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06.05.2009 Alexander Wolschann

Die iPod-Familie im Vergleichstest

Wir haben die Musiker der iPod-Familie zum Vorspielen gebeten.

Wien – Pünktlich zum Frühlingsbeginn hat Apple den iPod Shuffle runderneuert – er ist sehr robust und auch aufgrund seiner geringen Größe ideal für den Einsatz unterwegs. Auch die anderen iPods haben von Apple allerlei Detailverbesserungen spendiert bekommen: Der iPod-Touch etwa ist nun in der zweiten Generation erhältlich. Jetzt ähnelt er noch mehr dem iPhone: Die auf Hochglanz polierte Metallrückseite ist abgerundet, außerdem besitzt er mechanische Lautstärketasten sowie einen eingebauten Lautsprecher, der anspringt, wenn keine Kopfhörer eingesteckt sind. Wir geben einen Modellüberblick und analysieren Stärken und Schwächen im iPod-Portfolio.

IPOD CLASSIC - HIGHEND MIT FESTPLATTE Apples großer Video-iPod mit einer Festplatte als Speichermedium gibt es in der zweiten Generation nur noch in der 120-GB-Variante – früher konnten Sie noch zwischen 80 und 160 GB wählen. Das Vollmetall-Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium und Edelstahl. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich ansonsten nur wenig geändert: Die schwarze Ausführung wird nicht mehr tiefschwarz, sondern im dezent dunklen Anthrazit geliefert.

38 Stunden und 35 Minuten hielt der Akku des iPod Classic der zweiten Generation durch. Daten gelangten mit einem Tempo von über 20 MB/s auf den Player. Zum Bestücken mit Liedern, Bildern und Videos muss eine spezielle Software verwendet werden – iTunes oder eine kompatible Alternativen wie Winamp, Songbird & Co –, denn per Drag & Drop überspielte Musik wird von der Abspielfunktion ignoriert. Radio und Diktiergerät gibt es nur als Sonderzubehör. Ebenfalls optional sind Netzteil, AV-Kabel, Dockingstation, Etui & Co. Die integrierten Software-Extras sind Organizer-Sonderfunktionen, Equalizer, Weltzeituhr und Spiele. Die Kopfhörer klangen gut – ein neues Paar von einem Markenhersteller ist nur für feinfühlige Musikliebhaber wirklich nötig. An der Hifi-Anlage stellten wir keine außergewöhnlichen Mankos in der Klangqualität fest. Die Audioqualität erreichte bessere Werte als beim Vorgänger – die Abweichungen betrugen im kopfhörer-Betrieb nur rund 3 dB, an der Hi-Fi-Anlage gerade mal 1 dB. Und ein Klirrfaktor von gerade mal 0,062 Prozent ist ebenso für einen mobilen Musikanten völlig im Rahmen. Apples Festplatten-Player ist mit einem Preis von 240 Euro zwar nicht billig, aber sehr hochwertig gefertigt, robust und intuitiv zu bedienen. Er ist für diejenigen die richtige Wahl, die unterwegs immer ihre gesamte Musik-, Bilder- und Videosammlung mit dabei haben wollen.

IPOD NANO - DAS SANDWICHKIND Der iPod Nano ist in seiner vierten Generation nun nicht mehr quadratisch, sondern wieder eher so schmal wie das Gehäuse der zweiten Generation. Auch ist er leichter geworden: Der neue iPod Nano bringt nur 37 Gramm auf die Waage. Das Display ist diesmal jedoch größer ausgefallen. Die Displaygröße beträgt drei mal vier Zentimeter (2 Zoll Bilddiagonale), die Auflösung 240 x 320 Pixel. Es wird durch eine dem Gehäuse angepasste, gewölbte Glasscheibe abgedeckt. Wie schon das iPhone und der iPod- Touch besitzt der Nano nun auch einen Beschleunigungssensor. Dreht man den Nano bei der Musikwiedergabe auf die Seite, wird die Cover-Flow-Darstellung eingeblendet, betrachtet man Fotos oder Videos, wird das Bild entsprechend gedreht und auf die Bildschirmgröße skaliert. Schütteln Sie den iPod Nano, wechselt er beim Abspielen in den Shuffle-Modus und springt zu einem zufällig ausgewählten Titel. Gut gefallen hat uns im Test die mit 21 Stunden und 50 Minuten sehr lange Akkulaufzeit – eine im Hinblick auf die Geräteabmaße und das geringe Gewicht beachtliche Leistung. Die Datenrate mit der Musik, Bilder und Videos vom PC zum Player geladen werden, betrug hohe 8,5 MB/s. Zwar sind im Player allerlei Organizer-Funktionen realisiert worden (etwa Kalender, Adressbuch und Notizen), jedoch fehlen Extras wie Radio und Diktiergerät. Im Lieferumfang sind Ohrhörer, Handbuch und ein USB-Kabel enthalten – Netzteil, AV-Kabel müssen zusätzlich gekauft werden. Audioqualität & Klang: Am Messgerät erreichte der iPod Nano für einen MP3-Player normale Werte. Der Klirrfaktor lag mit 0,045 Prozent in der Mitte des Testfelds. Auch die Frequenzgangabweichungen, die auftreten, wenn Sie den Player an die Hi-Fi-Anlage anschließen, lagen mit rund ein dB im üblichen Bereich. Sehr gut ist hingegen, dass sich die Ungenauigkeiten in Verbindung mit einem Kopfhörer nicht stark vergrößerten und nur bei maximal 3 dB lagen. Die mitgelieferten Kopfhörer klangen gut, werden Musikliebhaber aber nicht zufrieden stellen können, die dann meist auf alternative Markenmodelle zurückgreifen.Fazit: Der iPod Nano ist in seiner vierten Inkarnation wieder schlank und rank, sehr leicht und liegt dank des abgerundeten Gehäuses superangenehm in der Hand. Auch klanglich gab es nichts zu bemängeln, lediglich der dünne Lieferumfang wird Sparfüchse erneut auf die Palme bringen. Mit acht GB kommt der Nano auf knapp 150 Euro, 16 GB kosten 200 Euro.

IPOD TOUCH - IPHONE OHNE SIM Die neue Generation ist die erste mit 32 GB Kapazität. Das Vorgängermodell gab es nur mit acht oder 16 GB Flash-Speicher. Das ist aber nicht die einzige Änderung. Auffällig ist, dass die Gehäuserückseite abgerundet ist, der Player liegt damit besonders angenehm in der Hand. Auch wurden dem überarbeiteten MP3-Player Lautstärketasten spendiert – das mussten Sie früher über das Touchscreen-Display vornehmen. An der intuitiven Art der Bedienung hat sich beim iPod Touch nichts geändert – sie ist kinderleicht und erfolgt durch Berührungen des Displays. Ein Bewegungssensor ändert die Displaydarstellung beispielsweise beim Betrachten einer Webseite oder von Fotos. Während der Musikwiedergabe ändert sich die Ansicht in die Cover-Flow-Darstellung, die man per Fingertipp durchblättert. Die Geschwindigkeit, mit der Daten auf den Multimedia-Player übertragen werden können beträgt rund fünf MB/s – nicht das N Nonplusultra, aber noch in Ordnung. Die Akkulaufzeit ist mit 37 Stunden und sechs Minuten ziemlich lange.

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