Die komplexen Anforderungen eines Mobilfunkers: Storageumgebung für SAN, NAS, Archiv und Backup Detail - Computerwelt

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27.01.2010 Oliver Weiss

Die komplexen Anforderungen eines Mobilfunkers: Storageumgebung für SAN, NAS, Archiv und Backup

Aus Kostengründen hat sich Orange entschieden, einen Großteil der bereits ausgelagerten IT wieder selbst zu betreiben. Die Basis dafür: Eine leistungsfähige Speicherlandschaft, die in knapp einem halben Jahr von EMC implementiert wurde.

Österreich ist nicht nur einer der höchst entwickelten Mobilfunkmärkte der Welt, sondern auch einer der wettbewerbsintensivsten. Gewinner ist der Kunde, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und in kaum einem anderen Land gibt es derart günstige Tarife bei gleichzeitig hoher Servicequalität und praktisch lückenloser Netzabdeckung im gesamten Bundesgebiet. Um als Anbieter in einem so herausfordernden Marktumfeld wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können, sind eine innovative technische Infrastruktur, innovative Produkte und Services und vor allem schlanke und effiziente Prozesse gefordert.

Ein Schlüssel zu diesen Kardinaltugenden des Mobilfunks ist eine schlagkräftige, aber kostenoptimierte IT – und die hatte beim drittgrößten heimischen Anbieter Orange immer schon hohe Priorität. Nach der Übernahme des bis 2008 unter One firmierenden Mobilfunkers durch die France-Telecom-Tochter Orange, einem Big Player am weltweiten Mobilfunkmarkt, begann man mit dem Ausloten weiterer Optimierungspotenziale im Unternehmen. Ein Ergebnis davon war, dass man sich zu einem Re-Insourcing eines Großteils der zuvor ausgelagerten IT-Infrastruktur entschloss.

AUSGELAGERTE IT KOMMT WIEDER NACH HAUSE Was dem heimgeholten IT-Equipment jedoch natürlich fehlte, war die gesamte Storage- und Backup-Infrastruktur als Grundlage für den IT-Betrieb. Denn dieser Bereich ist vor der Übersiedlung auf einer geteilten Speicherplattform des ehemaligen Outsourcing-Partners gelaufen. Daher musste gleichzeitig mit der Rückholung auch eine Storage-Neuanschaffung geplant werden. Ursprünglich hatte Orange vor, die Plattform des Outsourcers, die aus Komponenten mehrerer Hersteller bestand, eins zu eins nachzubauen. »Wir wollten möglichst wenig an der Architektur verändern, um das Risiko so gering wie möglich zu halten«, erklärt Peter Filka, IT-Leiter bei Orange. Der Storagespezialist EMC wurde aufgefordert, ein Angebot für den Highend-Storage für hochkritische Systeme zu legen. »Eine logische Entscheidung«, erklärt Filka, »denn auch beim Outsourcer ist dieser Bereich auf einer EMC-Plattform gelaufen.«

Die Verhandlungen mit EMC nahmen aber bald eine entscheidende Wendung. Das heimische EMC-Vertriebsteam konnte das Orange-Team davon überzeugen, dass unter Berücksichtigung der Betriebskosten und des Aufwands für die Datenmigration eine EMC-Lösung für die gesamte Speicherinfrastruktur die günstigste, effizienteste und sicherste Lösung für den Mobilfunker darstellt. Mit dem Ergebnis des Projekts ist EMC-Account-Manager Werner Bachler hoch zufrieden: »Ich bin stolz, dass bei Orange nun ein großer Teil unseres Portfolios erfolgreich im Einsatz ist, und freue mich schon auf den weiteren Ausbau unserer Technologiekooperation.« Die Vorfreude ist begründet. Folgeprojekte im Bereich Server- und Desktop-Virtualisierung auf Basis der Virtualisierungssoftware der EMC-Tochter VMware, sowie im Bereich Sicherheit mit der EMC-Security-Division RSA sind bereits in Diskussion.

»Es war eine gute Entscheidung, auf EMC zu setzen«, zeigt sich auch Filka zufrieden. »Die Kooperation und der Übergang sind reibungslos verlaufen. Wir waren sogar schneller als wir eigentlich geplant hatten«, resümiert der IT-Leiter von Orange. »Die Verminderung der Komplexität unserer Speicherlösung war uns ein wichtiges Anliegen. Ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung waren nicht zuletzt die Kosten. Hier war EMC überaus konkurrenzfähig. Außerdem hatte ich mit den EMC-Tools für die kritische Datenmigration in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht, und wusste, dass das problemlos funktioniert.«

NEUE STORAGEUMGEBUNG IN NUR SECHS MONATEN Das Ergebnis: EMC hat für Orange eine komplett neue, vierstufige Speicherlandschaft implementiert. Im Rahmen des Re-Insourcings der IT des Mobilfunkers konnte das komplexe Projekt nach nur drei Monaten Planung und drei Monaten Einführungszeit erfolgreich abgeschlossen werden. Der operative Betrieb bei Orange war laut Aussagen der Verantwortlichen während der Projektumsetzung zu keiner Zeit beeinträchtigt.

Im Gesamtpaket inkludiert: Highend-Storage auf Basis von zwei Symmetrix DMX-4 Enterprise Networked Storage Systemen, auf denen die Daten für hochkritische Produktivsysteme wie das Customer Relationship Management (CRM) und das Billing für zwei Millionen Kunden vorgehalten werden, eine SAN-Umgebung (Storage Area Network) auf Basis von Connectrix 4Gbit-Switches, eine Midrange-Speicherplattform auf einem Clariion CX4-240C Netzwerkspeichersystem, eine NAS-Umgebung (Network Attached Storage) auf Basis von Celerra NS40 Gateways, eine Archivierungslösung auf einer Centera Plattform (Governance Edition) sowie eine zweistufige Disk-to-Disk-to-Tape Backup-Infrastruktur, ebenfalls mit einem Clariion CX4-240C Plattenspeicher und einer Quantum LTO-4-Bandbibliothek. Auch im Gesamtpaket enthalten: Die notwendige Software, Datenmigration und Dienstleistungen für alle entsprechenden Systeme.

VIERSTUFIGES SYSTEM Die einzelnen Ebenen der vierstufigen Speicherlandschaft wurden optimal aufeinander abgestimmt und an die Anforderungen von Orange angepasst. Die erste Ebene besteht aus dem SAN-basierten Highend-Storage, der zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit gespiegelt an beiden Rechenzentrenstandorten eingerichtet wurde. Es besteht aus zwei Symmetrix DMX-4 Enterprise Networked Storage-Systemen in einer Konfiguration mit je rund 20 Terabyte Speicher. Die Systeme sind derzeit mit Fibrechannel-Platten ausgestattet, für den Bereich Billing wird bei Orange aber bereits die neueste Flash-Speichertechnologie evaluiert, die deutliche Performance-Steigerungen bringt. Die SAN-Infrastruktur setzt sich aus vier Connectrix 4Gbit-Switches zusammen.

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