklärung zu dem Thema über das aktuelle Ergebnis eines anerkannten Expertengremiums, der Deutschen Strahlenschutzkommission, berichtet. Dass die warnenden Einzelmeinungen mehr Aufhebens erzeugen, ist uns klar.

Abgesehen davon sind im Laufe des Sommers von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlung (ICNIRP) 3 Publikationen bzw. Stellungnahmen erschienen, die sich mit dem Thema Mobilfunk auf wissenschaftliche Weise befassen und den wissenschaftlichen Kenntnisstand berücksichtigen (nicht nur eine einzelne Arbeit), siehe www.fmk.at/content.php und www.fmk.at/content.php.

Eine Studie allein bleibt nur ein vereinzelter Mosaikstein. Um den Forschungsstand interpretieren zu können, muss das gesamte Wissen - viele Mosaiksteine - zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Dabei ist es hilfreich, sich an Institutionen zu orientieren, die in ihrer Expertise außer Streit stehen, wie die Weltgesundheitsorganisation, als Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das international öffentliche Gesundheitsweisen (siehe Fact Sheet Nr. 304 www.who.int/entity/ionizing_radiation/pub_meet/factsheets/bs_fs_304_german.pdf).

Das Gesamtbild hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks ist wissenschaftlich gut abgesichert und nicht besorgniserregend. Es gibt keinen wissenschaftlich gesicherten Beweis für eine mögliche Gesundheitsgefährdung. Umso wichtiger ist der exakte und wissenschaftliche Umgang mit der Interpretation von Studien und deren Erkenntnissen für den gesamten Kenntnisstand zu Mobilfunk.

Wir befürworten selbstverständlich einen vernünftigen und umsichtigen Umgang mit dem Handy, wie mit jedem technischen Gerät auch. Wichtig ist ebenso die Rücksichtnahme auf die Mitmenschen, also z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht lauter sprechen als nötig und im Kino und Konzert auch mal das Handy auf lautlos stellen. In ganz Österreich gilt verbindlich das internationale Grenzwerte-Schutzkonzept für Mobilfunk, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem EU-Rat empfohlen wird. Diese Grenzwerte sind unter dem Aspekt der Vorsorge erstellt worden und beinhalten einen vorsorglichen Schutzpolster. Wie auch die aktuellen wissenschaftlichen Bewertungen auf dem Gebiet zeigen, ist eine darüber hinaus gehende Vorsorge auf Basis der wissenschaftlichen Daten nicht erforderlich.

Für weitere Fragen und Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen Maximilian Maier FMK - FORUM MOBILKOMMUNIKATION

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