Die Top-Tablets 2011 von Android bis Windows Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


27.01.2011 Alex Wolschann/idg

Die Top-Tablets 2011 von Android bis Windows

Alle jagen Apple. Mit der neuen Android-Version 3.0 Honeycomb soll heuer kräftig am Thron des iPad gerüttelt werden. Neben vereinzelten Windows-Tablets setzen einige Hersteller auch auf hauseigene Betriebssysteme wie RIM beim Blackberry Playbook.

Laut Schätzungen des Analystenhauses Gartner wurden 2010 weltweit über elf Millionen Tablets mit einem Durchschnittspreis von 600 Dollar pro Stück verkauft. Bei einem Großteil der Geräte handelte es sich um iPads von Apple, beim Rest dominierte das Samsung Galaxy Tab, ein sieben-Zoll-Display mit Android-Betriebssystem. Ein Ende des Ansturms scheint nicht in Sicht. Gartner rechnet für dieses Jahr mit einem weltweiten Absatz von 55 Millionen Tablet-PC, IDC kommt auf eine etwas konservativere Zahl von 44,6 Millionen Geräten. Davon könnten zehn bis 15 Millionen Geräte nicht von Apple stammen. Der größte Trumpf der Apple-Konkurrenz ist wohl das Betriebssystem Android von Google. Der Suchmaschinenriese stellte anlässlich der CES seine Tablet-optimierte Version Android 3.0 Honeycomb vor, die mit einer komplett neuen holographischen 3D-Benutzeroberfläche, reicheren interaktiven Widgets und einem überarbeiteten Browser auf den Markt kommen wird. Außerdem werden auch die neuesten Innovationen von Google Mobile unterstützt, wie Google Maps 5 for Android mit 3D-Gebäuden und einem Off-line-Speicher, der Zugriff auf mehr als drei Millionen Google E-Books gewährt oder Google Talk zum (Video-)Telefonieren oder Chatten mit anderen Nutzern. aufgerüstete Hardware Doch auch die Hardware der neuen Flachmänner kann sich sehen lassen. Waren die ersten Geräte von der Ausstattung her kaum mehr als aufgeblasene Android-Smartphones, besitzt die neue Generation weitgehend einen Tegra-2-Chipsatz von Nvidia mit ein-GhZ-Dualcore-CPU, bis zu ein GB Arbeitsspeicher, zwei Kameras, HDMI-Schnittstelle und anderen Feinheiten. Dennoch geht nicht nur Gary Shapiro, Geschäftsführer des Messebetreibers der CES, davon aus, dass nur ein Bruchteil der vorgestellten Tablets am Markt reüssieren wird. Zu den vielversprechenden neuen Kandidaten zählen unter anderen drei Geräte vom Netbook-Pionier Asus: Das EeePad MeMo mit sieben-Zoll-Display, sowie die beiden zehn-Zöller EeePad Slider und EeePad Transformer. Während das MeMo ganz auf Fingerbedienung setzt, zielen die beiden anderen Tablets auf Nutzer, die auf Tastatureingabe nicht ganz verzichten wollen. So besitzt der Slider eine Qwertz-Tastatur zum Herausschieben, anschließend kann das Gerät wie ein Notebook bedient werden. Der Transformer ist eigentlich ein Netbook, lässt sich aber dank des abnehmbaren Keyboards in ein Tablet verwandeln. Weiterer Unterschied zum EeePad MeMo ist der verbaute Tegra-2-Chipsatz von Nvidia mit Dualcore-CPU, das Einstiegsmodell setzt dagegen auf Qualcomms Snapdragon-Chipset. Ein interessantes Design bietet auch das Acer Iconia: Hierbei handelt es sich streng genommen um ein Dual-Screen-Notebook, das zwei 14 Zoll große Touchscreens, aber keine physische Tastatur besitzt. Dies geht zwar leicht auf Kosten der Bedienbarkeit, zumindest im Vergleich zu einem Netbook. Der Vorteil: Die Anwender können je nach Programm verschiedenste Oberflächen nutzen, die allerdings erst noch entwickelt werden müssen.

