Motiviertere Mitarbeiter mit Mehrwert für Unternehmen: Apple wildert im Revier von Blackberry und Windows Mobile Detail - Computerwelt

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16.12.2009 Thomas Mach

Motiviertere Mitarbeiter mit Mehrwert für Unternehmen: Apple wildert im Revier von Blackberry und Windows Mobile

Nach und nach gewinnt das iPhone – gegen alle Widerstände – auch im Unternehmenseinsatz an Bedeutung. Großen Anteil daran hat die enorm angewachsende Menge an verfügbaren Business-Anwendungen für das Smartphone von Apple.

In zahlreichen Unternehmen ist es verpönt, andere wiederum halten im Unternehmenseinsatz große Stücke auf das als Kulthandy gehandelte iPhone. Fakt ist, dass das Smartphone von Apple zwar durchaus viele Business-Funktionen unter seinem Touchscreen vereint, nach wie vor aber für den Enterprise-Bereich grundlegende Funktionen fehlen. Besonders schwer wiegt – gerade für Unternehmen, die strikte Sicherheitsrichtlinien verfolgen – die fehlende Unterstützung von Corporate Policies. Dem gegenüber steht eine Vielzahl an Unternehmensapplikationen, die mittlerweile über den Appstore erhältlich sind.

Apple will sich jedenfalls ein – möglichst großes – Stück vom Marktkuchen sichern. Dabei wildert das Unternehmen im angestammten Revier von Microsoft und Research in Motion (RIM), die mit Windows Mobile-Geräten und dem Blackberry den Unternehmensmarkt dominieren. Apple will hier besonders mit der hohen Benutzerfreundlichkeit des iPhones bei den Unternehmen punkten. Scheinbar erfolgreich: Die Zahl der Firmen, die bestehende Windows Mobile- oder Blackberry-Landschaften durch eine iPhone-Welt ersetzen, wächst kontinuierlich an. »Das iPhone ist wesentlich einfacher zu bedienen und bietet einen sichtlichen Mehrwert durch eine deutlich gesteigerte Produktivität«, erklärt beispielsweise Torsten Straß, seines Zeichens Country Manager Deutschland beim IT-Dienstleister Logica. Das Unternehmen hat im Laufe des Jahres rund 1.400 Apple-Handys im Unternehmen ausgerollt. Dadurch konnten nicht nur massiv Kosten eingespart werden, auch die Motivation der Mitarbeiter wurde Straß zufolge enorm gesteigert.

BENUTZERFREUNDLICHE BUSINESS-ANWENDUNGEN Mitgrund für das wachsende Interesse an iPhones in Unternehmen ist die zunehmende Menge an Business-Anwendungen, die via Appstore zur Verfügung gestellt werden. So finden sich dort bereits dutzende Business-Lösungen – von Salesforce.com über die Angebote von Sybase Ianywhere und Oracle bis hin zu Dritthersteller-Programmen, die den Brückenschlag zu Business-Anwendungen von Microsoft und SAP bilden.

Hier treibt der Software-as-a-Service- beziehungsweise Cloud-Computing-Gedanke die Entwicklungen, erst jüngst gab etwa SAP bekannt, dass der hauseigene BusinessObjects Explorer nun auch als iPhone-Applikation zur Verfügung steht. Mit der Anwendung, die als Gratis-Download erhältlich ist, hätten Anwender »von jedem beliebigen Ort auf der Welt mobilen Zugriff« auf die eigenen Daten, wie der Softwarekonzern betont. Unternehmensanwender könnten so mittels iPhone jederzeit auf benötigte Geschäftsdaten zugreifen, Entscheidungen in Echtzeit treffen und Dokumente mit anderen Usern teilen. Durch eine »simple Keyword-Suche« würden Anwender »rasch zur relevanten Information« gelangen, zudem würden die Suchergebnisse visuell aufbereitet.

Filemaker wiederum kann bereits auf über 100.000 Downloads der hauseigenen Datenbankanwendung Bento für iPhone und iPod touch verweisen. »Bento zählt damit zu den beliebtesten Applikationen im Apple Appstore«, erklärt Hermann Anzenberger, Geschäftsführer Filemaker. Bento für iPhone wurde als eigenständige Datenbankanwendung und Ergänzung zur Mac-Datenbank Bento entwickelt.

