Das iPhone ist weiblich Detail - Computerwelt

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11.11.2010 Michaela Holy/pte

Das iPhone ist weiblich

Die Geschlechterverteilung unter den Smartphones ist eindeutig: Während der typische iPhone-Benutzer eher weiblich ist, bevorzugen Männer Geräte von Nokia. Das geht aus einer aktuellen Smartphone-Studie von Karmasin Marktforschung im Auftrag von T-Mobile Austria hervor.

Damit wären auch schon die beiden beliebtesten Smartphone-Marken der Österreicher genannt. Auf Platz drei folgt Samsung. Blackberry, Sony Ericsson und HTC sind bereits etwas abgeschlagen.

Insgesamt gab es im Mai 2009 rund 2,2 Millionen Smartphones in Österreichs Haushalten. "Am gesamten Markt ist bereits jedes vierte Handy, das verkauft wird, ein Smartphone. Bei T-Mobile sind es sogar sechs von zehn und damit doppelt soviel wie marküblich", sagt Robert Chvátal, Vorsitzender der Geschäftsleitung T-Mobile Austria.

Datenverkehr, Webzugriff und Apps sind für die Kunden bereits unverzichtbar geworden. "67 Prozent der befragten Smartphone-Besitzer können sich nicht vorstellen, ihr Gerät wieder gegen ein herkömmliches Handy einzutauschen", sagt die Markforscherin Sophie Karmasin. Dabei sei die Bindung von Männern zu ihrem Smartphone noch deutlicher ausgeprägt als bei Frauen.

Die Argumente für die Anschaffung sind die Benutzerfreundlichkeit, das Design und die Marke. Das Angebot an Apps sowie das Betriebssystem ist hingegen nur für jeden vierten Befragten wichtig. Bei der Nutzung dominierten Suchmaschinen vor Nachrichten, Wetterinfos und Sozialen Netzwerken. Überraschend ist laut Karmasin, dass fast jeder Vierte Onlinebanking via Smartphone nutzt.

Im Durchschnitt haben die User 19 Applikationen auf ihrem Telefon installiert, wobei 14 davon kostenlos waren. Führend sind hier iPhone-Nutzer, die im Schnitt 21 Programme installiert haben. Sie sind es auch, die ihr Handy für etwas besonderes halten und am stärksten von anderen Geräten abgrenzen. In der geographischen Verteilung zeigt sich, dass vor allem Wiener die kleinen Programme herunterladen, während Westösterreicher hier zurückhaltender sind.

Der Trend zu Smartphones hat den Mobilfunk nachhaltig verändert. Die reine Sprachtelefonie ist fast zur Nebensache verkommen. Für die Mobilfunkbetreiber ist diese Tatsache Fluch und Segen zugleich. Das Surfen am Handy belastet die Netze, ein laufender Ausbau ist unumgänglich. Das hat auch Auswirkungen auf den Preiskampf am Markt. Dumpingpreise wird es laut Chvátal bei T-Mobile daher auch im Weihnachtsgeschäft nicht geben. "20 Euro für ein Smartphone-Tarifpaket und dazu noch ein Gratis-Handy - das kann sich auf Dauer nicht rechnen", sagt der Chef von T-Mobile Austria in Anspielung auf Angebote des Mitbewerbers "3".

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