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22.12.2010 apa/Michaela Holy

Elf Millionen ungenützte Handys in Österreich

Weihnachten steht vor der Tür und viele Beschenkte dürfen sich auch heuer wieder über ein neues Handy freuen, während das Vorhergehende in die Schublade wandert.

Aktuell horten die Österreicher etwa elf Millionen alte Mobiltelefone im Wert von mehr als 150 Millionen Euro, sagte Michael Krammer, Orange-Geschäftsführer.

Der Mobilfunkbetreiber Orange startet einen Rückkauf, um die ungenützten Mobiltelefone umweltbewusst zu entsorgen. Im Jahr 2010 haben die Österreicher hochgerechnet über drei Millionen neue Geräte gekauft. Allein im Dezember gehen etwa 500.000 über die Ladentische. Durch Verträge mit Mobilfunkanbietern wechseln neue Handys oft ohne Kosten den Besitzer. "Das lässt den tatsächlichen Wert vergessen", betonte Krammer.

Künftig können gebrauchte Geräte in allen Orange-Shops zurückgebracht werden. Abhängig vom Zustand und dem internationalen Ankaufspreis, der online vom Distributionsunternehmen UpCom bereitgestellt wird, werden die Handys in Gutscheine bis zu 200 Euro umgewandelt und zwar nicht nur an Orange-Kunden. Zusätzlich spendet Orange für jedes Altgeräte einen Euro an karitative Projekte in Österreich. Für das meistverkaufte Gerät im Jahr 2008, das Nokia 6300, erhält man derzeit 17 Euro. Ein iPhone 3GS ist immer noch stolze 124 Euro wert. Völlig defekte oder sehr alte Handys werden fachgerecht entsorgt.

Nur rund 20 Prozent aller gebrauchten Handys werden von ihren Besitzern gespendet, recycelt oder wiederverkauft. Statistisch gesehen besitzt jeder der 3,6 Millionen heimischen Haushalte derzeit mindestens drei gebrauchte Mobiltelefone. Aus rund 10.000 Geräten können laut Ökologie-Institut durchschnittlich 3.500 Gramm Silber, 350 Gramm Gold, 150 Gramm Palladium und vier Gramm Platin recycelt werden. Nur aus Handys der Alpenrepublik könnten so etwa 400 Kilo Gold mit einem Wert von rund zehn Millionen Euro extrahiert werden.

Nach dem Rückkauf werden 90 Prozent der zurückgegebenen Handys weiterverkauft. "Primär in Asien und Afrika, wo die Infrastruktur im Aufbau ist", erklärte Franz Schwalb-Schich, Marketing-Leiter von UpCom. Sieben Prozent werden in ihre Komponenten zerlegt, die dann als Ersatzteile dienen. Aus den übrigen drei Prozent werden Rohstoffe gewonnen. Um eine fachgerechte und umweltbewusste Weiterverarbeitung zu garantieren, würde nur in Europa recycelt. "Nur hier können wir sicherstellen, dass die Vorgaben eingehalten werden", so Schwalb-Schich.

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