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14.12.2009 Rudolf Felser/apa

Neues von Google: gPhone, Streetview und Datenschutz-Initiative

Internet-Gigant Google hat derzeit mehr als nur ein heißes Eisen im Feuer. Womit der (auch) Suchmaschinenbetreiber derzeit die Gerüchteküche zum brodeln bringt sind neue Hinweise auf ein Google-Handy. Außerdem wurde angekündigt, dass Google Street View 2010 in Österreich starten soll.

Schon seit Jahren, noch bevor das Smartphone-Betriebssystem Android offiziell ein Thema war, kursiert das Gerücht, Google werde ein "eigenes" Handy auf den Markt bringen: Das Google Phone – oder "gPhone" – soll mit Hard- und Software aus einer Hand dem iPhone Paroli bieten (siehe auch "Offen ist nicht immer auch wirklich quelloffen"). Aktuelle Ereignisse nähren diese Gerüchte nun wieder.

So berichtet das "Wall Street Journal" online, das Google ein Smartphone entworfen haben soll, dass schon nächstes Jahr auf den Markt kommen könnte. Der Name des Android-Handys, das von HTC für Google gebaut wird, sei Nexus One. Gerüchten zufolge ist es eng mit dem HTC Passion verwandt, besitzt einen schnellen Snapdragon-Prozessor, ein hochauflösendes OLED-Display und soll dünner als das iPhone sein.

Google hat bereits Prototypen des Smartphones an seine Mitarbeiter ausgegeben, um sie "mit neuen mobilen Features und Fähigkeiten experimentieren" zu lassen, wie Mario Queiroz, Vizepräsident für Produktmanagement, in einem Google-Blogeintrag erklärt. Zuvor wurden über Twitter bereits haufenweise Erfahrungsberichte und Spekulationen ausgetauscht, so soll das "gPhone" mit der Android-Version 2.1 laufen. Auch Fotos sind aufgetaucht.

Den Informationen aus der brodelnden Gerüchteküche ist weiter zu entnehmen, dass Google das Mobiltelefon möglicherweise selbst vermarkten und verkaufen wird. Damit würde das Unternehmen in direkten Wettbewerb mit den Handyherstellern treten und eine ähnliche Strategie wie Apple mit dem iPhone oder RIM mit dem BlackBerry verfolgen – optimal aufeinander abgestimmte Hard- und Software von einer Quelle. Freunde dürfte sich Google damit in dieser Branche nicht machen, die bislang das Betriebssystem Android doch recht positiv angenommen hat. Und nun um einen Mitbewerber "reicher" sein könnte.

STREET VIEW KOMMT NACH ÖSTERREICH Auch hierzulande tut sich Google-mäßig etwas: Den Dienst Google Street View, der einen virtuellen Einblick in Straßenzüge ermöglicht, soll es ab 2010 auch in Österreich geben. Verfügbar ist die datenschutzrechtlich nicht ganz unumstrittene Funktion in Europa bisher unter anderem in Frankreich und Tschechien. Street View soll in Österreich so schnell wie möglich gelauncht werden, erklärte Google-Sprecher Kay Oberbeck. "Nächstes Jahr wollen wir an den Start gehen." In Österreich gebe es im Vergleich zu anderen Ländern einen heftigen Wettbewerb um diesen Geschäftsbereich.

Noch keine genauen Vorgaben gibt es für den in Oberösterreich geplanten Bau einer Google-Serverfarm in Kronstorf. 2008 wurde dort an der Enns ein 75 Hektar großes Grundstück gekauft. Derzeit werden noch Tests durchgeführt und Wasser- sowie Bodenproben entnommen, um den Bau des Rechenzentrums ideal und ökologisch zu planen, so Oberbeck gegenüber der APA.

Weiters würde an der Infrastruktur, an Straßen und Überführungen, gearbeitet. Ein Termin für den Baubeginn sei noch nicht festgelegt worden. Zwei Jahre nach Start soll die Serverfarm in Betrieb gehen. In einer ersten Phase würden 50 bis 100 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.

GOOGLE BEMÜHT SICH UM DATENSCHUTZ Apropos Datenschutz: Erst kürzlich kam Google wegen einiger zumindest missverständlicher Äußerungen von CEO Eric Schmidt neuerlich in die Schusslinie von Datenschützern (siehe dieses Youtube-Video). Obwohl eigentlich die kritischen Stimmen betreffend der "Datenkrake" auch davor niemals verstummt sind. Google selbst will sich angesichts dieser Kritik nun als Wegbereiter für die Zukunft des Datenschutzes im Internet etablieren - mit globalen Projekten für mehr Selbstbestimmung.

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Die Vorwürfe gegen Google sind alt, aber offensichtlich schwer aus dem Weg zu räumen. Immer wieder ist in der Öffentlichkeit die Rede von uferlosem Datensammeln gepaart mit Furcht: "Wenn die alles zusammenfügen, liegt das perfekte Profil von mir vor!" Gebetsmühlenartige Beteuerungen des Unternehmens - anonyme und personalisierte Daten würden technisch streng von einander getrennt - helfen gegen diese Ängste scheinbar wenig. Das gilt auch für den Einwand, anonyme Daten und IP-Adressen könnten nie an einen bestimmten Nutzer gekoppelt werden - man wisse ja nicht, wer vor dem PC sitzt: Mama, Sohn oder doch der Großvater? Daher würden festgestellte und gespeicherte Nutzungsgewohnheiten nur etwas über das Verhalten im Moment aussagen, betont man bei Google.

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