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02.12.2010 Christof Baumgartner

Heimische Unternehmen noch nicht Smartphone-tauglich

Laut einer aktuellen Untersuchung sind die österreichischen Unternehmen nicht für das mobile Internet gerüstet. Eigene Mobil-Versionen der Homepages fehlen großteils ebenso wie Apps.

Das Wachstum der mobilen Internetnutzung ist rasant – vor allem seit der Einführung der Smartphones. Ohne Blackberry oder iPhone ist es als Geschäftsmann ein Ding der Unmöglichkeit, up-to-date zu bleiben. Und alle sind davon überzeugt, dass der Markt weiter wachsen und immer wichtiger wird. Laut den Marktforschern von GfK hat der Boom bei Smartphones und Netbooks im vergangenen Quartal die gesamte IKT-Branche gepusht. Grund für den Anstieg bei den Smartphones sind erfolgreiche Neueinführungen und die breite Verfügbarkeit seitens der Mobilfunker. Im September war laut GfK erstmals mehr als jedes zweite verkaufte Handy mit einem Touchscreen ausgestattet. Bei den Smartphones sind es bereits 90 Prozent. Auch eine aktuelle Studie der Statistik Austria zeigt, dass sich die Internet-Nutzung hin zu mobilen Geräten verschiebt: Bereits 21 Prozent der heimischen Internet-Nutzer gehen über ein Mobiltelefon online.

UNTERNEHMEN REAGIEREN ZÖGERLICH Doch wie reagieren Österreichs Unternehmen darauf? Das hat das Team von Fonda, einer Full Service Agentur für interaktive Medien und Kommunikation, untersucht. In einer Studie wurden die Websites der Top-100 Unternehmen Österreichs mit den gängigsten Smartphone-Typen (iPhone, Android, Blackberry, Symbian) angesurft und bewertet.

Die Studie zum Mobilen Internet zeigt deutlich: Österreichische Unternehmen reagieren nur zögerlich auf den Trend der mobilen Internetnutzung. Sie besagt, dass die meisten der Top-100 Unternehmen Österreichs auf den Trend der Internetnutzung via Smartphones noch nicht oder nur zögerlich reagiert haben. Viele der Websites sind mobil nur eingeschränkt bedienbar.

Einige der häufigsten Gründe dafür sind laut der Studie die Nutzung von Flashelementen, die auf Smartphones zum Teil nicht angezeigt werden, eine fehlerhafte Darstellung, weil die Programmierung entweder gar nicht an mobile Endgeräte oder nur auf ein oder zwei mobile Betriebssysteme angepasst ist, eine kleinteilige Navigation, die die Bedienung der Menüpunkte erschwert oder eine geringe Schriftgröße, die die Lesbarkeit stark einschränkt und häufiges Zoomen erfordert sowie Multimediaelemente (zum Beispiel Videos), die nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind.

NUR ZEHN UNTERNEHMEN MIT MOBILER WEBSITE Nur zehn von hundert Unternehmen (Asfinag, Austrian Airlines, BMW, Hofer, Immofinanz, ORF, Red Bull, Siemens, Telekom und XXXLutz) bieten eine dedizierte mobile Version an, das heißt eine Website, die zusätzlich zur Vollversion eigens für mobile Endgeräte entwickelt wurde. Typische Eigenschaften einer idealen mobilen Version sind unter anderem: kein Zoom erforderlich wegen der Optimierung der Website auf die Bildschirmbreite von Smartphones, ein zielsicheres Klicken durch großflächige Klickbereiche, eine gute Lesbarkeit der Texte durch höhere Schriftgrößen, kein Einsatz von Flash und ein automatisches Laden der mobilen Version bei Abruf via Smartphone.

Auch bei den Apps sieht die Situation recht dürftig aus: Nur 17 der Top-100 Unternehmen bieten Smartphone-Apps an – und nur sechs dieser 17 Unternehmen bieten die Apps auch für andere Smartphones als das iPhone an. Auffallend ist ebenfalls, dass vier dieser zehn Unternehmen ihre mobile Version gut verstecken: Sie wird weder automatisch geladen noch über einen Link auf der Vollversion-Website zugänglich gemacht. Der Nutzer muss die mobile URL manuell eingeben.

Obwohl sich der Großteil der Unternehmen noch nicht oder nur in geringem Maß auf den Trend der mobilen Internetnutzung eingestellt hat, scheinen aktuell mehrere diesbezügliche Anstrengungen unternommen zu werden: In den drei Monaten der Studienerstellung haben immerhin sieben der hundert Unternehmen ihre Websites für die mobile Nutzung optimiert. Alexander Reiberger, Geschäftsführer von Fonda, meint dazu: »In vielen Fällen sind nur kleine technische Änderungen der Website notwendig, um sie halbwegs gut mobil nutzbar zu machen.« Auf die Ergebnisse angesprochen, gaben 55,5 Prozent der Webverantwortlichen zwar an, dass die optimale mobile Nutzbarkeit ihrer Webseite wichtig ist, stuften solch einen Auftritt aber als noch nicht dringlich ein. Ein Drittel der untersuchten Firmen will auf den Trend weiterhin nicht reagieren. Rund zwei Drittel gaben allerdings an, an einer mobilen Version zu arbeiten beziehungsweise eine zu planen oder die bestehende Seite zumindest zu optimieren.

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