KUNDENINFORMATIONEN EFFIZIENT VERWALTEN »Bento für iPhone und iPod touch eignet sich sehr gut für Nutzer, die ihre Daten unterwegs nutzen und bearbeiten wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um berufliche Daten wie beispielsweise Kundeninformationen oder Reisekostenabrechnungen handelt, oder um die Organisation privater Termine, Veranstaltungen oder Aufgabenlisten«, unterstreicht Anzenberger. »Wir haben Bento für iPhone im Mai auf den Markt gebracht – die mobile Version erfreut sich bisher großer Beliebtheit.« In der mobilen Datenbank könnten diverse Datentypen gespeichert werden, zum Beispiel Text, Zahl, Datum, Zeit, Bewertung, Zeitdauer, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Webseiten.

Auch der Virtualisierungs-Spezialist Citrix verwendet das iPhone schon länger als Business-Smartphone. Das Unternehmen setzt stark auf den Themenbereich Desktop-Virtualisierung und sieht (neben anderen Geräten wie etwa dem Blackberry) auch das iPhone als ein dafür geeignetes Endgerät an, wie Peter Hanke, Country Manager Austria bei Citrix Systems, betont: »Die Virtualisierung hat in den letzten Jahren enorme Veränderungen in die IT-Branche gebracht«, erklärt Hanke. »Mit der Server-Virtualisierung haben sich die Rechenzentren bereits stark verändert, und auch Cloud Computing verspricht in Zukunft noch viele Neuerungen. Unser erklärtes Ziel ist es, auch das Desktop-Computing sowohl für Endanwender als auch für Administratoren zu revolutionieren. Mit XenDesktop 4 liefern wir dem IT-Management unvergleichliche Kontrollmöglichkeiten und Sicherheit, verbunden mit erheblichen Kosteneinsparungen. Gleichzeitig machen wir mit Citrix Receiver Millionen von Endgeräten für die Virtualisierung fit«, unterstreicht der Country Manager. Erst vor kurzem brachte der Anbieter mit Receiver 2.0 die jüngste Version der iPhone-Anwendung heraus.

ANALYSEN UND REPORTS SCHNELL ABRUFBAR Der Webanalyse-Pionier Webtrends wiederum bringt mit Webtrends iPhone Application eine Anwendung heraus, mittels derer iPhone-Nutzer Trends und Kennzahlen der Analyse-Lösung Webtrends Analytics 9 abrufen können. »Das Look-and-Feel der Applikation orientiert sich an der Insight-Web-Anwendung, ist aber speziell auf iPhone-Nutzer zugeschnitten«, wie Karl-Heinz Maier, Director Central Europe bei Webtrends, erläutert. »Die Herausforderung für Unternehmen liegt heute vor allem darin, Echtzeitdaten so zu nutzen, dass darauf basierend optimale Maßnahmen ergriffen werden können.«

Auch der heimische CRM-Spezialist Update setzt – bereits seit geraumer Zeit – auf das iPhone. Mittels update.seven touch können Anwender das CRM-System update.seven auf dem iPhone nutzen. Damit könnten beispielsweise Kundendaten unterwegs abgerufen, eingegeben oder verändert werden, erläutert Ines Steiner, User Interface Desingerin bei Update. Auch das Herausfinden einer Adresse sei kein Problem. Der Anwender öffne die Applikation über den Browser des iPhones und treffe »auf eine klare, intuitive Formensprache, die auf umständliche Menüstrukturen« verzichte.

CLOUD-ANWENDUNGEN ZUNEHMEND MOBIL Der Thin Client-Spezialist Wyse Technology ermöglicht indes mittels PocketCloud den Remote-Zugriff auf virtuellen Desktops und die dort gespeicherten Informationen. Zudem haben IT-Administratoren die Möglichkeit, vom Apple-Gerät aus jederzeit auf jedes Gerät im Netzwerk zuzugreifen. PocketCloud realisiert dabei die Verbindung und Kommunikation mit virtuellen oder physischen Computern über eine von Wyse optimierte Version des Remote Desktop Protocol 6.0 und will mit 128-Bit-Verschlüsselung den Sicherheitsanforderungen von Unternehmen entsprechen.

Auch der Business-Intelligence-Spezialist Qliktech findet sich mit der mobilen Version der hauseigenen Qlikview-Lösung in Apple´s Appstore wieder. »Die Software ist die erste wirklich interaktive mobile BI-Applikation, die speziell für das iPhone konzipiert wurde. Im Gegensatz zu mobilen BI-Applikationen anderer Hersteller nutzt Qlikview sämtliche Multi-Touch- und GPS-Funktionen des iPhones, um die interaktiven Funktionen von Qlikview auch hier flexibel bereitzustellen«, erläutert Ulrich Beckmann, Managing Director DACH bei Qliktech. Mit der Applikation können Anwender mobil detailgenaue Analysen und Reports in Echtzeit durchführen.

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