Handy-TV DVB-H wird auch in Österreich zu Grabe getragen Detail - Computerwelt

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21.10.2010 Christof Baumgartner

Handy-TV DVB-H wird auch in Österreich zu Grabe getragen

Am 6. Juni 2008 fiel der Startschuss für das Handy-Fernsehen via DVB-H.

Österreich nahm mit der Einführung dieser Technologie eine Vorreiterrolle innerhalb der EU ein. Aber bereits ein Jahr nach dem Start der »Zukunft der mobilen Unterhaltung«, wie einige Mobilfunker schwärmten, machte sich Ernüchterung breit. Die Zahl der DVB-H-Nutzer blieb überschaubar. Die Zahl der Nutzer wird derzeit auf 10.000 bis 15.000 geschätzt, mit etwa 250.000 würde sich das System rechnen. Am 31. Dezember endet das Kapitel DVB-H in Österreich endgültig. Die Mobilfunker Hutchison 3G Austria (3), Orange und die Telekom Austria (A1) und der Betreiber Media Broadcast haben sich nun dazu entschieden. Für die Media Broadcast, die die gesamte Infrastruktur aufgebaut hat, bedeutet das einen Verlust in Millionenhöhe, schätzen Branchenkenner. Auch in Deutschland gilt DVB-H bereits seit längerem als gescheitert. Die Schuld wird von vielen auf den Mangel passender Endgeräte (mit entsprechender Antenne) geschoben. Aber auch das mangelndes Interesse der Mobilfunkbetreiber soll nicht ganz unschuldig am Scheitern des Modells sein.

Es laufen derzeit aber noch weitere Versuche im Bereich mobiler TV-Unterhaltung. Neben Streaming und der möglichen Einführung von MBMS (Multimedia Broadcast Multicast Service) gibt es inzwischen in Großbritannien erste Tests mit IMB (Integrated Mobile Broadcast). Dieser von IPWireless entwickelte Standard nutzt das meist brachliegende ungepaarte UMTS-Spektrum (TDD) als Downlink für die Übertragung von mobilen TV-Streams und angeforderten Dateien.

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