Netbooks: Leistung, Preis und Nachfrage steigen weiter Detail - Computerwelt

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08.04.2009 Alex Wolschann/idg

Netbooks: Leistung, Preis und Nachfrage steigen weiter

Die beliebten Netbooks der nächsten Generation leisten mehr als ihre Vorgänger und scheinen die Gewinner der Krise zu sein.

2008 war das Jahr der Netbooks – Asus legte Ende 2007 mit seinem Eee-PC vor, alle anderen zogen nach. 2009 wird das Jahr der nächsten Netbook-Generation – eine Menge Neuerungen sind angekündigt und sollen den Hardware-Markt in den kommenden Monaten aufrollen. Bis zu 65 Prozent soll das heurige Wachstum global ausmachen, konventionelle Notebooks schaffen gerade noch zweistellige Wachstumsraten. Während die erste Generation der Netbooks vor allem mit nie dagewesenen Preisen, aber nicht mit Leistung zu überzeugen vermochte, haben die Hersteller bei der neuen Generation die Ausstattung im Fokus gehabt, ohne jedoch den Preispunkt ganz aus den Augen zu verlieren.

NETBOOK ALS NAVI 2009 werden Netbook-Hersteller ihren Geräten immer öfter einen GPS-Empfänger spendieren, wie das etwa beim Toshiba NB100-12N schon der Fall ist. Mit entsprechender Navigations-Software – die dem Toshiba-Netbook fehlt – würde das Mini-Notebook das Navi ersetzen. Zumindest für Beifahrer und Fußgänger ist es eine interessante Alternative. Fraglich ist allerdings, inwieweit Hersteller das teure Kartenmaterial zur Verfügung stellen werden – oder wie hoch der Aufpreis sein wird.

Ein Netbook ohne WLAN ist kaum vorstellbar, oft ist es sogar schnelles 11n-WLAN. Doch unterwegs bringt das nur selten etwas. Fernab von daheim und der Firma ist der Mobile Warrior auf Hotspots angewiesen, um ins Netz zu kommen – diese sind aber nicht nur spärlich gesät, sondern kosten meist auch Geld und gelten als unsicher. Dabei würden sich Netbooks aufgrund ihrer geringen Größe eigentlich sehr gut als mobiler Surf-Begleiter eignen.

2009 wird sich deshalb Stück für Stück das UMTS/HSDPA-Modem als Netbook-Standard durchsetzen. Die integrierte Lösung macht Surf-USB-Sticks, die schnell verloren gehen oder beschädigt werden, überflüssig. Schon jetzt verfügen erste Modelle über ein Mobilfunk-Modem, etwa das Toshiba NB199-12N. Im Idealfall surft der Besitzer mit DSL-Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s – ohne WLAN. Zum Internet via UMTS braucht man aber auch eine SIM-Karte mit entsprechendem Datentarif.

NETBOOK + SIM-KARTE Schon jetzt vereinzelt, aber mit steigender Tendenz, bieten Mobilfunkunternehmen komplette Pakete mit SIM-Karte und Netbook an. Wer sich beispielsweise für einen zweijährigen Flatrate-Tarif entscheidet, bekommt ein stark subventioniertes Netbook mit UMTS-Modem dazu. Der Nebeneffekt: Netbooks wandern in die Handy-Shops, anders als ihre Desktop- oder Laptopkollegen, die eher in großen Computergeschäften und Einkaufstempeln zu finden sind.

NETBOOKS MIT HD Der bisherige Standard-Monitor bei Netbooks ist zehn Zoll groß und stellt 1024 x 600 Bildpunkte dar. Die geringen Ausmaße halten zwar das Netbook kompakt, sind aber nicht sonderlich komfortabel oder augenfreundlich. Einzelne Anbieter gehen deshalb einen neuen Weg, den in naher Zukunft sicher noch mehr Hersteller – zumindest alternativ – beschreiten werden: Die Bildschirmdiagonalen wachsen auch bei Netbooks.

Einige Beispiele: Das Samsung NC20 ist eines der ersten Netbooks mit 12-Zoll-Bildschirm und einer Akkulaufzeit von knapp acht Stunden. Bei einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel gibt es sogar HD-Videos (720 p) wieder. Auf der CES stellte MSI gar ein 13,4-Zoll-Gerät vor. Der Bildschirm des MSI X-Slim 320 hat das kinofreundliche 16:9-Format. Das Wachstum lässt jedoch die Grenzen zwischen Net- und Notebook allmählich verschwimmen. Asus hat neue Eee-PC-Modelle vorgestellt, die erstmals über ein optisches Laufwerk verfügen und mit einem Akku ausgestattet sind, der 9,5 Stunden am Stück arbeiten soll. Inzwischen hat aber jeder Notebookhersteller zumindest ein Netbookmodell im Portfolio, offiziell um den Kunden ein möglichst breites Angebot zu bieten. Doch nicht wenige Anbieter stöhnen ob der knappen Marge und der erforderlichen hohen Stückzahlen. Dem Konsumenten scheint das egal zu sein.

Kritiker bemängeln das vermehrte Aufkommen von Elektroschrott, immerhin werden die Netbooks als Zweitgeräte positioniert und aufgrund ihrer niedrigen Preise wohl auch nicht so gewissenhaft behandelt. Auch verbauen die Hersteller immer mehr recyclebare Komponenten, um dem Problem zumindest ein wenig Herr zu werden. Die Features der Rechenzwerge nehmen rasant zu. Diese Entwicklung nach oben wird zwangsläufig auch der Preis mitmachen. Netbooks werden sich in Zukunft verstärkt über Mobilfunk-Verträge verkaufen. Nutznießer sind all jene Kunden, die auch mit einem kleineren Display und weniger Ausstattung leben können.

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