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26.02.2009 Michaela Holy

Mobilfunk unterstützt Lernerfolg

Im Schulunterricht eingesetzte Smartphones hätten die mathematische Leistung der Schüler um ein Viertel gesteigert, zeigen Praxisbeispiele.

Wer im Bildungswesen international nicht den Anschluss verlieren will, der muss auf den Einsatz mobiler Technologien setzen, analysiert FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier die Bildungskonferenz "Mobile Learning", die vom 16.- 17. Februar 2009 in Washington D.C. stattgefunden hat. Dieser Kongress brachte die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Didaktik.

Für die Studie im Auftrag von Qualcomm, einem Mobilkommunikationsentwickler aus San Diego, wurden die Schüler mit Smartphones inklusive einem Windows-Mobile-Betriebssystem ausgestattet. Darauf waren Übungsprogramme zur Lösung von Algebra-Aufgaben installiert. Bei der Abschlussprüfung zeigte sich, dass die "Handyschüler" um 25 Prozent bessere Ergebnisse erzielten, weil sie wesentlich intensiver und motivierter übten.

"In Österreich sind für mobiles Lernen bereits erste Beispiele vorhanden, aber bislang kommt das Thema in den Lehrplänen der österreichischen Schulen kaum vor", sagt Maier. Die wenigen Ausnahmen vermelden aber gute Lernerfolge in der Praxis, wie etwa der Schulversuch "Mobile Learning" an der Hauptschule der Pädagogischen Hochschule Steiermark, in Zusammenarbeit mit der FH Joanneum, der mittlerweile seit über 2 Jahren läuft. "Die Schüler agieren mit dem Handy auf sehr hohem Leistungsniveau, weil es für sie zur ihrer selbstverständlichen Lebenswelt gehört", erklärt Maier. In der Übungshauptschule wird das Mobiltelefon als ergänzendes Werkzeug im naturwissenschaftlichen Unterricht sinnvoll eingesetzt. Das forschende Lernen und die Übungsphase der Unterrichtsstunde bleiben weiter erhalten. Nur die Dokumentation und Präsentation der Experimente erfolgt mittels Mobilfunktechnik (Audio-, Bild-, Videofunktion). "Die Schule von morgen", so Maier, "hat das Handy in den Unterricht integriert." Denn nur so könne "lebensnaher Unterricht die Kluft zwischen schulischen Lerninhalten und von der Wirtschaft benötigten Kompetenzen schließen". Die Übungshauptschule setzt diese Zukunftsvision seit Anfang Februar 2009 in dem Projekt "Schultaschen-Verbot statt Handyverbot" bereits um.

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