Qualcomm setzt auf Know-how aus Wien Detail - Computerwelt

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27.01.2011 Christof Baumgartner/apa

Qualcomm setzt auf Know-how aus Wien

Eine in Österreich entwickelte Technologie könnte mittelfristig auf einem großen Teil der weltweit verkauften Handys zu finden sein.

Davon ist zumindest der US-Mobilfunkzulieferer Qualcomm überzeugt, der vor knapp einem Jahr die Forschungsabteilung des Wiener Unternehmens Imagination übernommen hat. Konkret geht es dabei um „Augmented Reality“ (AR) – also die Anreicherung der wahrgenommenen Realität mit digitalen Informationen – für mobile Endgeräte, auf die das aus dem Zukauf hervorgegangene Qualcomm Austria Research Center spezialisiert ist. Wer beispielsweise seine Handy­kamera auf ein Gebäude oder ein Produkt richtet, bekommt dabei zusätzliche Informationen eingeblendet. Das Forschungszentrum ist eines von fünf, die Qualcomm weltweit betreibt, aber das einzige in Europa. Im Gegensatz zu Anbietern wie der österreichischen Mobilizy – bekannt durch die Anwendung Wikitude – setzt Qualcomm nicht auf ein System, das auf GPS basiert und somit vor allem den Aufenthaltsort berücksichtigt, sondern auf Bilderkennung. Gegenstände sollten also aufgrund ihres Aussehens identifiziert werden. Dadurch würde sich eine Fülle an Möglichkeiten ergeben, erklärte Michael Gervautz, Mitgründer von Imagination. Sehr interessant sei Augmented Reality beispielsweise für das Marketing und den Spielesektor. So habe man ein Pilotprojekt umgesetzt, bei dem aus einem Stück Papier dank AR ein virtueller Boxring werde, in dem die per Handy gesteuerten Roboter virtuell gegeneinander antreten. Anwendungsmöglichkeiten sieht Gervautz aber auch in der Medienbranche. Ein Blick durch die Handykamera auf einen bestimmten Artikel und schon startet ein Video-Beitrag zum Thema. „Print kann so wieder mit Multimedia mithalten“, so Gervautz. „Wir sehen hier großes Potenzial. Forschung aus Österreich wird weltweit exportiert werden“, gibt sich auch Hamid-Reza Nazeman, Country Manager für Deutschland und Zentraleuropa, überzeugt. Mehr als die Hälfte aller in Österreich verkauften Handys seien inzwischen Smartphones. Die Geräte, die Netze sowie die Infrastruktur würden nun bereit stehen, um entsprechende Anwendungen zu entwickeln.

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