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28.09.2009 Thomas Mach/apa

EU will Lautstärke von MP3-Playern regeln

Die EU-Kommission drängt die Hersteller von MP3-Playern zu neuen Standards, um die Gefahr von Hörschäden zu begrenzen.

Die EU-Kommission drängt die Hersteller von Ipods, Walkmans und anderen MP3-Playern zu neuen Standards, um die Gefahr von Hörschäden zu begrenzen. Man schreibe der Industrie zwar keine Lösung vor, fordere sie aber auf, innerhalb der nächsten 24 Monate eine solche zu entwickeln, sagte Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kunewa in Brüssel. Denkbar seien entsprechende Voreinstellungen an den Geräten oder Warnhinweise auf dem Gerät, dem Display oder auf der Verpackung.

Die Verbraucher könnten sich auch in Zukunft über die empfohlenen Standards hinwegsetzen, sie sollten weiterhin Wahlfreiheit haben, unterstrich Kunewa. Die EU-Kommission sei aber insbesondere besorgt über das Verhalten junger Menschen. So habe eine Studie des zuständigen wissenschaftlichen Ausschusses gezeigt, dass fünf bis zehn Prozent der Walkman-Benutzer permanenten Hörverlust riskierten, wenn sie täglich über eine Stunde lang laute Musik hörten.

Bridget Cosgrave, die Generaldirektorin von "Digitaleurope", dem europäischen Dachverband der Verbraucherelektronik- und IKT-Industrie, sicherte Kunewa die Unterstützung der Industrie zu. "Digitaleurope" wolle "angemessene Lösungen anbieten". So könnten künftig bestimmte Signale über Displays ausgesendet werden und die Lautstärke bei den Voreinstellungen einheitlich mitberücksichtigt werden. Die Vorgaben müssten auch global abgestimmt werden. Auch sollen die Verbraucher selbst auswählen können. Die Gefahr von Hörschäden hänge nicht nur von der Lautstärke und der Zuhördauer ab, sondern auch von Hintergrundgeräuschen, dem Verstärker und dem Kopfhörer.

In Europa gebe es derzeit keine einheitliche Obergrenze für die Lautstärke von Music-Playern, sagte Kunewa. Die Werte schwankten zwischen 80 bis 115 Dezibel. Abhängig vom jeweiligen Kophörer-Typ könnten dazu sieben bis neun weitere Dezibel dazukommen. "80 Dezibel ist die maximal sichere Lautstärke. 120 Dezibel entspricht dem Start eines Flugzeugs", erläuterte die EU-Kommissarin.

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