iPhoneOS: So gut ist Apples mobiles Betriebssystem Detail - Computerwelt

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10.03.2010 Moritz Jäger*

iPhoneOS: So gut ist Apples mobiles Betriebssystem

Das iPhone von Apple liegt bei Bedienung und Multimedia-Fähigkeiten weit vor allen anderen Smartphones. Der wichtigste Grund dafür ist das Betriebssystem iPhone OS.

Das iPhone von Apple liegt bei Bedienung und Multimedia-Fähigkeiten weit vor allen anderen Smartphones. Der wichtigste Grund dafür ist das Betriebssystem iPhone OS.

Doch Apple hat sich mit dem iPhone OS nicht nur Freunde gemacht. Vor allem die restriktiven und wenig transparenten Regeln rund um die Aufnahme von Applikationen in den AppStore sorgen für Unfrieden. Außerdem begeben sich die iPhone-Nutzer komplett in die Hände von Apple. Der Konzern kann Anwendungen auch nachträglich aus dem Store und von den Endgeräten entfernen: Dies geschah erst kürzlich, als der Apple über Nacht nahezu alle Apps entfernte, die einen erotischen Inhalt hatten.

Wir bieten Ihnen Hintergrundinformationen zum Apple Betriebssystem iPhoneOS. Dieses kommt, der Name deutet es an, im iPhone zum Einsatz, arbeitet aber in leicht abgewandelter Form auch im iPod Touch und dem iPad.

INTERNET UND KOMMUNIKATION Bereits das erste iPhone machte deutlich, wie einfach, schick und schnell mobiles Internet sein kann. Dazu trägt vor allem die mobile Version des Apple-Browsers Safari bei. Enthalten ist zudem ein E-Mail-Client, der seit der zweiten Generation des iPhones auch das Microsoft Exchange-Protokoll unterstützt. Eingehende E-Mails landen direkt auf dem Smartphone - es ist zwar kein direktes Push-System wie beim BlackBerry, kommt ihm aber bereits sehr nahe.

Ein Nachteil des iPhoneOS ist, dass sich Apple vehement gegen die Flash-Technologie von Adobe wehrt. Der Konzern argumentiert unter anderem damit, dass der Web-Standard HTML 5 bereits Video-Funktionen vorsieht. Außerdem benötigt Flash laut Apple-Boss Steve Jobs zu viele Ressourcen. Gerüchteweise gibt es aber noch andere Gründe: Mit der Flash-Technologie AIR lassen sich Anwendungen schreiben, die auch ohne Browser oder Internet-Zugang geräteunabhängig arbeiten. Zugespitzt gesagt: Laufen AIR-Applikationen auf dem iPhone, kann jedermann Apps für das Gerät entwickeln, der AppStore wäre überflüssig. Apple würde damit außerdem die Kontrolle der zugelassenen Applikationen auf den Endgeräten verlieren. Doch diese Einschränkungen gelten nicht nur für Flash. Auch Silverlight, die Flash-Konkurrenz von Microsoft, wird vorerst nicht auf mobilen Apple-Endgeräten zu finden sein.

Der geschickteste Schachzug von Apple war es, dass der Konzern die Mobilfunkanbieter exklusiv an sein Smartphone band. Pro Land durfte nur einer das iPhone verkaufen - und dieser musste noch dazu passende Tarife mit großzügigem Inklusivvolumen oder Daten-Flatrate anbieten. Das sorgte dafür, dass die Nutzer zum ersten Mal auch unterwegs ohne Furcht vor teuren Rechnungen surfen konnten - und die iPhone-Nutzer kosten dies reichlich aus. Wie eine Studie des Unternehmens Validas herausfand, verursacht der durchschnittliche iPhone-User pro Monat 273 MByte an Traffic. BlackBerry-Nutzer benötigen im Durchschnitt gerade einmal 50 MByte, die Besitzer anderer Smartphones liegen bei rund 150 MByte.

MULTIMEDIA iPhone, iPad und iPod Touch nutzen Apple iTunes als Gegenstück auf PC und Mac. Die Software verwaltet nicht nur Lieder und Podcasts, sondern kümmert sich auch um die Umwandlung von Videos. Zudem können Nutzer über den Online-Shop von iTunes neue Programme erwerben, die anschließend auf das Smartphone übertragen werden. Zudem finden sich im Shop Musik und Filme.

Die Apple-Endgeräte verfügen über einen der besten Multimedia-Player, der derzeit im Markt erhältlich ist. Kein Wunder, arbeitet unter der Haube doch die bewährte iPod-Technologie. Lieder und Alben werden ansprechend präsentiert, denn sowohl iPhone wie auch iPod Touch und iPad verwenden die Coverflow-Technik. Dabei kann der Nutzer mit dem Finger durch die Bilder der Alben blättern, das Ganze erinnert an die Plattensammlungen von früher.

Ein Highlight ist die Genius-Funktion. Dabei analysiert iTunes die Titel in der Musikdatenbank und erstellt anhand der Informationen automatische Wiedergabelisten. Genius bietet zwei verschiedene Funktionen. Zum einen kann man einen Titel auswählen, die Apple-Software sucht anschließend weitere Einträge, die zu diesem speziellen Lied passen. Zum anderen stellt die Software automatisch Wiedergabelisten zur Verfügung, in denen Lieder zu verschiedenen Musikrichtungen zusammengefasst sind.

TELEFONIEREN, KONTAKTVERWALTUNG, TERMINPLANUNG UND MOBILEME Natürlich kann man mit dem iPhone auch telefonieren. Die Sprachqualität hat Apple in den aktuellen Modellen verbessert, zu Beginn war sie nicht besonders gut. Apple bietet eine Reihe von Diensten an, mit denen die Endgeräte über iTunes synchronisiert werden können. Windows-Nutzer können Outlook nutzen, um Kontakte, Termine und E-Mail-Nachrichten zu synchronisieren. Kontakte kann das System außerdem mit den Web-Diensten von Google und Yahoo abgleichen.

Auf dem Mac nutzt iTunes die mitgelieferten Tools des Betriebssystems. Kalendereinträge kommen im iCal-Format auf die Endgeräte, Nutzer können auswählen, ob alle Kalender oder nur einzelne Termine synchronisiert werden.

Wem kein Exchange-Account, Google-Konto oder sonstigen Dienst zur Verfügung stehen, dem bietet Apple einen eigenen Dienst namens MobileMe. Damit erhält man nicht nur eine E-Mail-Adresse samt Kalender und Kontaktverwaltung, sondern kann auch Fotos von den Endgeräten hochladen und anderen zeigen. Zusätzlich erhält man 20 GByte Online-Speicher, in dem sich Fotos und Videos ablegen lassen. Doch MobileMe bietet noch mehr. Der Dienst stellt zahlreiche Sicherheitsfunktionen zur Verfügung, mit denen sich ein verlorenes oder gestohlenes iPhone sperren und wiederfinden lässt. Zudem lassen sich die Daten über ein Web-Interface vom Gerät löschen, sollte es in die falschen Hände fallen. MobileMe ist allerdings nicht ganz billig: 79 Euro verlangt Apple im Jahr von den Nutzern.

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