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02.06.2010 Ariane Rüdiger*

Storage-Kosten: Zehn Tipps zum Sparen beim Speichern

Die Storage-Landschaft gehört zu den großen Blöcken im IT-Budget. Lesen Sie, wie Praktiker die Speicherkosten in den Griff kriegen.

Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten steigt die Informationsflut in den Unternehmen weiter an. Wir zeigen, wie IT-Verantwortliche das Datenaufkommen bewältigen und dabei trotzdem Storage-Kosten senken können.

Daten löschen Alles speichern ist out. Matthew Lodge, Storage-Spezialist beim IT-Security-Anbieter Symantec, empfiehlt neuerdings die Opt-In-Lösung: Mitarbeiter müssen Mails und Daten, die länger aufgehoben werden sollen, kennzeichnen - alles andere durchläuft einen Filter, der Daten mit einigen sehr kritischen Stichworten ("Steuerberater") schützt, der Rest wird gnadenlos gelöscht. Effekt: Das Speichervolumen schrumpft, die Kosten auch.

Prozesse analysieren, verbindliche Regeln definieren Prozessdesign kann dazu beitragen, den Datenberg in Grenzen zu halten: Beim Projektmanagement alle Projektdokumente in einen zentralen Bereich stellen, wo jeder darauf zugreift, statt die Dokumentenflut per Mail jeweils an alle Betroffenen zu versenden. Das senkt das Mail-Aufkommen und verbessert die Projektdokumentation. Für das Speichern von Daten sollten Unternehmen Regeln entwickeln, die Bestandteil des Arbeitsvertrags werden. Dann werden zum Beispiel MP3-Dateien oder YouTube-Videos tabu auf Bürorechnern.

Zentralisieren Wann immer möglich, Storage als zentralen Service zur Verfügung stellen, statt wichtige Daten vor allem auf Abteilungsebene oder gar auf Arbeitsplatzrechnern vorzuhalten. Die zentrale Speicherung erhöht die Auslastung, vereinfacht das Management, verstärkt den Schutz vor ungewollten Datenverlusten (dezentrale Systeme werden oft nicht ausreichend gesichert) und beugt durch die Implementierung von klaren Zugriffsregeln sowie, falls erforderlich, durch Verschlüsselung auf dem Zentralsystem dem Datenklau vor.

Kostenverantwortung herstellen Speicherservices der IT sollten verursacherbezogen abgerechnet werden. Das setzt natürlich entsprechende Software voraus. Es könnte sich lohnen, über ein progressives Preissystem für Speicherdienste nachzudenken, dessen Tarife überproportional steigen, sobald ein im Dialog mit den Bereichen abgestimmtes, für einen bestimmten Zeitraum definiertes Speichervolumen überschritten wird.

Daten analysieren und Storage-Tiers definieren Die vorhandenen Daten, die zu erwartenden Wachstumsraten der einzelnen Datentypen und die Storage-Anforderungen an jeden Datentyp genau analysieren. Unterschiedliche Daten auf unterschiedlichen Speicherklassen zu halten, spart Geld und sorgt dafür, dass jede Information optimal aufbewahrt wird. Meist reichen drei bis vier Speicherklassen aus, um alle wichtigen Bedarfe zu befriedigen: Ständig abgefragte Daten mit hoher Verfügbarkeit landen auf schnellen Fibre-Channel-Festplatten oder auf Solid-State-Disk-Speicher (SSD), beispielsweise transaktionsorientierte Daten beim E-Commerce. Daten, die noch gelegentlich nachgefragt werden, aber nicht blitzschnell auf dem Bildschirm erscheinen müssen, werden auf kostengünstigen SATA-RAID-Arrays ausgelagert genau wie Snapshots als erste Sicherungsschicht. Das Langzeitarchiv liegt noch immer am besten auf Bandspeichern, schon allein deshalb, weil Bänder nur dann laufen, wenn sie benötigt werden. Nur für Daten mit besonders langer Aufbewahrungsdauer (etwa Patientendaten) empfehlen sich als Archivmedium teurere optische Platten. Festplatten als erste Backup-Stufe gewinnen Freunde, sind aber nicht billig. Lohnend ist Backup-on-Disk als Zwischenstufe zwischen primärer Speicherung und Archiv vor allem dann, wenn nur kurze Backup-Fenster zur Verfügung stehen.

Speicherlandschaft vereinheitlichen Zerklüftete Systemlandschaften verschlingen viel Energie und Geld für den Brückenbau, sprich: Integration und Management. Denn trotz sich entwickelnder SNIA-Standards lauern bei der Integration heterogener Storage-Landschaften noch immer Stolpersteine im Detail. Daher die Speicherlandschaft Schritt für Schritt auf wenige Hard- und Softwareanbieter begrenzen. Das senkt den Managementaufwand, weil die Administratoren weniger unterschiedliche Systeme und Bedienphilosophien erlernen müssen und die Systeme eines Herstellers in der Regel besser zueinander als zu denen von anderen Herstellern passen. Ob eine Ein-Vendor-Strategie sinnvoll ist, hängt von der Philosophie des Anwenderunternehmens, seiner Größe und seinen Ressourcen ab und lässt sich nur individuell entscheiden.

Speichersysteme virtualisieren Vorhandene Speichersysteme virtualisieren. Damit ist es möglich, Daten mit wenig Aufwand zu verschieben, Volumes zu vergrößern oder zu verkleinern. Zwar enttäuschte die vollmundig angepriesene Technologie bisher oft, wenn sie in sehr heterogenen Speicherlandschaften mit der Erwartung eingesetzt wurde, nun erhalte man einen quasi grenzenlosen Storage-Pool. In der Box und zwischen Boxen einer Serie oder eines Herstellers ist Virtualisierung mittlerweile gerade bei hochwertigen Geräten üblich. Allerdings geht es langsam auch voran in Richtung übergreifende Virtualisierung. Ein Beispiel ist Netapps Hyper-V-Technologie. Schon länger lohnt sich Speicher-Virtualisierungssoftware als schnelles Tool für Datenmigrationen, die besonders in abgestuften Speicherlandschaften gang und gäbe sind.

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