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17.06.2009 Alex Wolschann

Apple reagiert auf wachsende iPhone-Konkurrenz

Apple hat im Rahmen der WWDC nicht nur ein neues iPhone, sondern auch neue MacBooks vorgestellt.

Mit Spannung erwartet worden war vor allem, ob Apple ein oder mehrere neue iPhone-Modelle vorstellen würde. Mit dem iPhone 3GS – das »S« steht dabei für »Speed« – ist es nur ein neues Gerät geworden. Dessen Name lässt aber bereits erahnen, dass die Unterschiede zum aktuellen »3G« weniger spektakulär ausgefallen sind als gemeinhin erhofft. Das 3GS soll zwei- bis dreimal so schnell arbeiten als das 3G, was beispielsweise den Start von Anwendungen oder den Aufbau von Webseiten angeht. Die Netzverbindung ist mit 7,2-Mbps-HSDPA ebenfalls schneller geworden, trotzdem soll der Akku länger halten als bisher. Bei Verwendung der 3G-Verbindung soll ein ganzer Tag Akkuleistung aber immer noch nicht erreicht werden. Das 3GS sieht äußerlich aus wie das 3G, es ist nun auch mit 32 GB Speicher erhältlich.

Weitere Neuerungen sind eine verbesserte Kamera mit drei Megapixel Auflösung, Autofokus und Videoaufnahme, Sprachsteuerung von Anwahl und Applikationen, ein digitaler Kompass sowie eine eingebaute Hardware-Verschlüsselung.

Viele weitere neue Funktionen stellt Apple über die Systemsoftware iPhone OS 3.0 bereit, die am 17. Juni veröffentlicht wird. Diese läuft (mit hardwarebedingten Abstrichen) auch auf iPhone-Telefonen der beiden ersten Generationen sowie auf dem iPod touch. Das iPhone OS 3.0 bringt über 100 neuen Funktionen mit. Besonders erwähnenswert sind die seit Langem geforderte Unterstützung für Cut/Copy/Paste, Landscape-Modus für alle wichtigen Programme, Spotlight-Suche über das Gerät, Suche in Mail auch über den Server hinweg, over-the-air-Kauf von Filmen, TV-Serien, Musikvideos und Hörbüchern in iTunes, Tethering (iPhone als Modem, wenn der Carrier mitspielt – T-Mobile tut das erfreulicherweise), die längst überfälligen Push Notifications und Peer-to-Peer-Verbindungen zwischen Geräten zum Beispiel für Spiele.

Firewire, Card-Reader und fix verbauter Akku Überraschend früh nach dem jüngsten Macbook-Launch Anfang des Jahres hat Apple nun erneut das Notebook-Lineup verändert. Alle Modelle haben nun einen fest verbauten Akku, der bis zu sieben Stunden drahtlose Produktivität ermöglichen soll und zudem mehr Ladezyklen verkraftet als frühere Wechselbatterien. Das 13,3-Zoll-Modell trägt jetzt auch das »Pro« im Namen, hat wieder Firewire (800) sowie ganz neu einen SD-Kartenleser. Der findet sich nun auch im 15-Zoll-Modell, allerdings anstelle des Express-Card-Steckplatzes, der sich nur mehr im 17-zölligen MacBook Pro findet. Alle MacBook Pros sowie das extraflache MacBook Air haben außerdem schnellere Prozessoren, bessere Displays mit größerem Farbraum, mehr Arbeitsspeicher und andere Detailverbesserungen erfahren. Die Preise beginnen bei knapp 1.150 Euro.

Mac OS X 10.6 Auf der World Wide Developers Conference in San Francisco hat Apple nicht nur Notebooks und ein überarbeitetes iPhone gezeigt, der Macintosh-Hersteller präsentierte auch ein Update des Betriebssystems Mac-OS X, das unter der Bezeichnung Snow Leopard vermarktet werden soll und die Versionsnummer 10.6 trägt. Wohl die wichtigste Neuerung darin für Geschäftsanwender: Sie erhalten Zugriff auf Microsofts Exchange Server. Und zwar lassen sich hierfür die mit dem Betriebssystem mitgelieferten Applikationen Mail, Adressbuch und iCal verwenden. Snow Leopard soll im September verfügbar sein – also einen Monat vor Windows 7. Der Preis wird mit 129 Dollar angegeben, ein Update für Mac-Anwender kostet 29 Dollar.

Zuguter Letzt steht nach längerem Beta-Test ab sofort die endgültige Version des Apple-Browers Safari 4 für Mac OS X (ab 10.4 Tiger) sowie Windows (ab XP) zum Download bereit. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die Javascript-Engine Nitro, die nach Angaben von Apple JavaScript fast acht Mal schneller ausführt als der neue IE8 von Microsoft und mehr als vier Mal so schnell wie Firefox 3. Ob der Webkit-Browser im täglichen Einsatz wirklich deutlich schneller ist als die Konkurrenz bleibt abzuwarten. Zudem haben die anderen Browser spezifische Features, die Safari vermissen lässt, etwa die Web Slices und Schnellinfos im IE8 oder die Vielzahl von Add-ons für Firefox. Dafür wird der Apple-Browser unter Snow Leopard in einer nochmals schnelleren 64-Bit-Version laufen, die dann auch Plug-ins in einen eigenen Prozess auslagert und den Browser damit absturzsicherer machen soll.

Eine der wichtigsten Fragen der Konferenz war der Gesundheitszustand von Apple-Boss Steve Jobs, der aber auch in San Francisco nicht die Bühne betrat. An seiner Stelle führte Marketing-Chef Phil Schiller mit anderen Managern durch das Programm, ohne auf den Vordenker einzugehen. [aw/idg]

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