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26.03.2009 Christof Baumgartner/apa

Handys für Jugend unverzichtbar

Fast drei Viertel der Jugendlichen können sich nicht vorstellen, auf ein Handy zu verzichten.

Handys sind aus dem Leben der Jugendlichen nicht mehr wegzudenken, denn sie wachsen damit auf. Einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge ist es für 85 Prozent der Zehn- bis Zwölf-Jährigen Handybesitzer ist es wichtig, ein Gerät zu haben. Fast drei Viertel können sich nicht vorstellen, darauf zu verzichten. Zuerst werden sie mit den Mobiltelefonen der Eltern konfrontiert und etwas später bekommen sie ihr eigenes. Bis zum zehnten Geburtstag haben laut GfK insgesamt knapp mehr als die Hälfte der befragten zehn- bis 18-jährigen Handybesitzer ihr erstes eigenes Mobiltelefon bekommen. An das Telefon werden aber gewissen Ansprüche gestellt: Einerseits sollte es sich um ein angesagtes Modell handeln, andererseits soll es zahlreiche Funktionen besitzen. Befragt wurden 300 Personen zwischen zehn und 18 Jahren.

Das Handy als reines Telefon hat allerdings ausgedient, denn Kinder und Jugendliche verwenden es auch zum Musik hören und Fotografieren. Deswegen sind bei den Geräten MP3-Fähigkeit, Kamera und Bluetooth besonders gefragt. Die Bluetooth-Schnittstelle ist wichtig, weil rund 80 Prozent der Befragten Inhalte wie Musik, Fotos, Klingeltöne und Spiele, die auf das Handy gespeichert sind, mit ihren Freunden tauschen wollen. Das Mobiltelefon sei zum mobilen Entertainment Center geworden, hieß es in der Aussendung.

NICHT IRGENDEIN HANDY Handy ist nicht gleich Handy, auch auf das Modell kommt es an: Fast 50 Prozent der Jugendlichen glauben, dass es sehr wohl eine Rolle spielt, ob man ein "angesagtes" Device wie zum Beispiel das iPhone hat oder nicht. Besonders Kinder und Jugendliche mit - im Normalfall weniger "angesagten" - Wertkartentelefonen meinen, es sei nicht egal mit welchem Telefon "man sich zeige".

Die aktuelle Tarifentwicklung hin zu quasi Flatrates unterstützt die Jugendlichen in ihrem Streben nach "besseren" Endgeräten. Diese sind im Normalfall über post-paid Verträge zu erhalten, wenn man nicht für offene Versionen viel Geld bezahlen möchte. Die (laufenden) Kosten werden bei fast zwei Drittel von den Eltern übernommen. Doch es gilt: Je älter die Sprösslinge, desto eher geht der Trend zum Teilen der Kosten beziehungsweise zur Übernahme der gesamten Kosten durch die Jugendlichen.

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