Renoir KC910 von LG im Test Detail - Computerwelt

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16.03.2009 Alex Wolschann

Renoir KC910 von LG im Test

LG landet seinen nächsten Coup mit dem KC910 für das der impressionistische Maler Pierre-Auguste Renoir mit seinem Namen Pate stand.

Schon steht der nächste Konkurrent für iPhone und G1 in den Startlöchern. Das UMTS/HSDPA-Smartphone Renoir KC910 basiert auf einem LG-eigenen Betriebssystem, das mit einer übersichtlich gestalteten Nutzeroberfläche überzeugen kann. Dies ermöglicht eine einfache Bedienung des Touchdisplays, die dennoch kleinere Mängel aufwies.

Das Tippen auf dem 3-Zoll-Touchdisplay funktionierte einwandfrei. Die Scrollfunktion ist allerdings verbesserungswürdig. Bei mehrseitiger Anzeige funktioniert das scrollen mit dem Finger nur begrenzt. Mehr Effekt erreicht man in dem Fall durch Tippen auf die Scrollpfeile. Das Gerät selbst liegt gut in der Hand und wirkt durch die leicht geriffelte Rückenplatte sehr elegant.

Der 50 MB große interne Speicher lässt sich per Micro-SD(HC)-Karte erweitern, eine 4-GB-Karte liegt bei. Der Kartenslot sitzt an der Gehäuseseite und ist direkt zugänglich. Das lästige Öffnen des Geräts und Ausbauen des Akkus, das bei manchen Konkurrenzprodukten erforderlich ist, entfällt hier also.

Das LG-eigene Betriebssystem, das Windows Mobile ähnelt, ist übersichtlich aufgebaut und gut strukturiert. Die Verbindung zum PC erfolgt per USB oder der mitgelieferten Software LG PC Suite II, die auch die Synchronisation übernimmt. Die entsprechende Auswahl treffen Sie im Menü des Smartphones unter "Verbindungen, USB-Verbindung". Unpraktisch fanden wir den proprietären USB-Stecker am Gerät - Sie müssen also immer das mitgelieferte Kabel nutzen. Zudem mussten wir den USB-Treiber installieren, damit Windows das Smartphone überhaupt erkannte. Die Akkulaufzeit fiel mit knapp 3,5 Stunden recht mickrig aus.

Dem Renoir KC910 liegt ein Stylus bei, der allerdings für den häufigen Gebrauch viel zu kurz ist. Außerdem lässt er sich nicht, wie es bei den meisten anderen Touch-Handys der Fall ist, im Gerät versenken, sondern ist mit einer dünnen Schnur am Gehäuseeck zu befestigen - nervig. Da nützt auch das edle Ledertetui nichts, das LG dem Stift spendiert. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dafür die Unterstützung von Dolby Mobile, einer Technik, die Raumklang auf dem Handy realisieren soll. Im Test hörten wir tatsächlich einen kleinen Unterschied zur normalen Wiedergabe. Mit aktiviertem Dolby Mobile war der Klang etwas voller.

Das Smartphone ist mit den Google-Services Google Maps, Google Mail und der Google Suche versehen. Außerdem ist ein direkter Link zu YouTube und Blogger hinterlegt. Seine GPS-Daten bekommt das Smartphone über eine integrierte GPS-Antenne, die die GSM-Daten des Mobilfunknetzes auswertet (A-GPS, Assisted Global Positioning System). Damit kann das Renoir lediglich eine Ortung vornehmen und die Position via Google Maps darstellen. Navigieren ist nicht möglich.

Die integrierte Kamera arbeitet mit 8 Megapixeln, einem Objektiv von Schneider-Kreuznach und einem Xenon-Blitz. Sie lässt eine 4-, 8- oder 16fache digitale Vergrößerung zu und bietet zudem einige Funktionen, die von "großen" Digitalkameras bekannt sind: So stehen ein Smile-Shot-Modus, eine Blinzelerkennung und ein Bildstabilisator zur Verfügung. Auch ist es möglich, Bilder mit GPS-Daten (Geotags) zu versehen, mit deren Hilfe Sie Ihre Aufnahmen beispielsweise einer Landkarte zuordnen können.

Um die Kamera zu aktivieren, drehen Sie den Objektivring und schalten die Funktion im Menüpunkt "Unterhaltung" ein. Zum Fotografieren halten Sie das Gerät quer wie eine Digitalkamera. Auslöser und Zoomtasten sitzen zusammen mit der Feststelltaste oben am Gehäuse. Die Bildqualität war für eine Handykamera in Ordnung. Die Fotos wurden dank gut funktionierendem Autofokus scharf. Allerdings fanden wir auch bei diesem Smartphone das übliche Bildrauschen in dunklen Bildbereichen - für bessere Ergebnisse sind die Bildsensoren einfach zu klein. Auf der Handy-Vorderseite sitzt eine zweite Kamera für Videotelefonie. (idg/aw)

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