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29.12.2010 pi/Rudolf Felser

EU begrüßt einheitliche Ladegerät-Norm

Die Normungsorganisationen CEN/CENELEC und ETSI haben harmonisierte Normen für die Herstellung von Mobiltelefonen bereitgestellt, die mit einheitlichen Ladegeräten kompatibel sind.

Nach einem Auftrag der Europäischen Kommission an die europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC und ETSI haben diese nun die harmonisierten Normen bereitgestellt, die für die Herstellung von Mobiltelefonen benötigt werden, mit denen Daten übermittelt werden können und die mit einheitlichen Ladegeräten kompatibel sind. Dies ist der aktuelle Stand der von der Europäischen Kommission initiierten Entwicklung hin zu einem weltweit einheitlichen Ladegerät für Mobiltelefone. Im Juni 2009 hatten sich vierzehn führende Mobiltelefonhersteller in einer Vereinbarung verpflichtet, Ladegeräte für in der Europäischen Union verkaufte und zur Datenübermittlung fähige, also an einen Computer anschließbare, Mobiltelefone zu vereinheitlichen.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmertum, äußerte sich hierzu folgendermaßen: "Ich begrüße es ausdrücklich, dass die europäischen Normungsorganisationen unserem Wunsch entsprochen haben, kurzfristig und auf der von der Industrie geschaffenen Grundlage die technischen Normen zu entwickeln, die für ein einheitliches Mobiltelefonladegerät benötigt werden. Jetzt ist es an der Industrie, ihren Teil beizutragen und mit dem Verkauf von Mobiltelefonen für das neue Ladegerät zu beginnen. Das einheitliche Ladegerät wird den Alltag der Nutzer erleichtern, Müll verringern und für Umsatz in der Wirtschaft sorgen. Diese Lösung ist für alle Beteiligten und in jeder Hinsicht von Vorteil."

Die Inkompatibilität von Ladegeräten für Mobiltelefone ist nicht nur eine lästige Unannehmlichkeit für Nutzer sondern auch ein Umweltproblem. Wollen Nutzer ihre alten Mobiltelefone durch neue ersetzen, müssen sie in der Regel auch ein neues Ladegerät kaufen und das alte entsorgen, selbst wenn dieses noch in gutem Zustand ist. Als Reaktion auf die Nachfrage von Bürgern nach einem einheitlichen Ladegerät schlug die Kommission den Herstellern vor, sich auf eine technische Lösung zu verständigen, mit der die Ladegeräte verschiedener Marken kompatibel gemacht werden können.

Daraufhin verpflichteten sich die Mobiltelefonhersteller, die Kompatibilität von zur Datenübermittlung fähigen Mobiltelefonen, die wahrscheinlich innerhalb von zwei Jahren auf dem Markt überwiegen werden, auf der Grundlage des Micro-USB-Steckers als Schnittstelle zu gewährleisten. Die Vereinbarung wurde im Juni 2009 erzielt und von Apple, Emblaze Mobile, Huawei Technologies, LGE, Motorola Mobility, NEC, Nokia, Qualcomm, Research In Motion (RIM), Samsung, Sony Ericsson, TCT Mobile (ALCATEL), Texas Instruments und Atmel unterzeichnet.

Die Europäische Kommission erteilte dann im Dezember 2009 den europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC und ETSI den Auftrag, europäische Normen für ein einheitliches Ladegerät zu entwickeln. Jetzt haben die beiden Organisationen ihre Ergebnisse vorgelegt. Die Normen ermöglichen Interoperabilität, ferner werden in ihnen Sicherheitsrisiken sowie elektro-magnetische Emissionen berücksichtigt und es wird gewährleistet, dass einheitliche Ladegeräte ausreichend vor Fremdinterferenzen geschützt sind.

Die Europäische Kommission erwartet, dass die ersten mit den neuen Normen kompatiblen einheitlichen Ladegeräte und Mobiltelefone im Verlauf der ersten Monate des Jahres 2011 auf dem EU-Markt erhältlich sein werden. (pi/rnf)

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