Viel Lärm um wenig: Android kann sich nicht durchsetzen Detail - Computerwelt

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25.02.2009 Alex Wolschann/idg

Viel Lärm um wenig: Android kann sich nicht durchsetzen

Auf dem Mobile World Congress (MWC) präsentierten die Handy- und Smartphone-Hersteller ihre neuen Geräte und Dienste.

Wenngleich die weltgrößte Mobilfunkmesse Mobile World Congress vor den Folgen der schwindsüchtigen Weltkonjunktur nicht gefeit ist, bemühen sich die Hersteller, das Wirtschaftwunder im Smartphone-Segment fortzusetzen. Kein Wunder: Wie die jüngsten Marktzahlen besagen, wurden zuletzt rund 200 Millionen Smartphones jährlich verkauft – für die kommenden drei bis fünf Jahren wird ein jährliches Plus von 15 Prozent erwartet. Um das prognostizierte Wachstum zu schüren, überbieten sich etablierte Anbieter wie Nokia oder HTC mit neuen Modellen, aber auch Player aus anderen Bereichen sind von der Goldgräberstimmung in der Mobilfunkbranche erfasst oder nutzen die Chance auf ein Comeback.

Zu letzterer Kategorie zählt vor allem der Handheld-Pionier Palm. Nachdem das neu entwickelte Smartphone Palm Pre mit ebenfalls frischem Betriebssystem WebOS bereits auf der CES in Las Vegas für Aufsehen gesorgt hatte, nutzte das Unternehmen die Mobilfunkmesse in Barcelona nun für zusätzliche Publicity. Spätestens nach den stattgefundenen Produktvorführungen dürfte es Palm nicht schwer fallen, Carrier für eine Kooperation zu finden: Das Gerät überzeugt durch eine flotte Bedienung via Touch- und Gestensteuerung; witzige Details wie eine übergreifende Suchfunktion und eine funktionale Tastatur machen das Palm Pre zu einer akzeptablen Alternative zum Apple iPhone. Das Unternehmen kann ähnlich wie Apple seit Jahren auf eine loyale Anhängerschaft zählen. Selbst die größten Anhänger dürften sich jedoch in den vergangenen Jahren ob der Innovationskraft Palms schaudernd abgewandt haben.

PROMINENTE QUEREINSTEIGER Acer steigt mit vier Geräten in den Smartphone-Markt ein. Angesichts der Übernahme von E-Ten (Glofish) hat der taiwanische PC- und Notebook-Hersteller in Barcelona ein Sammelsurium an etwas billig wirkenden und wohl sehr preisbewussten Smartphones auf Windows-Mobile-Basis vorgestellt. Das Topmodell der Tempo-Serie, das M900, verfügt über eine seitlich ausschiebbare Volltastatur, HSDPA, WVGA und einen 3,8-Zoll-Touchscreen. Weitere Features sind ein Fingerprint-Sensor, der Single-Sign-on ermöglicht, GPS, UKW-Radio, Sprachaufnahme und -Steuerung, erweiterbarer Speicher sowie eine Fünf-Megapixel-Kamera mit Blitz.

Ebenfalls aus dem Notebook-Segment kommend, wenn auch als langjähriger Anbieter von Smartphones und insbesondere Handys nicht unerfahren, versucht Toshiba mit dem TG01 einen neuen Durchbruch. Mit einem leistungsstarken und schnellen 1-GHz-Snapdragon-Prozessor ist das Business-Smartphone auf Windows-Mobile-Basis dabei ein schwereres Geschütz als die Modelle der relativ ausgereiften, wenn auch auf dem Markt wenig erfolgreichen Portégé-Smartphone-Reihe der vergangenen Jahre. Weiteres markantes Merkmal des TG01 ist die von Toshiba entwickelte Benutzeroberfläche in Form von vertikalen Streifen mit direkten Einstiegspunkten zu Funktionen und Anwendungen.

NOKIA ERWEITERT BUSINESSREIHE Über solche Probleme erhaben und eher Opfer des eigenen Sparpakets ist der Marktführer Nokia. Auf dem Mobile World Congress stellten die Finnen ihr neues Flaggschiffmodell der E-Series, das E75, auf Basis der Symbian-S60-Plattform vor. Dabei handelt es sich um ein relativ kleines schlankes Gerät mit von hinten vorschiebbarer Volltastatur – im Normalzustand verborgen unter der Oberseite, welche aus einem 2,4-Zoll großen Display (320x240 Pixel Auflösung) samt numerischer Tastatur besteht. Verbaut sind die schon vom E71 bekannten Ingredienzen wie eine angeblich vollkommen ausreichende 3,2-Megapixel-Kamera, A-GPS, HSDPA, WLAN, UKW-Radio und MP3-Player. Das E75 soll bereits im März auf den Markt kommen. Wie eine Nokia-Managerin erklärte, bedeutet das E75 trotz seiner Form nicht unbedingt das Ende der klassischen Communicator-Linie, wie es noch das E90 repräsentierte. Vielmehr entspreche man mit dem Format – ebenso wie dem bewussten Weglassen eines Touchscreens – den allgemeinen Vorstellungen der Kernnutzerschaft von einem Business-Smartphone. Den Generationswechsel innerhalb der E-Series-Reihe treibt zusätzlich das neu vorgestellte E55 voran. Das schlanke Smartphone erinnert stark an seinen Vorgänger E51, bringt jedoch dank Doppelbelegung der Tasten auf gleichem Raum eine Qwertz-Tastatur unter. Weiterhin hervorzuheben ist eine rekordverdächtige Standby-Zeit von einem Monat. Nokia plant, das ebenfalls mit Symbian-S60 ausgestattete Gerät im zweiten Quartal herauszubringen. Beide Modelle verbindet neben einer größtenteils identischen Hardwareausstattung ein vereinfachtes Setup für Mail for Exchange: Die Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort auf dem Smartphone genügt, um die Einrichtung auf dem firmeneigenen Exchange-Server zu initiieren. Die Verbundenheit mit dem ActiveSync-Protokoll von Microsoft geht aber noch weiter, etwa bis hin zu Management-Features wie Remote Lock & Wipe. Nokia kündigte darüber hinaus einen Software-Marktplatz nach dem Vorbild des Apple App Store an. Der Ovi Store soll die eigenen Angebote an Musik, Spielen und Navigationsdiensten bündeln und im Mai an den Start gehen. Das Multimedia-Handy N97 soll das erste mit vorinstalliertem Zugang zum Ovi Store werden.

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