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08.09.2010 Christoph Hammer*

Gastkommentar: SAP goes mobile

Der Zug für mobile Apps kommt ins Rollen. Und das nach Jahren in denen landauf, landab davon gesprochen wurde. Bisher hat es aber nur das Push-E-Mail geschafft, einen flächendeckenden Erfolg zu landen.

Gestartet wurde dieser Trend durch Apple – einem Paradebeispiel, wie man einen scheinbar gesättigten Markt aufrollt. Zuerst das iPhone und jetzt das iPad haben einen neuen Markt geschaffen. Ob das ein langfristiger Erfolg wird oder die proprietäre Strategie dazu führt, dass die Konkurrenz aufholt und überholt, ist fraglich.

Was sicher ist – diese Entwicklung ist die Basis für eine mobile Offensive der Softwaregiganten. Apple, Google & Co. liefern die Werkzeuge und SAP, Oracle & Co. machen sich damit auf den Weg, das Gold zu schürfen. Einen Weg, bei dem sich schon viele Softwareunternehmen – besonders kleine und innovative – blutige Nasen geholt haben. Einen besonders großen und kostspieligen Schritt wagt hier SAP. Nachdem Ende 2007 Business Objects für den Bereich Business Intelligence übernommen wurde, folgt jetzt als zweite große Akquisition Sybase, die besonders für Datenbanken und ein mobiles Framework bekannt ist. Sybase wird Teil des SAP-Konzerns und soll die Walldorfer in diesem Markt zur Nummer Eins machen.

Eine Strategie mit vielen Fragezeichen – Warum? Einerseits hat Sybase selbst sein Framework für mobile Apps erst in den letzten Jahren entwickelt und teilweise zugekauft, nachdem es historisch aus dem Datenbanksegment kommt. Die Sybase Unwired Platform, das Herz der mobilen Sybase Strategie, ist ein sehr junges Produkt mit großem Potenzial – den Beweis ob das Potenzial zu heben ist, hat aber nun nicht Sybase selbst anzutreten, sondern SAP.

Andererseits ist es ja nicht so, dass die SAP-Welt bisher ohne mobile Apps gewesen wäre. In Netweaver, der Basis aller SAP-Applikationen, ist auch Netweaver Mobile enthalten, das im Grundansatz dem Sybase-Ansatz entspricht. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Oberflächentechnologien, die für mobile Geräte anwendbar sind. Nicht zu vergessen ist eine Unzahl von Partnerapps, die teilweise ohne Framework SAP-Inhalte mobilisieren oder auch eigene Frameworks zur Verfügung stellen. Diese Vielfalt an Möglichkeiten stellen für den SAP-Kunden sicher, dass es für jede Anforderung eine passende Lösung gibt. Jedoch ist es oft gar nicht so einfach, diese passende Lösung im SAP-Universum zu finden. Auf jeden Fall sind zukünftig eine Menge innovativer mobiler Apps aus dem Hause SAP zu erwarten.

*Christoph Hammer ist Vertriebsleiter bei SRB Consulting Team.

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