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24.03.2010 Michael Kleist*

Gastkommentar: Unaufhaltbare Datenflut

Eigentlich ist es ja verständlich: Das Thema Dateimanagement ist wenig sexy und wird von vielen Unternehmen deshalb stiefmütterlich behandelt.

Die meisten Entscheider sind sich jedoch nicht im Klaren darüber, dass sich auch im eigenen Unternehmen schrittweise etwas zusammenbraut, das über kurz oder lang über sie hereinbrechen wird. Eine katastrophale Flut von Dateien. Wir müssen uns bewusst machen, wie viele unstrukturierte Daten allein in und zwischen Unternehmen täglich hin- und hergeschoben werden – unabhängig davon, ob in einem Betrieb 3.000 oder nur 15 Leute arbeiten. Das weltweite Datenvolumen schwillt exponentiell an, während die Auflagen hinsichtlich langfristig vorzuhaltender Unterlagen für Unternehmen sukzessive zunehmen. Marktforscher prognostizieren bis 2011 einen Anstieg des weltweit elektronisch gespeicherten Datenvolumens auf nahezu zwei Zettabyte – das ist eine zwei mit 21 Nullen. Herkömmliche File-Management-Lösungen helfen da nicht weiter.

Das Problem ist, dass viele Unternehmen im Hinblick auf eine langfristig effiziente Dateiverwaltung und Speicherpolitik den Kopf gerne in den Sand stecken und langfristige Speicherung mit noch mehr Storagekapazität zu erschlagen versuchen. Natürlich haben die meisten Betriebe Storage-Management-Lösungen bereits implementiert. Das ist jedoch nicht der Punkt. Spannend wird es, wenn bedacht wird, dass die Mehrzahl der Lösungen sämtliche Daten lediglich auf Blockebene verwalten – ohne Rücksicht auf Kontext und Relevanz. Anders gesagt: Ob die gespeicherten Daten relevant genug sind, um wertvolle Speicherkapazitäten berechtigterweise belegen zu dürfen, bleibt dem Zufall überlassen. In den betroffenen Unternehmen führt dies nicht nur zu einem sukzessiven Ausbau von kostspieligen Storage-Kapazitäten, sondern vor allem zu einem undurchdringlichen Speicherchaos.

Unternehmen, die sich der Problematik stellen wollen, sollten intelligente und Hersteller-unabhängige File-Management- und Storage-Lösungen in Betracht ziehen. Diese basieren auf unternehmensspezifischen Richtlinien und Identitäten, können eine Datei für den gesamten Lebenszyklus an einen Anwender knüpfen und so ihre Dateispeicherkapazitäten rollen- und kontextspezifisch verwalten. Nach dem Konzept des Intelligent Workload Managements können die Lösungen beispielsweise wichtigen Unternehmensdaten die besten Speicher-Ressourcen zuordnen. Das spart nicht nur eine Menge Platz, sondern auch Frust.

* Michael Kleist ist Director End User Computing bei Novell Area Central.

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