Xoom siegt im wettbewerb Nicht von schlechten Eltern ist auch das Motorola Xoom mit 10,1-Zoll-Display und der üblichen Hardwareausstattung. Das Gerät wurde allerdings zunächst für das CDMA-Mobilfunknetz von Verizon entwickelt und soll erst später auch ein Upgrade auf LTE erhalten. Das Xoom konnte den renommierten CES-Wettbewerb in der Rubrik Tablet für sich entscheiden. Trotz wenig Bekanntheit durchaus Chancen hat zudem das US-Unternehmen StreamTV mit dem eLocity A10. Das Modell besitzt ein zehn-Zoll-IPS-Display (1366 mal 768 Pixel Auflösung), den Tegra-2-T250-Chipsatz und soll bereits im Februar (nach der Auslieferung von Android 3.0) auf den US-Markt kommen. Später dieses Jahr soll außerdem eine Version mit 3D kommen. Warten auf Windows Für Anwender, die Windows einsetzen wollen, hat Asus den EeeSlate EP121 neu im Programm. Das Gerät hat ein 12,1 Zoll großes Multitouch-Display, lässt sich statt mit den Fingern aber auch mit einem Stift bedienen. Als Betriebssystem dient das noch nicht ganz Tablet-optimierte Windows 7 – eine bessere Anpassung an Fingerbedienung und Multitouch soll erst der für 2012 erwartete Nachfolger Windows 8 bekommen. Während der Veranstaltung präsentierte der Softwareriese lediglich eine technische Demonstration von Windows auf ARM-Prozessoren, das heißt, das künftige Betriebssystem ist noch nicht fertig und Teile wie die Benutzeroberfläche sind noch nicht endgültig und für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt. Neben Geräten mit Android- und Windows-Betriebssystem hatte auch das mit Blackberry Tablet OS ausgestattete Blackberry Playbook seinen ersten Live-Auftritt, bevor es im ersten Quartal in den USA und im darauffolgenden Quartal dann weltweit auf den Markt kommen soll. An der schwarzen Gehäusefront befindet sich keine einzige Taste, das Menü wird durch eine Wischbewegung aufgerufen. Das 7-Zoll-Tablet basiert auf einem eigenen Betriebssystem namens QNX und unterstützt echtes Multitasking. Für das hauseigene Betriebssystem gibt es zwar Adobe-Air-Anwendungen, von einer App-Vielfalt wie bei Apple oder Google ist RIM aber weit entfernt. Hewlett-Packard blieb indes dem Tablet-Reigen auf der CES fern. Berichten zufolge plant der Hersteller ein größeres Announcement bezüglich der geplanten PalmPads mit WebOS-Betriebssystem erst im Februar. Verschmelzung mit Readern Interessantes tut sich auch bei den E-Book-Readern. Hier geht der Trend klar in Richtung Farbdisplays, außerdem ist abzusehen, dass die Reader bei zunehmendem Preisrückgang mit den Tablets verschmelzen werden. Auf der CES haben unter anderem die Hersteller Archos und iRiver neue Modelle vorgestellt. Interessant sind auch die beiden E-Book-Reader, die Sharp bereits auf dem japanischen Heimatmarkt unter dem Namen Galapagos vertreibt und aktuell auf eine Freigabe durch die US-Behörde FCC warten. Das kleine 5,5-Zoll-Gerät besitzt eine Auflösung von 1024 mal 600 Pixeln, während der 10-Zöller mit 1.366 mal 768 Pixeln auflöst. Betriebssystem ist Android 2.2, über das die Japaner jedoch eine eigene Benutzeroberfläche gestülpt haben. Auch Qualcomms Mirasol-Displays, die ähnlich wie Schmetterlingsflügel dank lichtreflektierender Partikel ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen, rücken allmählich langsam in greifbare Nähe. Das US-Unternehmen errichtet derzeit für gut eine Milliarde Dollar eine Fertigungsstätte in Taiwan – Produktionsstart für die ersten Mirasol-Displays ist Ende des Jahres. Aber nicht nur E-Book-Reader konvergieren mit den Rechenflundern, auch die ersten Übergänge von Smartphones zu Tablets und Notebooks sind festzustellen. Nach Übergrößen wie dem Dell Streak oder dem 7-Zöller Samsung Galaxy Tab mit Telefoniefunktion scheinen 4,3-Zoll-Bildschirmdiagonale allmählich zum Standard für Highend-Geräte zu werden. Außerdem, wie das Motorola Atrix 4G eindrucksvoll demonstriert, reicht die Rechenleistung dank Dualcore-CPU inzwischen problemlos aus, um unterwegs ein Notebook zu ersetzen. Im Office oder Hotel kann das Gerät dann zum bequemeren Arbeiten über eine Docking-Station mit einer Display-Tastatur-Kombination verbunden werden.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • eyepin GmbH

    eyepin GmbH Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, Programmierung, Übernahme von Softwareprojekten mehr
  • EASY SOFTWARE GmbH

    EASY SOFTWARE GmbH Schrifterkennung, Mobile Lösungen und Applikationen, Management Informationssysteme (MIS), Dokumentenmanagement und ECM, Business Intelligence und Knowledge Management mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • NAVAX Unternehmensgruppe

    NAVAX Unternehmensgruppe Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Maschinen- und Anlagenbau, Konsumgüterindustrie, Immobilien,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: