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19.02.2009 Alex Wolschann

Cebit 2009: Programme machen das Business mobil

Die Cebit in Hannover ist zwar nicht gerade das Mekka für Mobility-Fans, bietet jedoch eine breite Auswahl an mobilen Lösungen für die Geschäftswelt.

Die Cebit in Hannover ist zwar nicht gerade das Mekka für Mobility-Fans, bietet jedoch eine breite Auswahl an mobilen Lösungen für die Geschäftswelt. Längst vorbei sind inzwischen die Zeiten, in denen "out of Office" auch "out of Business" bedeutete. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten moderne Smartphones, mit denen mobile Mitarbeiter inzwischen nicht nur E-Mails einsehen, sondern auch Geschäftsanwendungen bedienen können. Schnell greifbar und weniger sperrig als ein Net- oder Notebook reichen sie in der Regel völlig aus, um schnell vor dem Check-in am Flughafen oder im Foyer des Kundenunternehmens Mitteilungen durchzusehen, Kennzahlen nachzuschlagen, Spesen abzurechnen oder neue Aufträge entgegenzunehmen.

Auch auf der diesjährigen CeBIT in Hannover finden sich zahlreiche Anbieter, die mit mobilen Lösungen angereist sind - obwohl das eigentliche Event der Mobilfunkbranche, der Mobile World Congress, bereits zwei Wochen früher und rund 1600 Kilometer weiter südwestlich in der katalanischen Hauptstadt Barcelona stattgefunden hat.

Insbesondere im CRM- und ERP-Umfeld gehört es schon seit längerem zum guten Ton, ausgewählte Funktionen der Software auch mobil bereitzustellen. Entsprechend werden Interessierte in den klassischen Business-Software-Hallen 4 und 5 bei den üblichen Verdächtigen fündig. So hat ERP-Riese SAP (RIM) zu Gast. Es tummeln sich auch eine Reihe von auf diesem Gebiet aktiven Lösungs- und Integrationspartnern. Dazu zählt die auf Beratung und Softwareentwicklung für SAP und mobile Lösungen spezialisierte Advanced Solutions GmbH. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst die Aufnahme und Gestaltung von mobilen Geschäftsprozessen bis hin zur Einführung und den Betrieb der Lösung. Als weiterer Partner stellt Data One (Halle 4, Stand D12) auf Basis von SAPs Portaltechnik "Netweaver Mobile 7.1" und "xApps for Mobile Business" eigene Erweiterungen vor. Diese unterstützen unter anderem das mobile Asset-Management, die ortsunabhängige Abrechnung von Geschäftsreisen oder die Serviceabwicklung im Außendienst. Uniorg Services wiederum präsentiert am SAP-Partnerstand (ebenfalls Halle 4, Stand D12 ) mobile Lösungen für den Außendienst (Verkauf, Service und Montage) auf Basis der Mittelstandssoftware "SAP Business One".

Aber auch andere ERP-Hersteller ergänzen ihre Lösungen um mobile Funktionen. Beispielsweise zeigt SoftM (Halle 5, Stand C16) die Version 4.5 von "Semiramis", die unter anderem neue Funktionen für den mobilen Wareneingang sowie Kommissionierung beinhalten soll. So erhalten Lageristen aus der Auftragsverwaltung der Business-Software eine Liste der für einen Auftrag zusammenzustellenden Produkte auf ein mobiles Gerät überspielt. Ebenso lassen sich Wareneingänge mit tragbaren Computern erfassen und so ohne Tipparbeit in die Warenwirtschaft einbuchen. Die Produkte lassen sich zum Beispiel über Barcode-Scanner identifizieren. Zu den weiteren, von SoftM vorbereiteten mobilen Anwendungen zählen die Angebots- und Auftragsverwaltung, die Preisauskunft, die Produktionsunterstützung mit BDE-Funktionen und Kapazitätsanzeige, das Drucken der Fertigungspapiere und Anzeigen des Auftragsvorrats pro Maschine sowie die Online-Rechnungserstellung.

Nutzer der Sage Office Line erhalten beim Sage-Partner Abacus EDV-Lösungen Unterstützung bei der mobilen Datenerfassung. Das Unternehmen zeigt in Halle 5, Stand B16 unter anderem seine Erweiterung "Abacus Mobile Datenerfassung" (MDE) zur einfachen Buchung von Warenbewegungen in allen Bereichen der "Office Line Warenwirtschaft". Mit Windows-CE-Geräten, die über WLAN vernetzt sind, lassen sich Barcodeetiketten scannen und so effizient und fehlerfrei Warenein- und Ausgänge, Lagerbewegungen sowie Inventuren erfassen und die Verfolgung von EAN-128-etikettierten Paletten realisieren.

In Halle 4, Stand B54 präsentiert Axpert-IT die ersten mobilen Lösungen für Microsofts Mittelstandslösung "Dynamics AX". Im Fokus stehen dabei die Themen Lagerverwaltung, Fertigung und Projektgeschäft auf Basis des "Microsoft Mobile Framework für Dynamics AX". Typische Anwendungsszenarien für mobile Dynamics-AX-Lösungen in Verbindung mit Barcodescannern sind in der Materialwirtschaft die Inventur, Umlagerungen, der Wareneingang, die Kommissionierung oder der Warenausgang. Im Fertigungsprozess werden mit mobilen Lösungen Aufträge schnell zurückgemeldet, Fertigungszeiten erfasst und Arbeitsgänge dokumentiert. Bei projektorientierten Dienstleistungen wiederum kommen PDAs oder Smartphones zum Einsatz, um Stundenzettel, Leistungsscheine und den Fertigstellungsgrad direkt vom Einsatzort in die Zentrale zurückzumelden.

Auch Ams.Hinrichs+Müller hat für seine mittelständische Branchenlösung "ams.erp" mobile Softwarekomponenten entwickelt. Die in Halle 5, Stand A 28 vorgestellten Anwendungen für Versand, Lagerverwaltung, Zeiterfassung und Service-Management sollen es Maschinen- und Anlagenbauern gestatten, über mobile Endgeräte Daten schnell zu erfassen und in das Auftrags-Management-System ams.erp zu übermitteln. Informationen über Fertigungsprojekte können laut Hersteller so schneller in die mitlaufende Kalkulation eingehen sowie die Rechnungslegung beschleunigen. Dazu zählt, über mobile Devices Arbeitszeiten zu erfassen und einem Kundenauftrag, einem Arbeitsgang, einem Bauteil beziehungsweise einer Baugruppe zuzuordnen. Monteure oder Servicetechniker können beispielsweise über ein Smartphone auf Terminpläne, Auftragsstücklisten und Arbeitspläne zugreifen und die geleisteten Arbeitszeiten verbuchen. Die Personalabrechnung der ERP-Software ermittelt zudem etwaige Zuschläge, falls sich der Mitarbeiter beispielsweise im Ausland befindet oder an einem Sonn- und Feiertag tätig ist.

Die Agentur für Informatik (AFI) GmbH (Halle 3, Stand A29) will mit "DirectInvoiceControl Mobile" einem bekannten Flaschenhals im Unternehmen zu Leibe rücken. Indem die Führungskräfte im SAP-System eingegangene Rechnungen mobil via Smartphone einsehen und freigeben können, soll vermieden werden, dass die Geschäftsprozesse während Geschäftsreisen oder Kundenbesuchen zum Erliegen kommen. Laut AFI sind dabei sämtliche entscheidungsrelevanten Informationen - etwa Rechnungsdaten, Rechnungsbild sowie Notizen und Bearbeitungshinweise der sachlich/rechnerischen Vorprüfung - immer und überall in strukturierter Form verfügbar. Die Datensicherheit wird durch Authentifizierung des Freigebers gegenüber SAP garantiert. Auch Komfortfunktionen wie etwa ein klärender Anruf beim Vorprüfen oder die geografische Anzeige des Kreditors in Google Maps sollen direkt aus der Freigabeanwendung angestoßen werden können. Laut Anbieter unterstützt die AFI-Lösung neben dem Apple iPhone auch alle weiteren gängigen Smartphone-Betriebssysteme wie Blackberry, Windows Mobile und Symbian.

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