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21.09.2009 apa/Rudolf Felser

Widersprüche um Google Voice für iPhone

In einer von der FCC erstmals vollständig veröffentlichten Stellungnahme von Google heißt es, Apple habe die Software abgelehnt.

Der Streit um die Ablehnung von Googles Telefon-Programm für das iPhone spitzt sich zu. In einer von der US-Telekomaufsicht FCC am Freitag (18. September) erstmals vollständig veröffentlichten Stellungnahme von Google (als PDF) heißt es, der iPhone-Hersteller Apple habe die Software abgelehnt. Apple hatte in seiner Stellungnahme im August betont, der Konzern das Programm "entgegen veröffentlichten Berichten" nicht abgelehnt, sondern prüfe es weiter und habe einige Bedenken. Bei der ersten Veröffentlichung des Google-Briefs im August war die Passage zu Kontakten mit Apple auf Wunsch des Internet-Riesen entfernt worden.

Danach sei die FCC jedoch unter Hinweis auf die Informationsfreiheit von mehreren Seiten aufgefordert worden, den Text vollständig zu veröffentlichen, hieß es in einer Google-Erklärung am Freitag. Daraufhin habe der Internet-Konzern seine Vertraulichkeits-Anfrage zurückgezogen. Man arbeite weiter mit Apple zusammen - wobei nicht klar wurde, ob damit Google Voice oder andere Projekte gemeint sind.

Nun ist zu lesen, dass Google Anfang Juli von Apple-Marketingchef Phil Schiller über die Ablehnung der Telefon-Software informiert worden sei. Als Grund sei angegeben worden, dass das Programm die Wähl-Funktion des iPhone dupliziere.

Google Voice ist ein bisher nur in den USA verfügbarer Dienst, mit dem die Nutzer mehrere Telefon-Anschlüsse verwalten können. So können beispielsweise eingehende Anrufe auf andere Telefonnummern umgeleitet werden. Zugleich bietet Google aber auch Dienste wie Sprachaufnahme und das Ausschreiben von Mailbox-Nachrichten an und tritt damit in Konkurrenz zu etablierten Telekom-Unternehmen.

Apple hatte im Juli das Google-Voice-Programm für das iPhone nicht in den App Store aufgenommen. Kurz danach zog sich Google-Chef Eric Schmidt aus dem Apple-Verwaltungsrat zurück, was von Beobachtern als Eingeständnis des zunehmenden Wettbewerbs zwischen den beiden Unternehmen gesehen wurde. Die amerikanische Telekom-Aufsicht FCC richtete Ende Juli im Zusammenhang mit dem Fall Fragebögen an Apple, Google und den Mobilfunk-Anbieter AT&T, der in den USA das Netz für das iPhone stellt.

Eine zentrale Frage der Behörde war dabei, ob AT&T eine Rolle darin gespielt hatte, dass das Google-Programm nicht in den App Store kam. Apple und der Mobilfunk-Anbieter verneinen dies. Auch in der vollständigen Antwort von Google steht, dass es keine Kontakte mit AT&T gegeben habe. (apa/rnf)

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